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Erlanger Triathlon 2023

Der Wettkampf in der eigenen Homezone – Ein Fest für mich!

Zu Beginn vielleicht kurz etwas zu meinen Vorbereitungen auf diese Mitteldistanz beim M-net Erlanger Triathlon. Eigentlich bereite ich mich immer sehr gut auf meine Wettkämpfe vor, doch dieses Jahr lief bis Mitte April relativ wenig. Ich hatte zu viele private Projekte und so mussten dieses mal 14 Wochen Vorbereitung ausreichen.

Diese 14 Wochen waren gespickt mit 6-8 Einheiten pro Woche und am Ende kamen 420 Laufkilometer, 1.760 km auf dem Rad und 43 km im Wasser zusammen. Zum Glück kam ich komplett verletzungsfrei und ohne krankheitsbedingte Ausfälle durch das Training.

Während der Vorbereitungszeit hatte ich zwei kleinere Wettkämpfe, zum einen eine Sprintdistanz beim Triathlon in Feucht und dann noch einen Lauf über die Halbmarathon-Disatanz beim Panorama-Baumwipfel-Lauf. Feucht war ein Desaster, der Halbmarathon ein Highlight, also alles gut!

In der Woche vor dem Wettkampf fühlte ich mich extrem ausgeruht und gut vorbereitet, also stand einem erfolgreichen Wettkampf nicht im Weg.

Die Startunterlagen holte ich bereits am Samstag ab und nahm an der Wettkampfbesprechung teil. In der Besprechung gab es für mich nicht viel wirklich interessantes, die Strecken kenne ich auswendig und auch die Gegebenheiten im Start-, Wechsel- und Zielbereich kenne ich nur zu gut. Danach ging es schnell nach Hause, alles fertig gepackt und dann ging es relativ früh ins Bett.

Die Nacht vor dem Wettkampf war gut und ich fühlte mich ausgeruht und innerlich sehr ruhig. Nach einem kleinen Frühstück ging es gemeinsam mit meiner Tochter in Richtung Wettkampf-Location, um in Ruhe die Wechselzone einzurichten.

Vorort traf ich auf immer mehr bekannte Gesichter, hier ein Schwätzchen, da ein Schwätzchen und schon war es kurz vor 9:00 Uhr,

Zuerst starteten die Kurzdistanzler und 5 Minuten später folgten die ersten Teilnehmer auf die Mitteldistanz. Mein Startslot war um 9:15 Uhr und ich war immer noch überraschend ruhig.

Wer mich kennt weiß, dass das Schwimmen im Wettkampf nicht mein Ding ist und schon öfters schief gegangen ist. Als der Startschuss für meine Gruppe fiel hielt ich mich auf der linken Seite des Feldes. Hier war es am ruhigsten und ich konnte in Ruhe die ersten Meter schwimmen. Ich spürte keine innere Hektik oder Panik aufkommen und so konzentrierte ich mich weiter darauf langsam in meinen Rhythmus zu kommen.

Lief es auf den ersten 100m noch etwas unrund wurde es dann von Meter zu Meter besser. Ich konnte in aller Ruhe schwimmen, bekam keine Schläge ab und wurde auch nicht rüde überschwommen, wie man es nur zugut kennt. Mein erstes Ziel war die Brücke in 700m Entfernung und bis dahin lief es verdammt gut. Das zweite Ziel war die Wendeboje 300m später, hier wurde es kurz etwas eng, aber es ging relativ zivilisiert zu. In der Entfernung erspähte ich schon den Ausstieg, nur zwei Brücken weit weg bzw. 1.000m. Ab jetzt überholte ich sogar ein paar langsamere Schwimmer, spürte aber selber langsam die Ermüdung in den Armen. Konzentriert ging es weiter und nach für mich guten 43:41 Minuten, hatte ich den Ausstieg erreicht.

Beim Ausstieg gab es zum Glück einige kräftige Hände, die mir beim Ausstieg halfen und so war ich schnell auf dem Weg in die Wechselzone.

Mein kompletter Wechsel dauerte 3:44 Minuten und es gab sehr engagierte Helfer im Wechselzelt, die einem den Beutel ausleerten und die Schwimmutensilien wieder einpackten. Ich blieb hier ganz ruhig, nahm mir die Zeit einmal durchzuschnaufen, um mich dann auf die 80km Radstrecke zu begeben. Beim Schwimmen hatte man schon den stärker werdenden Wind gespürt, doch jetzt war er noch einmal etwas stärker geworden, kam in Böen mit bis zu 60 km/h aus Richtung Südwest und ließ nichts gutes erahnen.

Auch beim Radfahren versuchte ich möglichst schnell in einen ruhigen und gleichmäßigen Rhythmus zu kommen, doch die Windböen verlangten einem einiges ab. Gerade auf den offenen Flächen war an ein entspanntes Fahren nicht zu denken, es war viel mehr ein Kampf in der Spur zu bleiben. Das Fahren in der Aeroposition war für mich bei dem Wind eine sehr unsichere Sache und so kam ich in diese Position nur recht selten. Noch dazu hatte ich beim Schwimmen auf den letzten paar 100m meinen Rücken gespürt und die Schmerzen nahmen leider immer mehr zu.

Nicht in der Aeroposition fahren zu können, kostete mich sehr viel Kraft und auf der ersten Runde konnte ich gerade so einen 30km/h Schnitt halten. Die Verpflegungsstation, war optimal organisiert und die Annahme der Flaschen verlief gut. Die zweite Runde verlief relativ ähnlich und so brauchte ich am Ende für die gut 80 km 2:42:40 Stunden. Nicht optimal, hier hatte ich mir mehr erhofft, doch der Wind war einfach ein harter Gegner.

Auch der zweite Wechsel verlief gut und auch hier waren wieder helfende Hände zur Stelle. Ich schnaufte einmal kurz durch und nach 2:28 min machte ich mich auf die Laufstecke.

Ich glaube mein Gesichtsausdruck sagt fast alles, das Radfahren hatte mich wirklich viel Kraft gekostet. Die Beine waren schwer wie Blei, doch zum Glück waren nach wenigen Schritten Rückenschmerzen Geschichte. Jetzt ging es 3 Runden durch den nahegelegenen Wald, wobei es jede Runde über eine der Kanalbrücke ging.

Die ersten 700m verlief die Strecke am Kanal und das Laufen fühlte sich auf Grunde des Rückenwindes sehr locker an. Dann ging es über eine der Brücken des Kanals und in mir keimte sofort der Wunsch auf zu gehen, doch zumindest die erste Runde wollte ich noch hoch laufen. Auf der 3 km Runde durch den Wald, lief ich bis zur Verpflegungsstation, versorgte mich ausgiebig im Gehen und lief dann wieder an. Doch 300m später musste ich wieder gehen. Ich kann nicht mal sagen, ob es der Kopf war der gehen wollte oder die Beine, doch die folgenden 100m gehen taten gut und danach konnte ich auch wieder locker anlaufen. Bis zur Kanalbrücke lief es gut und sogar die Pace war plötzlich so wie geplant, doch dann kam sie wieder … diese Brücke – über den Kanal! Die Hälft der Strecke lief ich die Brücke hoch, doch dann musste ich leider gehen.

Das Bild lässt etwas erahnen, wie es mir zu diesem Zeitpunkt ging.

Nach der Brücke ging es dann wieder am Kanal zurück (gegen den Wind) bis zu einem Wendepunkt. Am Wendepunkt gab es dann das Bändchen für die erste absolvierte Rund und dazu noch ein paar aufmunternde Worte von der Moderatorin, die hier wirklich einen top Job gemacht hat.

Mit dem Wind ging es jetzt wieder Richtung meiner geliebten Kanalbrücke. Dieses mal habe ich die Verpflegungsstation am Kanal auch mitgenommen, an Essen war nicht zu denken, doch ein Becher Cola und Wasser erweckten wieder neue Energie in mir. Erste jetzt nahm ich auch Jochen wahr, der kurz hinter der Verpflegungsstation sein Motivationsprogramm lieferte. Es tat so gut ihn zu sehen, was mich noch weiter motivierte und mich sogar wieder die Brücke laufend hinauftrieb.

Diese und die dritte und letzte Runde verliefen relativ ähnlich. Nach der Brücke laufen bis zur Verpflegungsstation im Wald; im Gehen versorgen; wieder laufen bis zur Brücke; etwas die Brücke hochlaufen, den Rest hoch gehen; gegen den Wind am Kanal ankämpfen; mit Jochen abklatschen; Verpflegungsstation am Kanal mitnehmen und die Brücke hochquälen.

Nach der dritten Runde durch den Wald ging es endlich Richtung Innenstadt, also nur noch 5 km bis zum Ziel. Leider waren die ersten 1,5 km davon noch einmal gegen den Wind und langsam wurde meine Laune bzgl. des Windes immer schlechter. Dann ging es endlich weg vom Kanal, weg vom Wind! Der letzte Teil der Strecke führte uns durch den Erlanger Wiesengrund, ein sehr flacher Streckenabschnitt. Meine Motivation stieg wieder, nur meine Beine hatten keine Lust mehr. Bis zur letzten Verpflegungsstation lief ich durch und gönnte mir dort noch mal eine Cola und ein Wasser. So gestärkt ging es Richtung Innenstadt, besser gesagt Richtung des Erlanger Schlossgartens wo dieses Jahr der Zieleinlauf war.

Kurz vor dem Ziel tauchte meine ganze Familie und Sabrina auf, dass gab mir noch einmal einen Motivationsschub, um voller Elan die letzten Meter Richtung Ziel zu laufen.

Dann war es endlich geschafft. YES !!!

Es lief nicht alles optimal, die Zeit für die 2 km Schwimmen, 80 km Radfahren und 20 km Laufen war ok. Insgesamt habe ich diesen Triathlon in meiner Homezone sehr genossen. Die vielen bekannten Gesichter an der Streck waren zu jedem Zeitpunkt so motivierend, dass es noch so hart hätte sein können, ein DNF wäre heute nie eine Option gewesen.

Danke an Alle, die mich entlang der Strecke unterstützt haben.

Danke an die Helfer, die in allen Bereichen tätig waren, Ihr habt einen super Job gemacht, ohne Euch wäre eine solch tolle Veranstaltung nicht möglich gewesen.

Ein ganz besonderer Dank geht noch an meine Tochter Cara, die mich den ganzen Tag begleitet, unterstützt, angefeuert und fotografiert hat 🙌

Die letzten Dankesworte gehen an meine Frau Sandra, die in den letzten Wochen, Monaten sehr viel Verständnis für meinen Sport aufgebracht hat.

DANKE MEIN SCHATZ

Triathlon Feuchtwangen 2023

Mit wenig Training in den ersten Triathlon des Jahres, kann nur heißen … „Kein Stress und alles locker angehen!“

Nach einer Woche mit extrem viel Regen und Temperaturen um die 10-14 Grad meinte es der Wettergott am vergangenen Sonntag gut mit uns. Zumindest regnete es nicht mehr und sogar die Sonne kam etwas zum Vorschein. Die Temperaturen lagen aber leider immer noch bei nur 12 Grad und so schnell würde es wohl auch nicht wärmer werden.

Die ganze Woche hatte wohl jeder Teilnehmer des Feuchtwanger Triathlons, die Entwicklung der Wassertemperaturen verfolgt und es sah nicht gut aus. Es wurden am Wettkampftag dann gerade so 16 Grad Wassertemperatur erreicht. Dass bedeutete es gab keine Neopflicht mehr, doch 95% aller Teilnehmer entschieden sich für den Neopren, mich eingeschlossen.

Kaltes Wasser war und ist nicht mein Ding und ich habe schon zwei Mal schlechte Erfahrungen bei solchen Bedingungen gemacht.

„DIE KÄLTE“

Positiv Denken war hier angesagt und nach dem Einstellen vom Rad und dem einrichten der Wechselzone hieß es warten bis zur Wettkampfbesprechung.

Wechselzone – Klein aber fein!

In der Wettkampfbesprechung gab es nichts wirklich Neues, wichtigstes Thema war auch hier die niedrige Wassertemperatur. Jetzt hieß es sich auf den Start vorzubereiten und alle schlechten (kalten) Gedanken auf Seite zu schieben.

Mein Gruppe startete als 2tes und bevor es losging war sogar noch etwas Zeit, sich mit dem kühlen Nass vertraut zu machen. Beim erste Eintauchen schoss mir die Kälte sofort in den Körper, doch nach ein paar Zügen fühlte es sich gar nicht mehr so schlimm an.

Einschwimmen bei 16 Grad

Wir waren nur zu viert auf der Bahn, was genügen Platz für alle bedeutete und pünktlich um 10:50 Uhr viel der Startschuss. Die ersten zwei Bahnen liefen noch richtig gut. Ich kam zwar nicht in meinen Rhythmus, war aber guter Dinge.

Die dritte Bahn war dann der Horror! Ich merkte wie mein Puls in die Höhe schoss und ich fast keine Luft mehr bekam … nicht schon wieder!

Das Bild sagt wohl Alles!

Irgendwie schaffte ich es noch bis zum Ende der Bahn und musste erst einmal eine Pause einlegen um wieder zu Atem zu kommen. Es kam mir vor als würde mir der Neopren den Brustkorb zuschnüren. Der Puls raste und ich schnappte nach Luft. Mein Supporting Team (Tochter mit Freund) kamen sofort zu mir und wollten wissen was los ist. Ihre Anwesenheit tat so gut und langsam beruhigte sich mein Puls etwas und ich bekam wieder besser Luft.

Aufgeben oder es weiter probieren?

Ich ging auf die nächste Bahn. Nach ca. 25 m war der Puls wieder extrem hoch und die Atemnot wieder da. Also Stellte ich auf Brustschwimmen um, was das Ganze aber nicht wirklich verbesserte. Immer wieder kam mir der Gedanke auszusteigen, aber es waren nur 500 m zu schwimmen. Die paar Meter sind normalerweise überhaupt kein Problem, doch heute schienen sie kaum machbar. Am anderen Ende der dritten Bahn wurde ich auch gleich gefragt, ob alles ok sei. Ich machte wieder eine Pause und so ging es dann Bahn für Bahn. Irgendwann durfte ich endlich aus dem Wasser, jetzt konnte es nur besser werden.

Hinweis: An alle, die einmal in eine ähnliche Situation kommen: „STEIGT AUS!“ Ich habe mich erst danach schlau gemacht, was so etwas bedeuten kann –> SIPE-Syndrom

Am Anfang noch recht benommen verlief der erste Wechsel ganz gut. Die Wege zum Rad und zur Strecke waren kurz, ich nahm mir etwas Zeit um wieder zur inneren Ruhe zu kommen. Da die Temperaturen immer noch nicht besser waren, beschloss ich ein Shirt über den Einteiler anzuziehen, um ja nicht noch mehr auszukühlen.

Endlich auf dem Rad, eiskalte Beine, aber einen extrem starken Willen, jetzt endlich Gas zu geben.

Die Strecke war ein leicht welliger Rundkurs, die Anstiege nicht zu hart und fast kein Wind. Meine Beine tauten nur langsam auf, doch es lief immer besser und ich konnte die, die mich im Wasser „zurückgelassen“ hatten, langsam wieder einsammeln.

Ab Kilometer 10 war alles was vorher passiert ist vergessen und es lief wie geplant. Der Schnitt von fast 30 km/h nach 20 Kilometern, war auf Grund der Bedingungen mehr als ok. Jetzt ging es mit Vollgas in den zweiten Wechsel.

Beim Einlaufen in die Wechselzone hab ich nicht richtig zugehört, wo ich lang laufen muss. Nach einer kurzen Korrektur durch den Sprecher und ein paar aufmunternden Worten, fand ich dann doch noch den richtigen Weg. Das Publikum amüsierte es und zauberte mich ein lächeln ins Gesicht.

So viel Spaß kann Triathlon machen

Nicht mal eine Minute dauerte der zweite Wechsel und schon war ich auf der 5 km Laufrunde.

Immer noch mit einem kleinen Grinsen im Gesicht verließ ich die Wechselzone, was ich zu dem Zeitpunkt wirklich gedacht habe … keine Ahnung.

Auch die Laufstecke war recht wellig. Die leichten Anstiege spürte man sofort in den Beinen, um so lockerer ging es in die kurzen bergab Stücke. Anvisiert war eine Pace von 4:45 – 5:00 min/km, doch es lief und so war es am Ende ein Durchschnittspace von 4:31 min/km.

Nach insgesamt einer Stunde und zwanzig Minuten war er dann da, der Zieleinlauf. Zwischenzeitlich hatte ich gar nicht mehr damit gerechnet diesen Triathlon zu beenden, um so erleichterter war ich im Ziel.

Erleichtert und total glücklich im Ziel

Der Blick auf die Zeiten sagt alles und wäre das Schwimmen nicht gewesen, wäre es ein guter erster Triathlon in diesem Jahr gewesen.

Am Ende möchte ich mich noch einmal bei allen Bedanken, die diesen Triathlon ausgerichtet haben. Ihr habt für eine tolle Stimmung gesorgt, wenn beim nächsten Mal das Wasser noch etwas wärmer ist, ist alles TOP!

Verspäteter Trainingsbeginn in 2023

Es ist wichtig, dass man in bestimmten Phasen des Lebens Prioritäten setzt und da kann der Sport leider nicht immer an erster Stelle stehen.

Ich hatte zu Beginn dieses Jahres zunächst keine hohen Erwartungen für die Triathlon-Saison 2023 und wollte nur an 1-2 Wettkämpfen teilnehmen und dabei lediglich das Ziel haben, anzukommen.

Es dauerte noch bis Ende März, Anfang April bis ich mir den Erlanger Triathlon, der Ende Juli stattfindet, als Hauptwettkampf für dieses Jahr festlegte. Daraufhin begann ich , einen Trainingsplan für die kommenden 14 Wochen bis zum Wettkampf aufzusetzen und war fest entschlossen, diesen durchzuziehen.

Zwar hatte ich in den Monaten zuvor Sport getrieben und meine Grundfitness war immer noch sehr gut, doch sich in nur 14 Wochen auf eine Mitteldistanz vorzubereiten bedeutet viel Willenskraft und ein bisschen Mut zur Lücke.

Genau am 14. Mai startete meine Vorbereitung für die Mitteldistanz und aktuell habe ich den ersten 4 Wochen Block fast hinter mir. Die erhöhte Belastung ist deutlich spürbar. Vor allem in der 3ten, der harten Woche, ging ich fast jedes Mal müde in die nächste Trainingseinheit und beendete sich doch immer mit einem kleinen Grinsen im Gesicht.

Gute 3 Wochen mit 23 Trainingseinheiten haben mir aber gezeigt, dass wenn ich weiter so trainiere, ich höchstwahrscheinlich nicht über die Ziellinie kriechen werde, sondern sie grinsend und laufen überschreite.

Aktuell befinde ich mich in meiner Jokerwoche (Regenerationswoche) in der eigentlich nur 4 lockere Einheiten mit jeweils maximal 1 Stunde stehen. Doch am Sonntag steht der erste kurze Test beim Feuchtwanger Triathlon über die Sprintdistanz an. Hier hatte ich mich eigentlich angemeldet, um den ersten Triathlon mit meiner Tochter zu bestreiten, doch leider kann sie nicht teilnehmen und so liegt es am mir, die Familienehre zu retten.

Die Wetteraussichten für Sonntag sind miserabel und meine Lust auf eine Teilnahme liegen aktuell bei 10%. Hoffentlich wird die Wetterprognose besser! Drückt mir und allen anderen Startern die Daumen.

Mainfrankentriathlon 2022

Nachdem ich den Erlangen Triathlon aus gesundheitlichen Gründen streichen musste, sollte die noch der letzte Wettkampf vor der Sommerpause werden. Viel Training gab es in den letzten Wochen nicht viel 🤧😔 uns so beschloss ich den Wettkampf so zu nehmen wie er kommt.

In Kitzingen angekommen ging es erstmal zur Ausgabe der Startunterlagen, um dann alles vorzubereiten. Fahrrad einstellen in der Wechselzone und alles gut für die Wechsel vorbereiten.

Ob Neo erlaubt ist oder nicht war noch offen, der Main hatte eine gute Temperatur und ich glaubte nicht daran mit Neo schwimmen zu dürfen 😔. Also alles mitgenommen und wieder zum Start-/Zielbereich, wo gerade die Ansage kam, dass der Neo auf der Olympischen Distanz erlaubt ist 👍🙌😏.

Kurz nach 12:15 ging es dann mit den Bussen zum Schwimmstart, denn hier in Kitzingen wird Flussabwärts geschwommen und kurz vor 13:00 Uhr ging es los. Ich ordnete mich bei den Agegroupern relativ weit hinten ein , um jeglichen Hauen und Stechen im Wasser aus dem Weg zu gehen. Mein Respekt vor dem Schwimmen in großen Gruppen ist immer noch groß und ich wollte es heute sauber durchziehen.

Durch den Rolling Start war alles gut und ich war ab dem ersten Zug im Rhythmus. Ich orientierte mich zuerst in die Mitte des Main, Schwimmen in der Strömung macht richtig Laune. Ab und zu kam mir einer von hinten zu nah, doch zwei kräftige Beinschläge und ich hatte wieder meine Ruhe 🤣

Kurz vor der zweiten Brücke orientierte ich mich Richtung Ufer und erwischte den Ausstieg optimal und war nach 28:01 Minuten aus dem Wasser und auf dem Weg in die Wechselzone 🙌

Auf dem Weg zu meinem Wechselplatz, gleich den Neo halb ausgezogen und dann schnell den Rest. Socken 🧦 und Schuhe 🥿 an und nach 2:44 Minuten, war ich über die Linie und saß auf dem Rad 🚲 .

Die ersten 14 km ist die Strecke sehr flach und ich komme optimal ins Radfahren rein. Lockere Beine und ein 35,6 km/h Schnitt 💪, doch dann der erste Anstieg 🫤.

Auf 7 km geht es jetzt langsam aber sukzessive 100 Höhenmeter bergauf, der Schnitt nur noch bei 26,72 km/h und die Beine brennen 😔. Leider stellen sich auch Rückenschmerzen ein, das fehlende Training macht sich bemerkbar 👎.

Danach eine schnelle rasante Abfahrt über 4 km 🏎 und dann gleich wieder über 1,4 km 100 Höhenmeter krass bergauf 😖. Meinen Schnitt erwähne ich hier lieber nicht. Die Beine und der Rücken waren durch und ich habe versucht auf den letzten leicht abfallenden 10 km neue Kräfte zu finden 👀.

Nach 1:18:45 Stunden und einem Schnitt von 31,0 km/h war ich dann wieder in der Wechselzone.

In der Wechselzone ging es diesmal zackig zu, Rad wieder in den Ständer – Schuhe wechseln und ab auf die Laufstrecke, hat aber trotzdem gute 2 Minuten gedauert ⁉️

Die schweren Beine und der schmerzende Rücken waren zum Glück plötzlich wie nie da gewesen, dafür spürte ich jetzt ohne Fahrtwind die steigenden Temperaturen 🥵

Wie erwartet wurde die Strecke zäh und ich nahm jede Wasserstelle 💦💧 mit und griff mir immer 3 Becher, mehr zum Kühlen ❄️ als zum Trinken 🚱.

Ich fühlte mich als ob ich dahin schleichen 🐌 würde, doch die Pace pegelte sich bei einer 5er Pace ein und so hatte ich zumindest mein Minimalziel beim Laufen erreicht.

Die zweite Runde verflog nur so und ich konnte nochmal die letzten Meter über die Alte Mainbrücke 🌉 und entlang des Unteren Mainkai genießen 😌.

Nach 2:38:23 blieb die Uhr dann für mich stehen und ich konnte mir die hart verdiente Medaille 🥇 von den Weinprinzessinnen 👸 umhängen lassen.

Ich war leider ohne Support-Team bei dem Wettkampf und auch da hat einfach heute etwas gefehlt.

Jetzt geht es erstmal n die Off-Season und dann werden neue Pläne geschmiedet!

Triathlon Ingolstadt 2022 – Olympische Distanz

Nach langer Vorbereitung, war endlich der Zeitpunkt an dem ich abliefern musste.

Am Sonntag, den 29.05.2022, stand der Audi Triathlon Ingolstadt in meinem Wettkampfkalender. Starten wollte ich hier über die Olympische Distanz und dies bedeutete, dass ich mich 1.500m Schwimmen, 42,5km Radfahren und 10,6km Laufen stellen musste. Eigentlich alles kein Problem und doch liegt die Tücke im Moment (hier mal nicht im Detail).

Wie schon geschrieben, hatte ich für diesen Triathlon eine recht lange Vorbereitungsphase von 22 Wochen. Die komplette Vorbereitungsphase verlief komplett verletzungsfrei und es gab nur im März mal ein paar Tage, wo ich eine kleine Erkältung hatte. Der Trainingsumfang war schon recht hoch, mit durchschnittlich 12 h Training pro Woche oder anders ausgedrückt: 980km Laufen, 3000km Radfahren, 110km Schwimmen und 28h Stabi-Training.

Ich sollte also gut vorbereitet sein!

Noch dazu war ich 3 Wochen vorher schon einmal in Ingolstadt und hab mir im Rahmen des TriDay die Strecken angesehen und wusste was auf mich zukommt. Der Baggersee hatte damals noch 14,7 Grad Wassertemperatur, was für das erste Freiwasserschwimmen in diesem Jahr nicht gerade angenehm war. Die, die mich kennen wissen, dass ich erst vor 3 Jahren richtig das Kraulen gelernt habe und das Freiwasser immer noch eine große Herausforderung für mich ist. So war auch der ersten Freiwassergang in diesem Jahr, nicht unbedingt von Erfolg gekrönt (Nachfolgende verliefen da wesentlich besser).

Doch kommen wir endlich zum Tag des Wettkampfs. Es war kalt, in der Nacht hatte es nur 6 Grad gehabt und auch als wir am Sonntag um 7:45 Uhr in Ingolstadt eintrafen, waren es gerade mal 10 Grad. Immerhin schien noch die Sonne und der Tag versprach gut zu werden. Mein Start war erst um 10:40 Uhr und so holten wir als aller erstes die Startunterlagen ab und nutzen dann noch die Zeit, um dem Schwimmstart der Mitteldistanz zuzusehen. Das Wasser hatte etwas über 20 Grad und die Luft gerade mal 10 Grad, so das Dunstwolken vom Baggersee aufstiegen, als sich die Schwimmer auf die 1.900m lange Schwimmstrecke machten. Das Ganze hatte schon etwas mystisches!

Danach checkte ich mein Rennrad ein und legte mir alles so bereit, dass die Wechsel möglichst zügig abliefen. Zu dem Zeitpunkt gab es schon ein paar erste vereinzelte Regentropfen und so deckte ich meine Schuhe zumindest mal mit einer Plastiktüte ab. Eine gute Entscheidung wie sich später herausstellte.

Wechselzone Triathlon Ingolstadt

Danach ging es dann zum Schwimmausstieg, um den Mitteldistanz Athleten zuzusehen und hoffentlich auch ein paar bekannte Gesichter zu entdecken. Zu spät erblicke ich Steffen, den ich zumindest noch anfeuern konnte. Etwas früher entdeckte ich Sabrina, so dass ich auch ein Foto schießen konnte.

Sabrina Ausstieg Schwimmen MD

Kaum waren die Mitteldistanzler auf ihren Rädern, begann es zu Regnen. Naja, obwohl nur Regen war das nicht mehr, es schüttete wie aus Eimern! Mir tat jeder leid, der jetzt unterwegs war. Wir verzogen uns ins Auto und warteten , bis kurz vor meinem Start.

Um 10:40 Uhr war es dann endlich soweit, meine erste Olympische Distanz in einem richtigen Wettkampf konnte beginnen.

Kurz vor dem Start

Ich sortierte mich in meinem Starterfeld extra ganz hinten ein, um jeglichen „Wasserkämpfen“ aus dem Weg zu gehen. Beim Schwimmen ging es für mich nur darum gut durchzukommen und möglichst gleichmäßig zu schwimmen.

Man kann es auf den Bilder nur erahnen, aufgrund der Temperaturunterschiede zwischen Wasser und Luft, stieg Dunst auf und das Wasser sah aus als ob es brodeln würde.

Ich schwamm los, machte meine ersten Kraulzüge, nicht hektisch, sondern ganz locker und gleichmäßig. Mein Puls schoss in die Höhe und meine Atmung wurde hektisch. Ich musste sofort auf Brustschwimmen umstellen, um überhaupt genug Luft zu bekommen. Das war das Worst-Szenario, an welches ich vorher lieber nie gedacht hatte. Alles um mich herum, diese vielen Schwimmer im Wasser, das „brodelnde“ Wasser, war für mich zu diesem Zeitpunkt einfach zu viel. Im Nachgang betrachtet war es eine klassische Panikattacke. Ich beschloss erst einmal ruhiger zu werden, machte einen Zug nach dem anderen. Doch mein Herz raste und meine Atmung war so flach, dass ich die ganze Zeit den Eindruck hatte ich bekomme zu wenig Luft. Dann kam der Gedanke ans Aufgeben, keine 200m geschwommen und dass sollte es schon sein. 22 Wochen Training für 200m Schwimmen im Wettkampf. Da kamen mir meine zwei Mantras in den Kopf „Never give up“ und „Ich kann das!“. Ich beschloss auf jeden Fall bis zur ersten Boje weiter zu schwimmen und hoffte inständig, dass sich mein Körper beruhigen würde. Leider tat er das bis zur ersten Boje nicht und so kam wieder die Überlegung aufzugeben, sich aus dem Wasser fischen zu lassen. Doch dann erblickte ich rechts von mir einen Bootsanlieger mit Booten. Ich überlegte lang hin und her, ob ich einfach kurz abbiege sollte und mich dort kurz festhalte und beruhige sollte, um dann zu versuchen ruhig weiter zuschwimmen. Ist das erlaubt oder werde ich dann disqualifiziert? Es half nichts, so konnte es nicht weitergehen, ich schwamm zu den Booten und hielt mich an einem fest, um zur Ruhe zu kommen. Sogleich war eine Rettungsschwimmerin auf einen Stand Up Paddle bei mir und wollte wissen ob alles ok ist. Ich sagte Ihr, dass ich nur eine kurze Pause brauche. Ich konzentrierte mich nur auf meine Atmung und nach ca. 1 Minute hatte sich meine Atmung und mein Puls wieder etwas beruhigt. Ich bedankte mich noch kurz bei der Rettungsschwimmerin und machte mich auf die weiteren 1.100m, mit der Hoffnung, dass ich jetzt ruhig und ohne weitere Probleme schwimmen konnte. Von hinten kam schon die letzte Startgruppe und ich hoffte nur, dass sie mich nicht überrollen würden.

Ich fand endlich zu einem ruhigen und gleichmäßigen Schwimmen. Ich konzentrierte mich nur auf mich und wusste, dass ich das, was ich hier gerade mache eigentlich kann. Dieser Gedanke brachte mich immer weiter und weiter. Die Meute von hinten kam nicht! Nur ein Schwimmer, mit einer grünen Badekappe, überholte mich sehr zügig. Bei mir lief es jetzt endlich richtig gut, ich holte sogar vereinzelte Schwimmer aus meiner Gruppe wieder ein. Meine Pace lag endlich bei dem was ich mir vorgenommen hatte und so stieg ich nach 33:33 Minuten aus dem Wasser. Ich war erleichtert das Schwimmen hinter mir zu haben und mich jetzt auf meine beiden stärkeren Disziplinen konzentrieren zu können.

Ausstieg Schwimmen

Auf dem Weg zu meinem Rad schälte ich mich bereits halb aus meinem Neo. Am Rad dann, Neo aus, Socken und Schuhe anziehen, Helm auf, Startnummer umlegen und nach 3:27 Minuten war ich auf der Radstrecke.

Start Radstrecke

Motiviert von den letzte 1.100m des Schwimmens hatte ich jetzt richtig Böcke Gas zu geben. Auf dem ersten Stück ist eigentlich Überholverbot. Mein Vordermann und ich hatten leider ein paar Teilnehmer vor uns, die dort mit ca. 22 km/h entlangzuckelten. Nach ein paar Bitten doch etwas schneller zu fahren, nahmen wir uns ein Herz und zogen an ihnen vorbei. Die Straßen waren noch sehr nass, doch ich glaube es hat schon nicht mehr geregnet (ich war bereits im Tunnel und habe nichts mehr um mich herum wahrgenommen!), man musste aber jede Kurve mit viel Feingefühl an- und durchfahren.

Zuerst ging auf eine 10 km lange Schleife durch die Innenstadt, aufgrund des vorherigen Regens waren leider nur wenige Zuschauer an der Strecke, doch die haben jeden einzelnen angefeuert. Wie schon geschrieben; ich hatte jetzt richtig Böcke Gas zu geben und so ging ich eine hohe Trittfrequenz im entsprechenden Gang an. Die Schleife durch die Innenstadt hat richtig Laune gemacht, bei optimalem Wetter und vielen Zuschauer, wäre es ein Traum gewesen. Ich sammelte hier schon viele andere Teilnehmer vor mir ein. Die Jungs und Mädels auf den Zeitfahrmaschinen schienen bei den Witterungsverhältnissen so Ihre Probleme zu haben und ich war gar nicht mehr neidisch „nur“ ein Rennrad zu haben.

Dann ging es hinaus in Richtung Egweil, raus auf die Landstraße. Ab jetzt gab es fast keine engen Kurven mehr, nur ein Kreisverkehr und ein paar Ortsdurchfahrten. Man konnte sich ab jetzt voll und ganz auf die richtige Trittfrequenz konzentrieren und die schnelle Strecke genießen. Da die Straße zu Beginn immer noch sehr nass war, waren die Füße bald tiefgefroren und ohne Gefühl, doch die Strecke wurde zum Glück immer trockener. Ich war nach wie vor richtig gut unterwegs, sammelte immer wieder einen anderen Teilnehmer ein und hatte unterwegs richtig Spaß. Nach der Wende in Hennenweidach an der Kapelle St. Anna ging es auf die letzten 15 km. Meine Beine wurden langsam etwas schwerer, doch hielt ich meinen Geschwindigkeit bei und versuchte auch auf den leichten Anstiegen nicht zu langsam zu werden. Nach 42,5 km, einem Schnitt von 34,4 km/h, war ich nach 1:14:26 Stunden wieder in der Wechselzone. Für meine Frau war ich etwas zu schnell unterwegs, hatte ich doch ein etwas langsameres Tempo geplant. So hat sie mich beim Fotografieren dann nur noch von hinten erwischt.

Kurz vor dem 2ten Wechsel

Auch der zweite Wechsel verlief optimal. Fahrrad wieder einhängen, Helm und Brille hinschmeißen, Schuhe gewechselt und nach 1:25 Minuten war ich auf der Laufstrecke.

Geplant war eine 4:45er Pace, doch die ersten Meter waren Laufen wie auf rohen Eiern. Nicht weil ich noch im Radfahrmodus war, eher weil meine Füße tiefgefroren waren und fast ohne Gefühl. Meine Uhr zeigte nach dem ersten Kilometer 4:34 Minuten an, eigentlich zu schnell, doch ich hielt es wie immer: „Erstmal laufen lassen!“.

Die Strecke verlief zu Beginn um die West- und Südseite des Baggersees, die Schotterwege waren sehr angenehm zu laufen und ich konnte immer wieder andere Läufer überholen. Das Einholen der anderen Läufer und die immer noch recht lockeren Beine ließen mich meine Pace beibehalten. Meine Stimmung war perfekt, mein Training über die 22 Wochen zahlte sich wirklich aus und ich kostete jede Minute in vollen Zügen aus.

Bei Kilometer 4 standen plötzlich Steffen und Jörg an der Strecke und feuerten mich an. Danke für die tollen Bilder und wie man sieht hatte ich wirklich meinen Spaß und die beste Laune.

Kilometer 4 bei bester Laune

Jetzt ging es in Richtung Innenstadt und ich hoffte da auf mehr Zuschauer und eine gute Stimmung. Ich wurde nicht enttäuscht. Auf den kurzen 500 m mitten durch die Innenstadt war die Stimmung riesig und machte Lust auf die letzten Kilometer. Die Beine waren immer noch ok, ab und zu wollte die linke Wade sich zu Wort melden, aber das habe ich gekonnt ignoriert.

Als es entlang der Donau langsam wieder heraus aus der Stadt ging , waren immer wieder kleine Stimmungsnester und gaben einem die Kraft für die letzten 3 km. So beflügelt zog ich meine Pace noch einmal etwas an und hatte die Laufstrecke von 10,5 km nach 49:19 Minuten mit einer durchschnittlichen Pace von 4:33 min/km geschafft.

Wenige Meter vor dem Ziel

Im Ziel zeigte mir meine Uhr 2:42:10 Stunden an, eine Zeit mit der ich sehr zufrieden bin.

Im Zielbereich selber traf ich dann noch auf Krissi, die mit Ihrer Zeit für die Mitteldistanz auch sehr zufrieden war. Von Ihr erfuhr ich auch, das Steffen leider aufgeben musste. Er war durch den kalten Regen total unterkühlt und da war es besser nicht weiter zu machen. @Steffen: Roth wird Dein Wettkampf!!!

Nach einem alkoholfreien Weizen und einem Stück Apfelstrudel, machte ich mich auf den Weg meine Frau in dem Gewühle zu finden, um dann mein Fahrrad und Equipment aus der Wechselzone zu holen.

Unterwegs machten wir noch das obligatorische Bild mit der Medaille und dem dazugehörigen zufriedenen Grinsen.

Zufrieden nach dem Finish

Auf den letzten Metern zum Auto haben wir dann zum Glück noch Sabrina getroffen, die heute im Wasser auch so einiges erlebt hat, aber dass könnt ihr sicherlich in Kürze unter ihrem Instagram-Account nachlesen.

Das war der Audi Triathlon Ingolstadt 2022, trotz mäßigem Wetter ein super toller Wettkampf für mich.

Danke an alle Helfer Vorort, die trotz dem Sauwetter an der Strecke waren und diesen Triathlon möglich gemacht haben.

TTB #60 – Ready To Race!?

Langsam wird es Zeit herauszufinden, ob sich das Training der letzten 11 Wochen wirklich auszahlt!

Durchschnittlich 10 Stunden Training standen pro Woche auf dem Plan und ich bin zum Glück vollkommen verletzungsfrei durch diese Zeit gekommen. Ob dass schon bedeutet, dass ich fit genug für eine Mitteldistanz bin wird sich zeigen. Die spontane olympische Distanz direkt aus dem Training heraus in Trainingswoche 9 hat mir zwar gezeigt, dass ich mich weiterentwickelt habe, doch eine Mitteldistanz ist noch mal eine ganz andere Hausnummer.

Die 10te Trainingswoche war geprägt vom Lauftraining, da ich dort aktuell meine größte Herausforderung sehe. Nicht dass ich einen Halbmarathon nicht laufen kann, aber einen Halbmarathon nach 1,9 km Schwimmen und 90 km Rennradfahren zu laufen, ist nochmal etwas ganz anderes. Aus diesem Grund muss die Laufform optimal sein, also viele Kilometer im GA1 sammeln.

Beim Schwimmtraining lag der Fokus wieder auf längeren Intervallen mit sauberer Technik. Beide Schwimmeinheiten verliefen wieder richtig gut und ich mache mir keine Sorgen mehr, dass ich hier zu Beginn zu viel Kraft lasse. Wichtig ist und bleibt für mich, gleichmäßig und ohne Hektik zu schwimmen.

Beim Radtraining habe ich wieder meine gewohnten 100 Wochenkilometer abgespult, nicht wirklich viel, aber in Kombination mit allem Anderen genug für mich. Beim Rennradfahren muss ich mich immer zurückhalten halten um nicht zu viel zu powern. Ziel ist es eher eine höhere Trittfrequenz zu treten, aber Insgesamt lief es beim Radfahren super.

Fazit der Woche 10: „Training braucht Willenskraft und wo die ist, ist Training immer möglich!“

Und schon befinden wir uns zwei Wochen vor meinem ganz privaten Race Day und damit beginnt auch die Tapering-Phase. Mein Tapering wird so aussehen, dass ich in der 2ten Woche vor der Mitteldistanz, das Training in der Intensität auf 75% herunterfahre und in der letzten Woche sogar auf unter 50%. Ich hoffe dadurch am Race Day wirklich voll regeneriert zu sein und das alle Speicher voll sind. Dazu gehört natürlich auch viel Schlaf, wenig Stress und eine ausgewogene Ernährung.

In der 11ten Trainingswoche fokussierte ich mich noch einmal auf das Schwimmen und hier auf zwei Einheiten mit möglichst langen Intervallen. Bei der ersten Einheit waren dies 3x 400m und bei der zweiten 2x 800m. Beide Einheiten liefen super, vielleicht auch weil ich wieder im Neo unterwegs war (Der Sommer machte mal wieder Pause). Es motiviert mich sehr wenn das Schwimmen kein Kampf ist, sondern locker abläuft.

Die Laufeinheiten in dieser Woche waren ein Mix aus langsamen Läufen und einer Einheit mit ein paar Steigerungsläufen. Den lange Lauf am Wochenende beschränkte ich auf 2 Stunden und lief ihn im unteren GA1 Bereich, um ja nicht zu viel zu machen.

Gleiches galt für die Radeinheiten, die ich auf Freitag und Samstag legte, um ohne Zeitdruck unterwegs zu sein. Es waren zwei lockere Ausfahrten, mit insgesamt 100 km. Am Anfang vom Training für die Mitteldistanz musste ich immer ganz schön pushen, um am Ende auf einen 30er Schnitt zu kommen, mittlerweile ist er bei lockeren Ausfahren zum Standard geworden. Wie schon geschrieben, beim Radfahren und Schwimmen sehe ich aktuell meine größten Fortschritte, doch auch immer noch extrem viel Potential. Hoffen wir dass das Schwimmen in diesem Winter wieder möglich ist, um hier weiter konstant an einer Steigerung arbeiten zu können.

Fazit der Woche 11: „Weniger ist mehr, doch die Beine still zu halten ist schwer!“

Da ich sehr oft gefragt werde, wo ich den Starte, also wo ich meine Mitteldistanz absolviere, hier die Antwort. Ich mache einen DIY Triathlon (Do It Yourself Triathlon), heiß ich organisiere alles selber und bin bei keiner offiziellen Veranstaltung. Warum so und nicht anders? Aufgrund der Pandemie war und ist es immer noch sehr unsicher welche Rennen überhaupt stattfinden und ich wollte ein fixes Datum an dem ich mein Ding auf jeden Fall durchziehe. Ich mache diesen Triathlon für mich, es ist meine Herausforderung und es wird ablaufen wie bei einer Veranstaltung … Keine Pausen … keine Gnade!

Noch ein kurzer Blick auf die Zahlen der letzten Wochen:

EinheitAnzahl EinheitenUmfang gesamt
Laufen 108,4 km
Rennradfahren 212,1 km
Schwimmen 8,9 km
Yoga 00:30 h
Krafttraining 00:45 h

TTB #59 – Der Tag X rückt näher

Wieder eine Trainingswoche ist rum, es war die 9te Woche in meinem Weg zur Mitteldistanz im Triathlon und zum Berlin Marathon.

Die 9te Woche sollte die Woche der Wahrheit sein! Warum lest Ihr etwas später in diesem Beitrag.

Angefangen hat alles ganz harmlos mit einer Schwimmeinheit am Montag. Nach dem Einschwimmen standen hier 2x 1.000 Meter an, um auch im Schwimmen die Grundauslagendauer weiter auszubauen, also lange gleichmäßig mit 3er Atmung schwimmen. Da das Wasser nur 21 Grad hatte und die Luft auch nicht wesentlich wärmer war, war ich im Neo unterwegs und die 1:58 min/100m waren für mich mehr als ok.

Am Dienstag gab es dann eine nette Koppeleinheit mit 1h Laufen und 1h Rennradfahren. Das Laufen war voll ok, aber das Rennradfahren auf der Rolle war tödlich. Im Sommer auf der Rolle unterwegs zu sein ist einfach nicht mein Ding, aber manchmal geht es nicht anders. Am Ende Glücklich aber fertig –> Top Einheit!

Mittwoch ging es gleich richtig weiter, denn es stand ein Lauftraining mit Intervallen auf dem Plan. Nach 10 Minuten Einlaufen gab es 6x 5 Minuten in einer 4:30er Pace mit 3 Minuten lockerem Lauf dazwischen. Am Ende noch etwas Auslaufen und meine Beine waren happy, als sie mit Massageöl mit Arnika verwöhnt wurden.

Am Donnerstag gönnte ich mir dann meinen Regenerationstag, um für den Freitag fit zu sein.

Der Freitag, der Tag an dem ich einfach mal einen Test DIY Triathlon über die olympische Distanz absolvieren wollte.

Warum, naja ich hatte in verschiedenen Artikel gelesen, dass es Sinn machen würde, im Monat vorher mal einen Testdurchlauf zu machen, vor allem wenn man bis jetzt nur eine Sprint-Distanz gemacht hat.

Also warum nicht 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen?

Die Temperaturen waren nicht gerade sommerlich, also gleich mal den Neo angezogen. Das Schwimmen verlief richtig gut und gleichmäßig. Nach 29:29 Minuten stieg ich aus dem Wasser und versuchte möglichst schnell zu meinem Auto und somit zu meinem Rennrad zu kommen. Hier muss ich erwähnen, dass ich ganz normal im Freibad geschwommen bin und teilweise schon etwas komisch angeschaut wurde, vor allem als ich mich aus dem Neo geschält hatte und im Triathlon Einteiler da stand.

Der Wechsel dauerte aus diesen Gründen etwas über 7 Minuten, doch der Wechsel auf’s Rennrad verlief wirklich gut, nur musste ich mich zu Beginn durch den normalen Autoverkehr wühlen. Plötzlich auftauchende Baustellenampeln sind da nicht förderlich und so habe ich auf den 40 km auch nicht alle Verkehrsregeln befolgen können bzw. befolgen wollen. Ein Schnitt von 31,5 km/h ist aufgrund des Ausbremsens im Verkehr und dem 25 km, andauernden Gegenwind, wirklich ok.

Der Wechsel zum Laufen lief super, vor allem weil er auch Zuhause erfolgte und so war ich nach 2 Minuten wieder unterwegs. So richtig locker lief es beim Laufen nicht und es lag nicht an den Beinen. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass es mir den Brustkorb zuschnürt. Warum, wieso, weshalb … keine Ahnung! Doch durchgebissen und und am Ende waren es 49:39 Minuten für die 10 km.

Resultat/Erkenntnis: Eine olympische Distanz in 2:46:58, mal ebend so aus dem Training heraus … vollkommen ok!

Danach war die Woche natürlich noch nicht zu Ende, es gab ja noch einen Samstag und Sonntag!

Am Samstag sollten es nur lockere 2 Stunden auf dem Rennrad sein, also ca. 60 km. Ganz so locker wurden die 2 Stunden dann aber nicht, aber dass lag wohl am Vortag. Schwere Beine, schmerzender Rücken und etwas Unlust!

Der Sonntag machte mir schon eher sorgen, noch mal 2 Stunden Laufen mit den Beinen!? Meine Strecke verlief, wie die geplante Strecke für die Mitteldistanz, ganz eben am Main-Donau-Kanal entlang. Die 2 Stunden verliefen überraschenderweise sehr gut und ich bin in einer 5:26er Pace gute 22 Kilometer gelaufen. Alles genau so, wie es der Trainingsplan vorgegeben hat.

Fazit der Woche 9: „An Grenzen gehen, kann heißen Grenzen verschieben, doch immer schön vorsichtig sein!“

Noch ein kurzer Blick auf die Zahlen der letzten Wochen:

EinheitAnzahl EinheitenUmfang gesamt
Laufen455 km
Rennradfahren2110 km
Schwimmen24,2 km
Yoga10:23h
Krafttraining00 h

Triathlon First-Timer

Schon die ganze Woche vor dem Wettkampf war ich so aufgeregt, als ob es mein Erster wäre. Warum nur war ich so aufgeregt? An den unterschiedlichen Disziplinen konnte es nicht liegen, die hatte ich mittlerweile alle drauf. Laufen kein Problem, Radfahren kein Ding und Schwimmen … 500m waren locker drin. War es vielleicht die Kombination aus allen drei Disziplinen? Das erste Mal alles in einem Wettkampf eng getaktet abzuliefern? Das Gute war, die Nacht vor dem Wettkampf war entspannt und ich konnte gut schlafen. Was sollte also eigentlich schief gehen?

Ich begann schon am Mittwoch mit den Vorbereitungen. Eine Liste zu schreiben, um ja nichts zu vergessen. Noch ein paar Tipps im Internet zu lesen und die Wettervorhersage zu verfolgen, die zu Beginn eine insgesamt feuchte Veranstaltung versprach.

Früh damit zu beginnen sein Equipment zu prüfen und zusammenzutragen zahlte sich wirklich aus. Als ich am Mittwoch mein Rennrad checkte, musste ich feststellen, dass mein hinterer Reifen eine nicht unerhebliche Beschädigung aufwies. So orderte ich noch schnell zwei neue Reifen, die zum Glück am Donnerstag schon eintrafen und schnell ausgetauscht waren. Freitagmittag drehte ich noch eine letzte Runde mit dem Rad um zu sehen ob auch technisch alles ok war. Schaltung arbeitete optimal und sonst gab es auch keine beunruhigende Geräusche.

Am späten Freitagnachmittag packte ich alles ins Auto, um den restlichen Tag noch etwas zu entspannen und möglichst früh ins Bett zu gehen. Mein Wecker sollte am nächsten Morgen um 5:00 Uhr klingeln, nach Weiden in der Oberpfalz sind es ca. 1 1/4 Stunden Fahrzeit. Um 22:00 Uhr lag ich im Bett und konnte überraschenderweise sehr schnell einschlafen. Punkt 5:00 Uhr ging der Wecker und ich war sofort top fit. Schnell noch die Radflasche aufgefüllt, etwas zu Essen für unterwegs eingepackt, einen Cappuccino genossen und schon ging es um kurz nach 5:30 Uhr los.

Das Wetter schien es gut mit uns zu meinen, es waren zwar nur 15-16 Grad, aber zumindest regnete es nicht mehr. In Weiden angekommen, holte ich mir zuerst mal meine Startunterlagen und sah mir dann kurz den Wettkampfbereich an. Aufgrund der Hygieneregeln war alles sehr entzerrt, es waren insgesamt nur 200 Starter für den Sprint und Super-Sprint zugelassen.

Badeweiher des Schätzlebades in Weiden i.d.O.

Das Schwimmen fand deshalb in dieses Jahr auch im großen Badeweiher des Schätzlebades statt und nicht wie sonst im dazugehörigen 50m Becken. Auf das Freiwasserschwimmen freute ich mich schon besonders, sollte es doch mein erstes Mal sein. In der letzten Info-Mail des Veranstalters hieß es, das Neoprenanzüge wohl nicht erlaubt wären, da die Wassertemperatur noch 25 Grad betrug. So hatte ich auch keinen Neo dabei, denn 500m sollten ja eigentlich so gehen!

Wechselplatz

Ich checkte mein Rad ein und bereitete alles in der Wechselzone vor. Mit meinem Wechselplatz hatte ich wirklich Glück, denn er lag jeweils sehr nahe an der Rad- und Laufstrecke. Ich ging alles 2-3 Mal durch und hoffte alles würde passen und ich hätte nichts vergessen.

Die letzten 30 Minuten verbrachte ich in meinem Auto, war es da doch etwas wärmer als außen. Mein Start war um 8:15 Uhr und ich sollte mich 15 Minuten vorher im Startbereich einfinden. Die Teilnehmer sollten jeweils im Abstand von 10 Sekunden starten und so war es gut etwas früher da zu sein, um nicht in Hektik auszubrechen. Wie ich jetzt feststellte trugen fast die Hälfte aller Teilnehmer einen Neoprenanzug … mhhh … wäre vielleicht doch nicht schlecht gewesen!?

Doch jetzt war es soweit! Mein erste Sprintdistanz, mein erster Triathlon standen an. Jetzt gab es kein zurück mehr, mit oder ohne Neo.

Pünktlich um 8:15 Uhr schickte mich der Starter auf die Strecke. Das Wasser war nicht allzu warm und ich wünschte mir spontan meinen Neoprenanzug herbei. Ich kam zu Beginn gleich in einen guten Rhythmus und es schien bei meinem ersten Freiwasserschwimmen doch alles glatt zu gehen. Doch so nach 75-100m spürte ich langsam, dass ich immer hektischer atmete und unruhiger wurde. Ich versuchte langsamere und längere Züge zu machen, doch es half nichts, ich wurde immer panischer. Ich wechselte zum Brustschwimmen und bekam nicht mal mehr hier einen sauberen Schwimmstil hin. „Was ein schei…“ dachte ich und versuchte irgendwie wieder ruhiger zu werden. Mein Schwimmstil ähnelte wohl eher einem Nichtschwimmer, der irgendwie versuchte sich über Wasser zu halten. Langsam wurde ich wieder etwas Ruhiger und wechselte zwischen Kraulen und Brustschwimmen. Natürlich wurde ich von Anderen überholt, doch das kümmerte mich zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht. Irgendwie schaffte ich es schließlich das rettende Ufer zu erreichen und war erleichtert nun nur noch Radfahren und Laufen zu müssen.

Auf den 300m bis zur Wechselzone versuchte ich weiter meinen Puls und meine Atmung unter Kontrolle zu bringen, was mir auch etwas gelang. An meinem Rad angekommen zog ich mir schnell die Radschuhe an, schnallte mir das Startnummernband um, setzte den Helm und die Brille auf und schon ging es ab zum Radfahren. Die 50m bis zur Startlinie fürs Radfahren, trieben meinen Puls gleich wieder in die Höhe.

Ich beschloss, zu Beginn nicht gleich voll in die Pedale zu treten. Ich wollte meinen Rhythmus finden und den Puls wieder in einen besseren Bereich zu bringen. Der erste Kilometer der Strecke, die zweimal gefahren werden musste, ging leicht bergauf und erst nach einer 45 Grad Rechtskurve ging es dann wieder leicht bergab. In dem kurzen Bergabstück schaffte ich es dann endlich ruhig zu werden und Fahrt aufzunehmen. Jetzt begann es zu laufen und Spaß zu machen! Mein Ziel war jetzt, zumindest ein paar von denen die mich im Wasser überholt hatten, wieder einzuholen.

Bevor ich aber dazu kam jemanden zu überholen donnerte der Erste auf einem Zeitfahrrad an mir vorbei. Die Dinger sind halt doch noch mal eine ganz andere Kategorie, da kann meine „Alte Lady“ nicht mithalten. Doch auch für mich kam der Erste zum Überholen in Sicht und ich schaffte es gerade noch so vor dem nächsten Überholverbot (180 Grad Wende). Die 180 Grad Wenden waren nicht ohne, da die Straße, vom Regen der der Nacht, immer noch komplett nass waren. Ich konnte meine Geschwindigkeit immer gut über 35 Km/h halten und musste nur in den Kurven abbremsen.

Rennanalyse-Radfahren

Meine „Alte Lady“ lief ganz gut, auch wenn die Schaltung, die eigentlich optimal eingestellt war, heute etwas ratterte. Als ich mich in die zweite Runde aufmachte, nahm ich zum ersten Mal zumindest ein paar Zuschauer wahr. Aufgrund der Hygieneregeln waren Zuschauer und Begleitpersonen bei Erwachsenen heute verboten, womit wir Sportler eigentlich komplett auf uns gestellt waren. Doch die paar Anfeuerungsrufe taten gut und der Start im meine zweite Runde war super. Wenn man einmal die Strecke kennt, geht die zweite Runde um so schneller vorbei. Wobei bei mir die beiden Runden bis auf ein paar Sekunden gleich schnell waren. In der zweiten Runde konnte ich noch mal ein paar andere Teilnehmer überholen, was meinem Radfahrerego ganz gut tat.

Nach 31:00 Minuten hatte ich die 17,8 km (sollten eigentlich 19 km sein) hinter mich gebracht, was einen Schnitt von 34,5 km/h bedeutete. Der Wechsel verlief super. Ich warf meinen Helm und meine Brille hin, wechselte in die Laufschuhe und war nach nicht mal 1 Minute auf der Laufstrecke.

Jetzt also noch 5 km Laufen!

Hier war es wieder das gleiche Spiel wie zuvor, möglichst schnell in einen angenehmen Rhythmus zu kommen und nicht zu überpacen. Die Strecke verlief um die angrenzenden Weiher, wozu der vorher durchschwommene Badeweiher gehört. Die Strecke war wohl eine Notlösung, denn wirklich schön zu laufen war diese nicht. Die Bodenbeläge änderten sich ständig und man musste zwischendurch wirklich aufpassen wohin man trat. Ziel war eine 4:45er Pace und immer wenn ich zu schnell wurde bremste ich mich etwas. Beim Laufen spürte ich meine Arme, bzw. das, was sie beim Schwimmen schon geleistet hatten und so kam mir mein Laufstil heute auch nicht ganz so locker und rund vor. Es galt 4 Runden zu laufen und nach dem die ersten beiden hinter mir lagen konnte ich den Rest genießen.

Als Sprecher hatten die Veranstalter Stephan Irrgang und Rudi Obermeier verpflichtet. Beide kenne ich von verschiedenen Trailveranstaltungen. Sie hatten für den heutigen Tag wieder die richtigen Sprüche auf Lager!

Zu Beginn der letzte Runde hatte ich schon fast 5 km auf der Uhr. Sollten es nicht insgesamt nur 5 km zu Laufen sein? Wie dem auch sei, ich zog das Tempo noch einmal leicht an und war nach 27:13 Minuten Laufzeit im Ziel.

Rennanalyse-Lauf

Insgesamt brauchte ich 1:11:56 für meinen ersten Triathlon.

Doch war ich wirklich happy?

Irgendwie ja und irgendwie nein! Die Sache mit dem Schwimmen hat mir die Freude etwas verdorben. Jetzt weiß ich, was im nächsten Frühjahr bei mir sehr regelmäßig im Trainingsplan stehen wird: FREIWASSERSCHWIMMEN !!!

Was Ihr da aber auch raushören könnt: Es wird nicht mein letzter Triathlon gewesen sein, ich bin angefixt und sehe noch viel Potential besser zu werden.