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Triathlon Feuchtwangen 2023

Mit wenig Training in den ersten Triathlon des Jahres, kann nur heißen … „Kein Stress und alles locker angehen!“

Nach einer Woche mit extrem viel Regen und Temperaturen um die 10-14 Grad meinte es der Wettergott am vergangenen Sonntag gut mit uns. Zumindest regnete es nicht mehr und sogar die Sonne kam etwas zum Vorschein. Die Temperaturen lagen aber leider immer noch bei nur 12 Grad und so schnell würde es wohl auch nicht wärmer werden.

Die ganze Woche hatte wohl jeder Teilnehmer des Feuchtwanger Triathlons, die Entwicklung der Wassertemperaturen verfolgt und es sah nicht gut aus. Es wurden am Wettkampftag dann gerade so 16 Grad Wassertemperatur erreicht. Dass bedeutete es gab keine Neopflicht mehr, doch 95% aller Teilnehmer entschieden sich für den Neopren, mich eingeschlossen.

Kaltes Wasser war und ist nicht mein Ding und ich habe schon zwei Mal schlechte Erfahrungen bei solchen Bedingungen gemacht.

„DIE KÄLTE“

Positiv Denken war hier angesagt und nach dem Einstellen vom Rad und dem einrichten der Wechselzone hieß es warten bis zur Wettkampfbesprechung.

Wechselzone – Klein aber fein!

In der Wettkampfbesprechung gab es nichts wirklich Neues, wichtigstes Thema war auch hier die niedrige Wassertemperatur. Jetzt hieß es sich auf den Start vorzubereiten und alle schlechten (kalten) Gedanken auf Seite zu schieben.

Mein Gruppe startete als 2tes und bevor es losging war sogar noch etwas Zeit, sich mit dem kühlen Nass vertraut zu machen. Beim erste Eintauchen schoss mir die Kälte sofort in den Körper, doch nach ein paar Zügen fühlte es sich gar nicht mehr so schlimm an.

Einschwimmen bei 16 Grad

Wir waren nur zu viert auf der Bahn, was genügen Platz für alle bedeutete und pünktlich um 10:50 Uhr viel der Startschuss. Die ersten zwei Bahnen liefen noch richtig gut. Ich kam zwar nicht in meinen Rhythmus, war aber guter Dinge.

Die dritte Bahn war dann der Horror! Ich merkte wie mein Puls in die Höhe schoss und ich fast keine Luft mehr bekam … nicht schon wieder!

Das Bild sagt wohl Alles!

Irgendwie schaffte ich es noch bis zum Ende der Bahn und musste erst einmal eine Pause einlegen um wieder zu Atem zu kommen. Es kam mir vor als würde mir der Neopren den Brustkorb zuschnüren. Der Puls raste und ich schnappte nach Luft. Mein Supporting Team (Tochter mit Freund) kamen sofort zu mir und wollten wissen was los ist. Ihre Anwesenheit tat so gut und langsam beruhigte sich mein Puls etwas und ich bekam wieder besser Luft.

Aufgeben oder es weiter probieren?

Ich ging auf die nächste Bahn. Nach ca. 25 m war der Puls wieder extrem hoch und die Atemnot wieder da. Also Stellte ich auf Brustschwimmen um, was das Ganze aber nicht wirklich verbesserte. Immer wieder kam mir der Gedanke auszusteigen, aber es waren nur 500 m zu schwimmen. Die paar Meter sind normalerweise überhaupt kein Problem, doch heute schienen sie kaum machbar. Am anderen Ende der dritten Bahn wurde ich auch gleich gefragt, ob alles ok sei. Ich machte wieder eine Pause und so ging es dann Bahn für Bahn. Irgendwann durfte ich endlich aus dem Wasser, jetzt konnte es nur besser werden.

Hinweis: An alle, die einmal in eine ähnliche Situation kommen: „STEIGT AUS!“ Ich habe mich erst danach schlau gemacht, was so etwas bedeuten kann –> SIPE-Syndrom

Am Anfang noch recht benommen verlief der erste Wechsel ganz gut. Die Wege zum Rad und zur Strecke waren kurz, ich nahm mir etwas Zeit um wieder zur inneren Ruhe zu kommen. Da die Temperaturen immer noch nicht besser waren, beschloss ich ein Shirt über den Einteiler anzuziehen, um ja nicht noch mehr auszukühlen.

Endlich auf dem Rad, eiskalte Beine, aber einen extrem starken Willen, jetzt endlich Gas zu geben.

Die Strecke war ein leicht welliger Rundkurs, die Anstiege nicht zu hart und fast kein Wind. Meine Beine tauten nur langsam auf, doch es lief immer besser und ich konnte die, die mich im Wasser „zurückgelassen“ hatten, langsam wieder einsammeln.

Ab Kilometer 10 war alles was vorher passiert ist vergessen und es lief wie geplant. Der Schnitt von fast 30 km/h nach 20 Kilometern, war auf Grund der Bedingungen mehr als ok. Jetzt ging es mit Vollgas in den zweiten Wechsel.

Beim Einlaufen in die Wechselzone hab ich nicht richtig zugehört, wo ich lang laufen muss. Nach einer kurzen Korrektur durch den Sprecher und ein paar aufmunternden Worten, fand ich dann doch noch den richtigen Weg. Das Publikum amüsierte es und zauberte mich ein lächeln ins Gesicht.

So viel Spaß kann Triathlon machen

Nicht mal eine Minute dauerte der zweite Wechsel und schon war ich auf der 5 km Laufrunde.

Immer noch mit einem kleinen Grinsen im Gesicht verließ ich die Wechselzone, was ich zu dem Zeitpunkt wirklich gedacht habe … keine Ahnung.

Auch die Laufstecke war recht wellig. Die leichten Anstiege spürte man sofort in den Beinen, um so lockerer ging es in die kurzen bergab Stücke. Anvisiert war eine Pace von 4:45 – 5:00 min/km, doch es lief und so war es am Ende ein Durchschnittspace von 4:31 min/km.

Nach insgesamt einer Stunde und zwanzig Minuten war er dann da, der Zieleinlauf. Zwischenzeitlich hatte ich gar nicht mehr damit gerechnet diesen Triathlon zu beenden, um so erleichterter war ich im Ziel.

Erleichtert und total glücklich im Ziel

Der Blick auf die Zeiten sagt alles und wäre das Schwimmen nicht gewesen, wäre es ein guter erster Triathlon in diesem Jahr gewesen.

Am Ende möchte ich mich noch einmal bei allen Bedanken, die diesen Triathlon ausgerichtet haben. Ihr habt für eine tolle Stimmung gesorgt, wenn beim nächsten Mal das Wasser noch etwas wärmer ist, ist alles TOP!

Verspäteter Trainingsbeginn in 2023

Es ist wichtig, dass man in bestimmten Phasen des Lebens Prioritäten setzt und da kann der Sport leider nicht immer an erster Stelle stehen.

Ich hatte zu Beginn dieses Jahres zunächst keine hohen Erwartungen für die Triathlon-Saison 2023 und wollte nur an 1-2 Wettkämpfen teilnehmen und dabei lediglich das Ziel haben, anzukommen.

Es dauerte noch bis Ende März, Anfang April bis ich mir den Erlanger Triathlon, der Ende Juli stattfindet, als Hauptwettkampf für dieses Jahr festlegte. Daraufhin begann ich , einen Trainingsplan für die kommenden 14 Wochen bis zum Wettkampf aufzusetzen und war fest entschlossen, diesen durchzuziehen.

Zwar hatte ich in den Monaten zuvor Sport getrieben und meine Grundfitness war immer noch sehr gut, doch sich in nur 14 Wochen auf eine Mitteldistanz vorzubereiten bedeutet viel Willenskraft und ein bisschen Mut zur Lücke.

Genau am 14. Mai startete meine Vorbereitung für die Mitteldistanz und aktuell habe ich den ersten 4 Wochen Block fast hinter mir. Die erhöhte Belastung ist deutlich spürbar. Vor allem in der 3ten, der harten Woche, ging ich fast jedes Mal müde in die nächste Trainingseinheit und beendete sich doch immer mit einem kleinen Grinsen im Gesicht.

Gute 3 Wochen mit 23 Trainingseinheiten haben mir aber gezeigt, dass wenn ich weiter so trainiere, ich höchstwahrscheinlich nicht über die Ziellinie kriechen werde, sondern sie grinsend und laufen überschreite.

Aktuell befinde ich mich in meiner Jokerwoche (Regenerationswoche) in der eigentlich nur 4 lockere Einheiten mit jeweils maximal 1 Stunde stehen. Doch am Sonntag steht der erste kurze Test beim Feuchtwanger Triathlon über die Sprintdistanz an. Hier hatte ich mich eigentlich angemeldet, um den ersten Triathlon mit meiner Tochter zu bestreiten, doch leider kann sie nicht teilnehmen und so liegt es am mir, die Familienehre zu retten.

Die Wetteraussichten für Sonntag sind miserabel und meine Lust auf eine Teilnahme liegen aktuell bei 10%. Hoffentlich wird die Wetterprognose besser! Drückt mir und allen anderen Startern die Daumen.

TTB #60 – Ready To Race!?

Langsam wird es Zeit herauszufinden, ob sich das Training der letzten 11 Wochen wirklich auszahlt!

Durchschnittlich 10 Stunden Training standen pro Woche auf dem Plan und ich bin zum Glück vollkommen verletzungsfrei durch diese Zeit gekommen. Ob dass schon bedeutet, dass ich fit genug für eine Mitteldistanz bin wird sich zeigen. Die spontane olympische Distanz direkt aus dem Training heraus in Trainingswoche 9 hat mir zwar gezeigt, dass ich mich weiterentwickelt habe, doch eine Mitteldistanz ist noch mal eine ganz andere Hausnummer.

Die 10te Trainingswoche war geprägt vom Lauftraining, da ich dort aktuell meine größte Herausforderung sehe. Nicht dass ich einen Halbmarathon nicht laufen kann, aber einen Halbmarathon nach 1,9 km Schwimmen und 90 km Rennradfahren zu laufen, ist nochmal etwas ganz anderes. Aus diesem Grund muss die Laufform optimal sein, also viele Kilometer im GA1 sammeln.

Beim Schwimmtraining lag der Fokus wieder auf längeren Intervallen mit sauberer Technik. Beide Schwimmeinheiten verliefen wieder richtig gut und ich mache mir keine Sorgen mehr, dass ich hier zu Beginn zu viel Kraft lasse. Wichtig ist und bleibt für mich, gleichmäßig und ohne Hektik zu schwimmen.

Beim Radtraining habe ich wieder meine gewohnten 100 Wochenkilometer abgespult, nicht wirklich viel, aber in Kombination mit allem Anderen genug für mich. Beim Rennradfahren muss ich mich immer zurückhalten halten um nicht zu viel zu powern. Ziel ist es eher eine höhere Trittfrequenz zu treten, aber Insgesamt lief es beim Radfahren super.

Fazit der Woche 10: „Training braucht Willenskraft und wo die ist, ist Training immer möglich!“

Und schon befinden wir uns zwei Wochen vor meinem ganz privaten Race Day und damit beginnt auch die Tapering-Phase. Mein Tapering wird so aussehen, dass ich in der 2ten Woche vor der Mitteldistanz, das Training in der Intensität auf 75% herunterfahre und in der letzten Woche sogar auf unter 50%. Ich hoffe dadurch am Race Day wirklich voll regeneriert zu sein und das alle Speicher voll sind. Dazu gehört natürlich auch viel Schlaf, wenig Stress und eine ausgewogene Ernährung.

In der 11ten Trainingswoche fokussierte ich mich noch einmal auf das Schwimmen und hier auf zwei Einheiten mit möglichst langen Intervallen. Bei der ersten Einheit waren dies 3x 400m und bei der zweiten 2x 800m. Beide Einheiten liefen super, vielleicht auch weil ich wieder im Neo unterwegs war (Der Sommer machte mal wieder Pause). Es motiviert mich sehr wenn das Schwimmen kein Kampf ist, sondern locker abläuft.

Die Laufeinheiten in dieser Woche waren ein Mix aus langsamen Läufen und einer Einheit mit ein paar Steigerungsläufen. Den lange Lauf am Wochenende beschränkte ich auf 2 Stunden und lief ihn im unteren GA1 Bereich, um ja nicht zu viel zu machen.

Gleiches galt für die Radeinheiten, die ich auf Freitag und Samstag legte, um ohne Zeitdruck unterwegs zu sein. Es waren zwei lockere Ausfahrten, mit insgesamt 100 km. Am Anfang vom Training für die Mitteldistanz musste ich immer ganz schön pushen, um am Ende auf einen 30er Schnitt zu kommen, mittlerweile ist er bei lockeren Ausfahren zum Standard geworden. Wie schon geschrieben, beim Radfahren und Schwimmen sehe ich aktuell meine größten Fortschritte, doch auch immer noch extrem viel Potential. Hoffen wir dass das Schwimmen in diesem Winter wieder möglich ist, um hier weiter konstant an einer Steigerung arbeiten zu können.

Fazit der Woche 11: „Weniger ist mehr, doch die Beine still zu halten ist schwer!“

Da ich sehr oft gefragt werde, wo ich den Starte, also wo ich meine Mitteldistanz absolviere, hier die Antwort. Ich mache einen DIY Triathlon (Do It Yourself Triathlon), heiß ich organisiere alles selber und bin bei keiner offiziellen Veranstaltung. Warum so und nicht anders? Aufgrund der Pandemie war und ist es immer noch sehr unsicher welche Rennen überhaupt stattfinden und ich wollte ein fixes Datum an dem ich mein Ding auf jeden Fall durchziehe. Ich mache diesen Triathlon für mich, es ist meine Herausforderung und es wird ablaufen wie bei einer Veranstaltung … Keine Pausen … keine Gnade!

Noch ein kurzer Blick auf die Zahlen der letzten Wochen:

EinheitAnzahl EinheitenUmfang gesamt
Laufen 108,4 km
Rennradfahren 212,1 km
Schwimmen 8,9 km
Yoga 00:30 h
Krafttraining 00:45 h

TTB #59 – Der Tag X rückt näher

Wieder eine Trainingswoche ist rum, es war die 9te Woche in meinem Weg zur Mitteldistanz im Triathlon und zum Berlin Marathon.

Die 9te Woche sollte die Woche der Wahrheit sein! Warum lest Ihr etwas später in diesem Beitrag.

Angefangen hat alles ganz harmlos mit einer Schwimmeinheit am Montag. Nach dem Einschwimmen standen hier 2x 1.000 Meter an, um auch im Schwimmen die Grundauslagendauer weiter auszubauen, also lange gleichmäßig mit 3er Atmung schwimmen. Da das Wasser nur 21 Grad hatte und die Luft auch nicht wesentlich wärmer war, war ich im Neo unterwegs und die 1:58 min/100m waren für mich mehr als ok.

Am Dienstag gab es dann eine nette Koppeleinheit mit 1h Laufen und 1h Rennradfahren. Das Laufen war voll ok, aber das Rennradfahren auf der Rolle war tödlich. Im Sommer auf der Rolle unterwegs zu sein ist einfach nicht mein Ding, aber manchmal geht es nicht anders. Am Ende Glücklich aber fertig –> Top Einheit!

Mittwoch ging es gleich richtig weiter, denn es stand ein Lauftraining mit Intervallen auf dem Plan. Nach 10 Minuten Einlaufen gab es 6x 5 Minuten in einer 4:30er Pace mit 3 Minuten lockerem Lauf dazwischen. Am Ende noch etwas Auslaufen und meine Beine waren happy, als sie mit Massageöl mit Arnika verwöhnt wurden.

Am Donnerstag gönnte ich mir dann meinen Regenerationstag, um für den Freitag fit zu sein.

Der Freitag, der Tag an dem ich einfach mal einen Test DIY Triathlon über die olympische Distanz absolvieren wollte.

Warum, naja ich hatte in verschiedenen Artikel gelesen, dass es Sinn machen würde, im Monat vorher mal einen Testdurchlauf zu machen, vor allem wenn man bis jetzt nur eine Sprint-Distanz gemacht hat.

Also warum nicht 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen?

Die Temperaturen waren nicht gerade sommerlich, also gleich mal den Neo angezogen. Das Schwimmen verlief richtig gut und gleichmäßig. Nach 29:29 Minuten stieg ich aus dem Wasser und versuchte möglichst schnell zu meinem Auto und somit zu meinem Rennrad zu kommen. Hier muss ich erwähnen, dass ich ganz normal im Freibad geschwommen bin und teilweise schon etwas komisch angeschaut wurde, vor allem als ich mich aus dem Neo geschält hatte und im Triathlon Einteiler da stand.

Der Wechsel dauerte aus diesen Gründen etwas über 7 Minuten, doch der Wechsel auf’s Rennrad verlief wirklich gut, nur musste ich mich zu Beginn durch den normalen Autoverkehr wühlen. Plötzlich auftauchende Baustellenampeln sind da nicht förderlich und so habe ich auf den 40 km auch nicht alle Verkehrsregeln befolgen können bzw. befolgen wollen. Ein Schnitt von 31,5 km/h ist aufgrund des Ausbremsens im Verkehr und dem 25 km, andauernden Gegenwind, wirklich ok.

Der Wechsel zum Laufen lief super, vor allem weil er auch Zuhause erfolgte und so war ich nach 2 Minuten wieder unterwegs. So richtig locker lief es beim Laufen nicht und es lag nicht an den Beinen. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass es mir den Brustkorb zuschnürt. Warum, wieso, weshalb … keine Ahnung! Doch durchgebissen und und am Ende waren es 49:39 Minuten für die 10 km.

Resultat/Erkenntnis: Eine olympische Distanz in 2:46:58, mal ebend so aus dem Training heraus … vollkommen ok!

Danach war die Woche natürlich noch nicht zu Ende, es gab ja noch einen Samstag und Sonntag!

Am Samstag sollten es nur lockere 2 Stunden auf dem Rennrad sein, also ca. 60 km. Ganz so locker wurden die 2 Stunden dann aber nicht, aber dass lag wohl am Vortag. Schwere Beine, schmerzender Rücken und etwas Unlust!

Der Sonntag machte mir schon eher sorgen, noch mal 2 Stunden Laufen mit den Beinen!? Meine Strecke verlief, wie die geplante Strecke für die Mitteldistanz, ganz eben am Main-Donau-Kanal entlang. Die 2 Stunden verliefen überraschenderweise sehr gut und ich bin in einer 5:26er Pace gute 22 Kilometer gelaufen. Alles genau so, wie es der Trainingsplan vorgegeben hat.

Fazit der Woche 9: „An Grenzen gehen, kann heißen Grenzen verschieben, doch immer schön vorsichtig sein!“

Noch ein kurzer Blick auf die Zahlen der letzten Wochen:

EinheitAnzahl EinheitenUmfang gesamt
Laufen455 km
Rennradfahren2110 km
Schwimmen24,2 km
Yoga10:23h
Krafttraining00 h

Einfach nur einen Marathon laufen!

Wenn das ein normales Jahr gewesen wäre, wäre am 27.09.2020 um ca. 09:15 Uhr der Start zum Berlin Marathon gewesen. Doch was ist dieses Jahr schon normal?

Auch wenn nichts normal ist, kann man trotzdem mal einen Marathon laufen. Einfach so … dachte ich mir!

Also hieß es am Sonntagmorgen des 27.09.2020, um kurz nach 8:30, Laufklamotten anziehen und loslaufen.

Natürlich hatte ich mich in den vergangenen Wochen schon etwas darauf vorbereitet, doch so eine richtige Marathonvorbereitung war es nicht. Ich hatte ein paar lange Läufe in den Beinen und durch das viele Rennradfahren sollte ich eigentlich fit genug sein. Der Plan war den Marathon in einer Zeit zwischen 3:30:00 und 3:45:00 zu laufen, also entweder es lief top oder ich schaffe es!

Die Strecke hatte ich bewusst sehr flach ausgewählt, um nicht noch unzählige Höhenmeter zu sammeln und so lief ich also los.

Meine Pace lag auf den ersten 10 Kilometern immer knapp unter 5:00 min/km und der Puls war in einem guten Bereich. Ich fühlte mich überraschender Weise richtig gut und konnte mir vorstellen so auch noch die nächsten 32 km weiterzulaufen.

So ab Kilometer 13-14 merkte ich warum die ersten Kilometer noch so locker waren. Ich hatte die ganze Zeit einen leichten Rückenwind gehabt, der ab jetzt von Vorne kam. Die Strecke war eigentlich so geplant, dass ich nie direkten Gegenwind haben sollte. Der Plan wäre aufgegangen wenn der Wind wie meistens aus Westen gekommen wäre. Heute hatten wir leider den Wind aus Süden und so war mir plötzlich klar, dass ich jetzt erstmal für 22 km einen guten Pace-Dämpfer bekommen würde.

Doch es lief immer noch gut und ich konnte die Pace weiter halten. Bis Kilometer 20 kam, ab da begann so langsam das Leiden des nicht durchtrainierten Marathonläufers. Am Anfang wurde ich nur unmerkbar langsamer, ich spürte wie mein Magen so langsam keine Lust mehr hatte und ich musste mich zwingen weiter zu Trinken. Auch die Beine zeigten mir so langsam auf, dass sie doch keine Lust auf Marathon haben. Es zwickte mal im linken Oberschenkel, dann in der rechten Wade und dann dort dort und dort.

Bei Kilometer 30 ging die Pace so langsam in Richtung 5:30 min/km und meine Gedanken in Richtung aufgeben, bzw. abkürzen und nach Hause gehen/laufe/kriechen. Zum Glück hatte ich vorher schon einen kleinen Plan gehabt, da mir klar war, dass das Ende hart werden könnte. Bei Kilometer 33 wartete meine Frau auf mich, sie sollte mich auf den letzten 9 km begleiten. So stand ich vor der Entscheidung, Frau anrufen und jammern „mimimimi“ oder aber erstmal bis Kilometer 33 weiterzulaufe und dann sehen wie es so um mich bestellt ist.

Es ging weiter, denn ein DNF war für mich heute keine Option.

Als ich bei Kilometer 33 meine Frau traf, merke sie gleich, dass es heute für mich kein Spaziergang war. Doch sie zu sehen motivierte mich ungemein und so machten wir uns auf, die letzte 3 km gegen den Wind zu bezwingen, um sich dann nochmal 6 km vom Wind tragen zu lassen. Naja, so vom Wind tragen lassen war es jetzt nicht gerade. Es war mehr ein … jetzt nicht stehen bleiben! Diese letzten Kilometer waren wirklich hart und ich habe bei einem Marathon bzw. Ultra noch nie so auf den letzten Kilometern gekämpft wie bei diesem.

Nach 3:41:27 Stunden war es endlich geschafft, ich konnte meinen Marathon für dieses Jahr abhaken!

… und nächstes Jahr ist es hoffentlich alles wieder normaler und wir alle können wieder gut vorbereitet den Berlin Marathon laufen.

1. Spendenlauf Zirndorf

Nach dem die Runde Yoga am Morgen mir richtig gut getan hat, bin ich ganz locker an den Start zum 1. Spendenlauf Zirndorf gegangen. Die Spenden, die mit diesem lauf gesammelt werden, sind für die Elterninitiative krebskranker Kinder e.V. Nürnberg.

Der 15.02. ist zusätzlich der internationale Kinderkrebstag, was den Zweck der Veranstaltung noch verdeutlicht.

Das Starterfeld versammelte sich erst wenige Minuten vor dem Start und keiner traute sich so recht ganz nach vorne. Der Organisator und ein paar „höhere“ Tiere ließen noch ein paar Worte verlauten, bis von 10 aus runtergezählt wurde und der Start freigegeben war.

Ich hatte mich ja schon relativ weit vorne eingeordnet um nicht im Feld hängen zu bleiben, doch plötzlich fand ich mich an 6ter oder 7ter Position wieder. Blick auf die Uhr … mhhh 4:20er Pace … etwas zu schnell für mich am Anfang, aber hier waren ganz andere am Start, da sollte ich eigentlich viel weiter hinten sein.

Ich beschloss erstmal meinen Stiefel so weiterzulaufen und so nach und nach überholten mich doch endlich andere Läufer. Wäre ja sonst auch eine etwas verdrehte Welt gewesen. Die Strecke war geprägt durch kleine Fußwege mit wenig Platz, ab und zu mal etwas bergauf und bergab. So 20 Höhenmeter auf der 3,1 km langen Runde, nicht viel, doch genug um den Puls immer wieder in die Höhe treiben zu lassen.

Die erste Runde lief ganz gut und ich schaffte es mich auch etwas zu bremsen und war jetzt mit einer 4:30er Pace unterwegs. Nach der ersten Runde hatte ich meinen Rhythmus gefunden, das einzigste was mich echt irritierte waren die Jungs wenige Meter hinter mir. Sie waren fast zu mir aufgelaufen und unterhielten sich die ganze Zeit sehr angeregt. Irgendwann drehte ich mich mal um und frage Sie ob sie mich nicht endlich mal überholen könnten ich würde schon ganz wuschig werden. Sie lachten nur und schlossen ganz zu mir auf, kurz noch ein paar Worte gewechselt und sie zogen endlich an mir vorbei.

Die zweite Runde ging zu Ende und meine Frau stand immer wieder da und machte brav Ihre Fotos und feuerte mich an. Die Pace für die Runde lag bei einer 4:35, immer noch etwas zu schnell, aber schauen wir mal wie es die letzte Runde so läuft.

Unterwegs traf ich immer wieder auf bekannte Gesichter und da wurde dann immer brav abgeklatscht. Auf der letzten Runde kam ich auch an immer mehr Feuerwehr-Männern und Frauen in voller Montur und teilweise sogar mit Gasflasche vorbei. Ich zollte jedem meinen Respekt, Wahnsinn was die Jungs hier abliefern.

Und dann war sie auch schon vorbei, die dritte Runde und am Ende standen nach den 9,36 km eine 42:28 auf der Uhr und somit eine 4:32er Pace. Alles gut, alles richtig gemacht und vor allem viel Spaß gehabt.

Datum/UhrzeitSamstag, 15.02.2020 / 14:00
DisziplinLaufen
Dauer42:28
Distanz9,36 km
Positiver Höhenunterschied 61 m
IntensitätHart
Ø-Herzfrequenz 162 bpm
Max. Herzfrequenz 188 bpm
Ø-Pace 4:32 min/km
Ø-Schrittfrequenz 175 spm
Ø-Power 270 W
Link zuStrava

IndoorMarathon 2018 – 55 Runden durchs Nürnberger TÜV Gebäude

Manchmal ist ein Bericht schnell geschrieben und manchmal dauert es eben bis ein Bericht geschrieben ist. Dieses Mal dauerte es etwas länger, denn irgendwie habe ich keine Ruhe gefunden, meine Erlebnisse bei meinem ersten IndoorMarathon in Worte zu fassen.

Viele können es schon nicht verstehen, wenn man einen Halbmarathon oder Marathon läuft, läufst Du einen Ultra erntest Du Kopfschütteln und wenn Du dann erzählst dass Du einen Marathon Indoor läufst, auf einer Runde von etwas mehr als 760 Meter und über zwei Stockwerke in einem „normalen“ Bürogebäude, erklärt man dich endgültig für verrückt.

Das erste Mal stieß ich auf diesen Lauf vor 1 Jahr, doch zuerst war er ausgebucht, dann hatte ich einen Nachrückerplatz und dann wurde ich krank. So wollte ich dieses Jahr endlich mal an diesem Lauf teilnehmen und war einer der Ersten, die sich angemeldet haben als die Anmeldung geöffnet wurde.

Bevor ich zum Tag des Laufes komme noch kurz ein paar Informationen zu dem Lauf. Er findet jedes Jahr im Gebäude des TÜV Rheinland in Nürnberg statt und es wird die Halbmarathon und Marathonstrecke angeboten, wobei man den Marathon auch als Staffel laufen kann. Beim Marathon geht es über 55 Runden, wobei eine Runde ca. 760m ist und über das Erdgeschoss und den Gängen des Kellers geht. Durch den Lauf über zwei Stockwerke sammelt man auch 455 Höhenmeter, die nur aus Treppen bestehen und somit irgendwann zur Qual werden. Da auf dieser Strecke nicht viel Platz ist, sind nur 120 Einzelläufer und 30 Staffeln zugelassen, also eine schöne kleine familiäre Laufveranstaltung.

Doch kommen wir endlich zum 11.11.2018 dem Tag des Laufes, an dem der Start genau um 11:11 Uhr erfolgen sollte – Beginn der närrischen Zeit!

Eigentlich ist der TÜV Rheinland von mir ja nur einen Katzensprung entfernt, doch wenn man von der falschen Zeite an das Gelände heran fährt kann es schon mal etwas länger dauern, doch irgendwann hatte ich den Parkplatz gefunden und konnte mich auf den Weg zur Startnummernausgabe machen. Name genannt, die nette Dame sucht und plötzlich ein verzweifelter Blick von ihr … sie hat meine Startnummer bereits jemand anders gegeben … ups und nun. Nach einer kurzen Recherche ist klar wer meine Nummer bekommen hat und so bekomme ich einfach seine. So diese zwei Hürden schon mal genommen, ich hoffe der Lauf birgt nicht noch mehr solcher Überraschungen.

Nachdem ich mich umgezogen habe treffe ich auf ein paar bekannte Gesichter, unter ihnen auch Uwe, der sich so richtig chic gemacht hat!

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Uwe in seinem rosa Tutu

So ein paar Läufer laufen sich hier sogar warm, doch darauf verzichte ich mal lieber und suche mir ein ruhiges Plätzchen wo ich bis zum Start sitzen kann. Um kurz nach 11:00 Uhr ist es dann so weit, noch eine kurze Einweisung vom Veranstalter, mit der Bitte im Treppenhaus nicht zu überholen und auf den Gängen immer rechts zu laufen, damit die Schnelleren links ohne Probleme überholen können.

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Kurz noch den Fasching mit einer Laolawelle eigeleitet.

Dann begaben sich alle Marathonläufer (inklusive Staffel-Läufer) zur Startlinie in einem der Gänge und so ungefähr um 11:11 Uhr gab es den Startschuss.

Da ich die 760 Meter lange Runde noch gar nicht kannte, startete ich ganz verhalten und ließ mich von den anderen Läufer erstmal mitziehen. Schon nach wenigen Metern passierten wir den eigentlichen Dreh- und Angelpunkt des ganzen Laufes, das Foyer. Hier war zum einen die Zeitmessung bzw. Rundenzählung, hier spielte die Samba Band und die meisten Zuschauer waren hier versammelt. Die Stimmung war von Anfang an der Hammer, da würde es auf keiner Runde langweilig werden.

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Nachdem man das Foyer das erst Mal passiert hatte, ging es in einer engeren Kurve um den Aufzug und dann wieder ins Foyer. Danach tauchten wir das erst Mal in einen der Gänge im Erdgeschoss ein und es ging für gute 100 Meter gerade aus. Dann kam das erste Treppenhaus, welches gut mit Matratzen ausgekleidet war, so dass sich niemand verletzen sollte, sollte man doch mal ins straucheln geraten oder eine Kurve zu eng nehmen. Dann ging es im Untergeschoss den Gang wieder zurück, bis wir uns unterhalb des Foyer befanden. Hier gab es auch die Verpflegungsstation, an der wir 55 mal vorbei kommen sollten. Die Strecke bog hier im 90 Grad Winkel nach links ab und uns schallte guter alte Rockmusik entgegen. Nach nicht mal 100 Metern erreichten wir die Musik und bogen knapp vor Ihr wieder ins Treppenhaus ab. Jetzt ging es wieder ein Stockwerk nach oben, noch konnte man 2 Stufen auf einmal nehmen und flog nur so die Treppe nach oben, wie dass nach ein paar Runden aussehen wird, wird sich zeigen. Kurz nach dem Treppenhaus erreichten wir auch wieder den Punkt von wo wir gestartet waren. Eigentlich war die Runde sehr kurzweilig und dauerte nur etwa 4 Minuten, mal sehen wie lange die Kurzweilligkeit der Runden andauern würde.

Kurz nach der Zeitmessung gab es noch eine große Leinwand auf der man seine aktuelle Platzierung und Rundenzahl ablesen konnte. Das Ablesen war meistens ganz gut möglich, doch soviel sei schon gesagt, desto mehr Runden es wurden, desto mehr schwand die Konzentration und somit auch die Fähigkeit sich beim vorbei laufen mal schnell auf einer Liste zu finden.

Und so spulte ich Runde für Runde ab, jedes mal wenn ich das Foyer passierten gab es aufmunternde Worte. Tauchte ich in die Gänge ein, wurde es wieder zum konzentrierten Lauf. Hohe Konzentration war auch jedes Mal in den Treppenhäusern gefragt, denn von Runde zu Runde wurde es für mich schwieriger die Treppen einfach fluffig herunter zulaufen und die Treppen nach oben wurden spätestens nach der 20 Runde zur Treppenwanderung.

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Blick auf die Anzeige der Runden u. Rundenzeiten

So ab Runde 20 spürte ich langsam was die wirkliche Härte dieser Strecke sein sollte, es waren nicht die Treppenhäuser, es war die stehende Luft. Man hatte zwar überall die Fenster aufgemacht, doch die Luft wurde zusehends trockener und es gab keinen kühlenden Gegenwind. An der Verpflegungsstation griff ich jede 5 Runde zu einem Becher ISO und versuchte so meinen Flüssigkeitshaushalt im Griff zu halten.

Wie immer kommt bei mir der Punkt bei einem Marathon, wo ich gerne mal kurz abbiegen würde um mich zu erleichtern und da kam hier der riesige Vorteil zu tragen, dass man in einem Bürogebäude lief. Pro Runde gab es mindestens 4-5 Möglichkeiten mal kurz abzubiegen und in Runde 24 nutze ich eine dieser Gelegenheiten. Auch ab diesem Zeitpunkt war es so, dass die Runden nicht mehr einfach so dahin flogen. So langsam fragte ich mich schon, wann ich denn endlich die Hälfte geschafft hätte. Zum Glück traf ich auf der Strecke immer mal wieder auf bekannte Gesichter und so wurde ich etwas abgelenkt.

Die Rundenzeiten schwankten schon sehr stark, da es immer darauf an kam, zu welchem Zeitpunkt man ein Treppenhaus erreichte und ob man durchlaufe/gehen konnte oder ausgebremst wurde. Eigentlich war mir das ja egal, denn die Zeit spielte nur eine untergeordnete Rolle. Ich hatte nur ein Ziel, ich wollte unter 4 Stunden bleiben.

Und so ging es weiter und weiter, Runde für Runde. Nachdem ich die 28 Runde abgeschlossen hatte, gab es einen kurzen Motivationsschub … nur noch 27 Runden.

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Noch immer voll motiviert!

Leider hielt dieser Motivationsschub nur kurz an und die Treppen nach oben wurden immer härter. Die trockene Luft setzte mir immer mehr zu und so wählte ich zweimal kurz die Möglichkeit abzubiegen, um mir eiskaltes Wasser über das Gesicht und den Nacken laufen zu lassen.

Nach meiner Kalkulation lag ich nach 45 Runden immer noch unter der 4 Stundenmarke und somit war alles gut. Als ich so bei Runde 50 wieder auf die Leinwand mit den Rundenzahlen und Zeiten schaute, kam es mir plötzlich etwas komisch vor. Irgendwie kam ich bei meiner schnellen Überschlagsrechnung nun über 4 Stunden, konnte ich nicht mehr rechnen, hatte ich etwas falsch gelesen. In der nächsten Runde schaute ich noch einmal auf die Leinwand, noch 4 Runden to go und ich hatte schon 3:48 auf der Uhr. Bedeutete ich würde etwas über 4 Stunden landen, auch nicht so schlimm, aber schon komisch.

Dann kam sie, die letzte Runde, noch einmal 760 Meter, noch einmal die Treppe runter und noch einmal die Treppe hoch und das sollte es dann sein. Auf dieser letzten Runde bedankte ich mich nochmal bei der Verpflegungsstation für die tolle Unterstützung und genauso bei der Musik im Keller, die mich jede Runde gepuscht hat.

Es war geschafft 55 Runden in einem Bürogebäude, 55 mal die Treppe runter, 55 mal die Treppe hoch und 42,195 Kilometer in den Beinen … oder?

Im Zielbereich versicherte ich mich, dass ich wirklich alle geforderten 55 Runden absolviert hatte und war dann einfach nur noch froh. Meine Uhr zeigte 44,44 Kilometer und eine Zeit von 4:06:41 an. Etwas viele Kilometer, aber vielleicht ist die Messung mit dem Stryd ja doch nicht so genau. Kaum war ich fertig kam auch schon Uwe zu mir und gratulierte mir zu diesem Lauf, er war in einer Staffel gestartet und ich hatte ihn auch unterwegs einmal getroffen.

Ich holte mir brav meine Medaille und Finisher-Shirt ab und gönnte mir dann im Sitzen ein kühles Weißbier. Das Aufstehen war schon wesentlich schwieriger und der Gang hinunter zu den Duschen war eine Herausforderung, doch endlich unter der Dusche zu stehen war dann eine Wohltat. Ich grübelte immer noch nach wo ich mich denn unterwegs verrechnet hatte, mir wurde mein Fehler aber nicht klar.

Zuhause angekommen legte ich mich aufs Sofa und lass auf Facebook die ersten Posts zu dem Lauf. Einige schrieben von Fehlern bei der Rundenzählung und mich beschlich so langsam das Gefühl, dass da auch bei mir etwas nicht passen könnte. Ein Blick auf die Ergebnisliste mit den einzelnen Rundenzeiten gab mir Gewissheit, da gab es zwei Runden, die mit der Zeit irgendwie nicht passten könnten. Ich schrieb eine E-Mail an den Veranstalter und so nach und nach wurden die Runden korrigiert.

Mein offizielles Endergebnis war am Ende dann 3:58:09, was schon eher passte, auch wenn meine letzte Runde mit einer 4:45,2 ausgegeben wurde, was nicht stimmen konnte, da ich die letzte Runde nochmal richtig Gas gegeben hatte. Was soll’s, war eher ein Funrun!

Insgesamt ist es schon eine kuriose Sache, so einen Marathon in einem Gebäude zu laufen und wer Lust hat sollte so etwas mal mitgemacht haben. Für mich war es die erste Teilnahme und aktuell würde ich nicht noch einmal teilnehmen, ich Laufe einfach viel zu gerne draußen und dass egal bei welchem Wetter.

Wer noch einen kurzen Eindruck von dem Lauf bekommen möchte der kann sich den Beitrag des BR-Fernsehen ansehen.

Bei mir neigt sich das Laufjahr jetzt so langsam dem Ende entgegen. Silvester werde ich noch beim Nürnberger Silvesterlauf über 10k starten und dann für 2 Wochen die Beine hochlege, bis es am 12. Januar zum ersten Ultratrail in 2019 geht (Taunus Ultratrail).

Bis dahin … keep on running!

19. Fränkische Schweiz Marathon

Einfach mal so einen Marathon laufen, direkt aus dem Training heraus – wieder mal eine ganz neue Erfahrung.

In nicht ganz drei Wochen geht es zum Aberland-Ultratrail und 3 Wochen davor eine lange Einheit ist eigentlich genau das Richtige. Doch 42,195 km ohne vorher getapert zu haben, habe ich bis jetzt auch noch nie gemacht. Ich war wirklich gespannt wie ich, bzw. meine Beine, diesen Marathon mit machen würden.

Mein Plan war relativ einfach: „Ich laufe einfach die ganze Strecke mit den 3:45 Pacern mit. Dann muß ich mir selber keinen Kopf machen und es wird unterwegs auch nicht so langweilig.“

Die letzten 2 Wochen vor dem Lauf, waren immer so um die 70k-Wochen, mit Trails und Bergtraining, alles was man für so einen Ultratrail trainieren sollte. Meine Beine fühlten sich die letzten Wochen wirklich super an, auch hatte ich meinen DNF vom Maintal-Ultratrail mittlerweile ganz gut verkraftet. So machte ich mich am Sonntag morgen um 7:00 Uhr auf in die Fränkische Schweiz und war trotz vieler gesperrter Straßen schon um 7:40 Uhr Vorort und nahm meine Startunterlagen in empfang. Jetzt war noch genügend Zeit sich in Ruhe umzuziehen und die anderen Kleinigkeiten zu erledigen, die vor so einem langen Lauf anstehen.

Kurz vor dem Lauf traf ich dann noch Steffen, der sich heute eine Zeit um die 3 Stunden vorgenommen hatte. Ich zitiere mal: Ich Lauf den auch nicht am Anschlag. Das ist eher so eine Art Formcheck. Ich bin ja grad mir Jörg zusammen in der Vorbereitung für Frankfurt. Ich peile irgendwas 2:59h – 3:10h an. Je nachdem wie „locker“ es sich anfühlt.“ Wenn ich 3 Stunden anpeilen würde, könnte man mich danach sicherlich auf der Intensivstation besuchen!

Dann ging es in den Startblock und ich positionierte mich sofort bei den 3:45 Pacern, sie sollten heute mein Garant dafür sein, dass ich nicht zu schnell Laufen würde. Plötzlich wurden die letzten 10 Sekunden herunter gezählt und schon ging es los. Um die 3:45 Pacer sammelten sich ca. 20 Läufer und wir rollten alle in einer 5:10er Pace dahin, was sich wirklich schön locker anfühlte.

Streckenverlauf

Die Strecke führte auf der gesperrten Bundesstraße aus Ebermannstadt heraus in Richtung Weilersbach, wo genau nach 5km der Wendepunkt war. Jetzt ging es die gleichen 5km zurück in Richtung Ebermannstadt und wir spürten warum die ersten 5km sich so locker angefühlt hatten. Wir hatten Rückenwind gehabt, was leider für die nächsten 21km Gegenwind bedeutete. Durch den Gegenwind ging die Pace auf eine 5:15er zurück, was aber kein Problem war, da wir mit einer 5:15er Pace immer noch optimal auf 3:45er Kurs lagen. Durch die nette Begleitung der Pacer verflog die Zeit wirklich schnell und erst in Ebermannstadt bemerkte ich, dass unsere Gruppe etwas kleiner geworden war, der Gegenwind scheint einigen sehr zugesetzt zu haben.

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Hier aber schon mal ein riesiges Dankeschön an unsere zwei Pacemaker Daniel (3ter von links) und Volker „Zecke“(4ter von links), die die Gruppe wirklich super über die Distanz gebracht haben.

Pacemaker

Die Strecke ist kein flacher Stadtkurs, hat zwar nur 350-400hm doch die bekommt man ab und zu zu spüren. Das erste Stück, wo man diese kleinen bösen Steigungen zu spüren bekommt ist, wenn es wieder aus Ebermannstadt herausgeht in Richtung Gasseldorf geht. Der Höhenunterschied ist minimal, zieht sich aber und wenn man vorher 11k flach gelaufen ist, spürt man ihn um so mehr. Gut zu wissen ist dann, dass bei Kilometer 12 die nächste Verpflegungsstation ist, so hat man ein Ziel was man anvisieren kann. Und hier passierte es dann auch, ich habe mir nur zwei Becher gegriffen und diese im Laufen getrunken, doch die Pacer ließen sich hier etwas mehr Zeit und so klaffte plötzlich eine Lücke zwischen uns. Es waren noch zwei andere Läufer mit mir vorne weg und ich überlegte kurz zu warten, doch ich befand mich so im Flow, dass ich beschloss er weiter laufen zu lassen.

Die Kilometer bis zur virtuellen Halbmarathon-Marke flogen einfach nur so dahin, meine Pace lag extrem konstant bei einer 5:15 und alles fühlte sich super an. Wir liefen bis hier hin in einer kleinen 3er Gruppe und aus irgendeinem Grund erhöhte sich meine Pace ein bisschen (5:08) und so setzte ich mich ein bisschen von den anderen Beiden ab. Bei Kilometer 26 hat man dann die Behringersmühle erreicht und somit auch den zweiten Wendepunkt der Strecke. Als ich das letzte Mal hier vor zwei Jahren gelaufen bin, ging es mir hier richtig dreckig, da ich am Anfang total überpaced hatte, doch heute fühlte ich mich top und so nahm ich den Rückweg mit seinen 16km in Angriff.

Kurz nach der Wende kamen mir dann auch die 3:45 Pacer entgegen und ich überlegte kurz etwas Tempo raus zu nehmen um auf sie zu waren, doch ich beschloss einfach konstant weiter zu laufen. Sollte ich am Ende noch einbrechen, könnte ich mich immer noch wieder an sie dranhängen. Jetzt ging es erstmal bergab, denn dass sollte man auch erwähnen, die meisten positiven Höhenmeter macht man auf der Strecke zwischen Kilometer 11 und 26, danach geht es eigentlich nur noch bergab (abgesehen von ein paar kleinen Steigungen, doch zu denen kommen wir noch). Auf den nächsten Kilometern konnte man somit bei gleicher Pace etwas von seinen Kräften einsparen.

So ca. bei Kilometer 33 kommt es dann wieder zu einer Besonderheit der Strecke. Die Halbmarathonläufer sind erst um 10:45 Uhr gestartet und haben so ungefähr beim 33ten Marathonkilometer ihren Wendepunkt. Das bedeutet, dass es zum einen wieder voller auf der Strecke wird, zum anderen gibt es aber auch wieder etwas Abwechslung, denn das Feld der etwas über 200 Marathonläufern hat sich zu diesem Zeitpunkt schon sehr weit auseinander gezogen.

Als ich gerade so 500 Meter hinter dem Halbmarathon-Wendepunkt bin kommen mir die 1:29 Pacer für den Halbmarathon entgegen und unter ihnen ein bekanntes Gesicht. Jörg hat sich heute das Ziel Sub90 gesetzt und scheint noch sehr gut dabei zu sein. Von jetzt ab warte ich eigentlich die ganze Zeit darauf, das Jörg mich überholt, doch es dauert bis Kilometer 36 bis mich die 1:29 Pacer überholen und Jörg ist nicht mit dabei. Ich mache mir gerade schon Gedanken darüber was mit ihm los ist, als er zum Glück hinter mir auftaucht. Er klagt ein bisschen über Seitenstechen, beisst sich aber weiter durch und liegt immer noch auf Sub90 Kurs.

So langsam fängt es im Kopf an zu arbeiten, zu arbeiten in der Form, dass ich rechne wie lange ich noch laufen „muß“, wieviel Puffer ich noch habe um unter 3:45 zu bleiben usw.. Eigentlich total unnütz, da ich heute ganz entspannt laufen wollte und auch keiner Zeit hinterherjage. Doch das sind die Mysterien eines Marathons, irgendwann fängt der Kopf mit diesen Spielchen an, egal ob man will oder nicht. Bis jetzt bin ich die ganze Zeit durchgelaufen und verfalle bei der nächsten Verpflegungsstation schon fast der Versuchung mal zu gehen und in Ruhe zu trinken, doch ich widerstehe dieser Versuchung, denn noch laufen die Beine wirklich super, nur wie schon gesagt fängt der Kopf langsam mit Spielchen an.

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Bis Kilometer 37 rollt es weiter und ich habe zum Glück auch wieder 2 andere Läufer gefunden, die meine Pace laufen und an die ich mich dranhängen kann. Wir wechseln ein paar Worte doch Kilometer für Kilometer wird jeder fokussierter und ruhiger. Dann passiert es bei der Verpflegungsstelle bei Kilometer 37, ich nehme mir die Zeit einen Becher Wasser und einen Becher Cola ganz in Ruhe im gehen zu tinken.

Wow … so Gehen hat auch was …

Zum Glück fällt mir das wieder Anlaufen nicht schwer und ich komme gleich wieder in meinen Flow, die anderen Beiden sind zwar weg, aber das stört mich nicht wirklich, jetzt sind es nur noch 5k. Es kommt noch eine Verpflegungsstation und zwei kleine Anstiege, wobei sich nur der letzte „Berg/Anstieg“ bei Kilometer 40,5 wirklich zieht. So laufen Kilometer 39 und 40 dann auch wieder ganz entspannt und ich steuere die letzte Verpflegungsstation an, die vor dem letzten Anstieg liegt. Na, als Trailläufer sollte ich 15hm auf was weiß ich wie vielen hundert Metern Strecke nicht als Anstieg bezeichnen, doch bei einem Straßenlauf sind solche langgezogenen kleinen Anstiege für mich immer wieder etwas ganz anderes.

An der letzten Verpflegungsstation dann das selbe Prozedere wie zuvor, gehen, in Ruhe trinken und wieder anlaufen und dann geht es den „Berg/Anstieg“ hoch. Es zieht sich etwas, tut aber nicht so weh wie vor zwei Jahren noch und ich kann sogar ein paar Läufer überholen. Oben angekommen heißt es nur noch gut 1 Kilometer und dann sind die 42,195 km, der Marathon, absolviert. Da es vorher bergauf ging, geht es jetzt bergab und das heißt wiederum es laufen lassen.

Jetzt stellt sich auch dieses Gefühl ein, dass alles gar nicht so schlimm war und der Lauf wirklich super gelaufen ist. Diesmal kein überpacen, keine Gehpausen, kein Denken an Aufgeben, einfach nur Laufen und dass ohne Druck …. genial!

Schon tauchte das 500m Schild auf und das Ziel kommt in Sicht, noch einmal etwas beschleunigen, etwas aufrechter laufen, man will ja auch eine gute Figur machen wenn man ins Ziel einläuft und schon sind es nur noch wenige Meter. Genau nach 3:41:16 überlaufe ich die Ziellinie und bin sehr froh, dass dieser lange Testlauf vor dem nächsten Ultra wirklich so gut gelaufen ist. Jetzt gönne ich mir erstmal 1-2 alkoholfreie Biere und Cola, setze mich hin und meine Beine genießen die Entspannung.

Als ich wieder ein paar Kräfte gesammelt habe schaue ich mich noch etwas um und entdecke die 3:45 Pacer bei denen ich mich bedanke, sowie auch eine Läuferin, die in dem 3er-Team bis Kilometer 25-26 dabei war.

Erwähnen muss ich noch, dass  Jörg sein Ziel Sub90 auf dem Halbmarathon erreicht hat und mit einer 1:29:27 die Ziellinie passierte. Auch Steffen hat bei seinem Formcheck eine top Zeit erreicht und ist nach 3:01:28 als 14ter Overall im Ziel. Ich bin gespannt was da beim Frankfurt Marathon passiert!

Bei mir gibt es jetzt erstmal nicht viel Pause, in der 3 letzten Woche vor dem Ultra sind noch ein paar Einheiten geplant und erst dann geht es mit großen Schritten in die Tapering-Phase.

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Bis zum nächsten Bericht …

Keep on running!

Der fast optimale Berlin Marathon 2017

Ja ja, der Titel verrät schon wieder einiges doch Eins nach dem Anderen!

Wie schon im vorherigen Blogbeitrag geschrieben, war meine eigentliche Marathonvorbereitung sehr kurz. Meine Beine fühlten sich während der ganzen Vorbereitung sehr gut an, keine Verletzungen und auch das Tempotraining zeigte positive Wirkung.

Doch kommen wir zum Marathon-Wochenende.

Ich reiste am Samstag ganz dekadent mit dem Flieger an und dass auch nur, weil ich noch einen Gutschein von der mittlerweile insolventen Fluggesellschaft hatte. Vom Flughafen führte mich mein Weg direkt zur Marathonmesse und das Prozedere Vorort ging extrem schnell vonstatten, ohne große Wartezeiten. Nur um an mein Finisher-Shirt zu kommen, durfte ich einmal durch alle Hallen, das bei den Massen Vorort keinen Spaß gemacht hat. Dies bestärkte mich dann auch darin diese Messe so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Alleine um Fotos vor einigen Wänden machen zu können, musste man sich in langen Schlangen anstellen. Ich hab dann lieber ein Bild vor einer Wand gemacht, wo es keine Schlange gab und verzichtete guten Gewissens auf den einen oder anderen soooooo tollen Hintergrund.

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Danach ging es ab ins Hotel, kurz umgezogen um noch mal schnell 6k durch Berlin zu gedreht.

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Als ich so am Brandenburger Tor für ein schnelles Selfi stoppte, bekam ich eine WhatsApp von Jörg, ob ich denn gerade laufe? Jörg, der auch den Berlin Marathon lief, wohnt Zuhause nur wenige Kilometer von mir entfernt und ich war wohl gerade an ihm vorbeigelaufen. Zufälle gibt’s!

An dieser Stelle einen schöne Grüße  und Kopf hoch 😉, wir sehen uns bald wieder in Berlin und dann knackst Du die 3 Stunden!

Auch diese 6k stimmten mich sehr positiv auf den Marathon am nächsten Tag, alles fühlte sich super an. Danach ab ins Hotel und Beine hochgelegt.

Die Nacht verlief so lala und ich schlief mehr auf Etappen fühlte mich am Morgen aber ganz fit. Kurzes schnelles Frühstück und um 7:15 Uhr machte ich mich auf den Weg zum Start-Ziel Bereich. Zuerst U-Bahn und dann nochmal eine paar Meter laufen. Wobei ein paar Meter untertrieben sind, als ich in der Startaufstellung auf meine Uhr schaute hatte ich bereits über 5000 Schritte 😳.

Als ich das Gelände am Reichstag erreichte traf ich mich noch kurz mit Jörg, er startete auf Startblock E und hatte sich zeitlich ähnliches wie ich vorgenommen. Noch ein kurzes Shakehands und ab ging es Richtung Startblock. Bei mir war es der Startblock F, worüber ich gar nicht so unglücklich war, denn der Startblock F, ist der erste in der zweiten Startwelle war und so hoffte ich zu Beginn auf eine freie Strecke.

Ich war zum Glück relativ früh dran und so reihte ich mich sehr weit vorne ein. Dann kam was kommen musste, nur noch weniger als 30 Minuten bis zum Start und ich hatte ein dringendes Bedürfnis 😟. Also nochmal raus aus der Startaufstellung und ab ins Gebüsch. Ich hab mich dann aber wieder zu meinem alten Platz vorgearbeitet.

Um kurz vor 9:30 Uhr wurde unsere Gruppe dann langsam zum Start vorgeführt und ich stand am Ende nur wenige Meter hinter der Startlinie. Dann gab es noch ein „Highway to Hell“, was verdammt gut kam und schon wurde die Meute losgelassen.

Berlin Marathon 2017 #10Start 2. Welle

Kein Gedrängel bei der Masse von Läufern hatte schon was und so konnte ich den Lauf zu Beginn richtig genießen. Vorbei an der Siegessäule und dann Richtung Charlottenburg, immer die Straße des 17. Juni herunter. Ich hatte die 3:15 Pacer immer ca. 20 Meter vor mir und so ging es weiter vorbei am Ernst-Reuter-Platz, Richtung Alt-Moabit und vorbei an der JVA Moabit, von der ich aber irgendwie nicht so viel sah, nur das Kanzleramt war mal ganz kurz zwischen den Häuserschluchten zu sichten.

So bei Kilometer 7 meldete sich dann leider schon wieder so ein Bedürfnis und ich hatte gehofft dass ich dieses mal davon verschont bleibe. Ich beschloss aber erstmal weiter zu laufen und hoffte, dass dieses Bedürfnis wieder verschwinden würde. Die Kilometer verliefen weiter wie geplant, immer eine so um die 4:30 min/km und eine 10k Durchgangszeit von 46:06.
Doch ich musste einen Stopp einlegen und was mich nervte war, dass ich dann die Pacer verlieren würde. Also ab hinter die Hecke und dann schnell weiter, die Pacer waren 200-300m von mir entfernt 😩 und ich hatte 1:30 verloren.

Doch jetzt mal was wirklich positives, die Zuschauer hier in Berlin sind echt der Hammer, es gab keinen Meter wo niemand stand und es wurde immer angefeuert, sogar manchmal mit Namen, obwohl die einen nicht kannten. Auch die ganzen Musikbands und Musiktrucks beflügelten einen auf der gesamten Strecke!

Doch zurück zu meinem Lauf, es ging jetzt von Friedrichshain in Richtung Neu-Kölln  und bis Kilometer 14 verlief alles optimal, doch dann spürte ich plötzlich meine Oberschenkel. Jetzt schon 🤔 das war wirklich etwas früh und meine Pace ging leider etwas nach unten. So lagen die Kilometer jetzt immer etwas über 4:30, doch ich beschloss einfach weiterzulaufen und hoffte, dass sich meine Muskeln wieder beruhigten.

Ich nahm jede Getränkestelle mit und nahm auch brav meine Gels bei Kilometer 10 und 20, was mir jedes mal einen kleinen Boost gab. In Schöneberg passierte ich die Halbmarathonmarke bei 1:38:55, was eigentlich ganz ok war. Der Zustand meiner Oberschenkelmuskel besserte sich leider nicht, doch ich war nach wie vor optimistisch, auch wenn die Pace immer mehr in Richtung 4:45 ging.

Es ging jetzt von Kreuzberg nach Steglitz und irgendwo hier, ich kann mich leider nicht mehr erinnern wo genau, gab es diese geniale Balkon Party. Diese Balkon Party muss ich hier einfach mal erwähnen. Hier wurden einfach mal schnell zwei gigantische Boxen auf den Balkon gestellt und die ganze Gegend mit schnellen Beats beschallt. Die waren einfach Top und haben auf ihrem Balkon richtig Party gemacht.

Kilometer 30 passierte ich nach 2:21:27, eigentlich war ich immer noch gut unterwegs, überholte ich doch ständig andere Läufer. Ich hoffte, dass jetzt nicht auch noch dieser Typ mit dem Hammer vorbeischauen würde. Jetzt ging es wieder Richtung Charlottenburg, wo wir kurz nach der Kaiser Wilhelm Gedächnis Kirche die magische 35 Kilometermarke passierten. Bei mir standen zu diesem Augenblick 2:45:44 auf der Uhr und die Pace blieb jetzt einigermaßen konstant, auch wenn die Beine schwerer wurden.

Ab Kilometer 35 wurde es an der Strecke immer voller mit Zuschauern und leider sah ich auch immer mehr andere Läufer, die mit Krämpfen zu kämpfen hatten. Ein Läufer stand am Absperrgitter und schrie vor Schmerzen, es kümmerten sich aber schon 2 Polizisten um ihn. Bei Kilometer 37 war dann der riesige Musiktruck, der uns so nochmal so richtig einheizte … was für ein geiler Beat und Lautstärke.

Ab Kilometer 39 war es dann wirklich hart, mich ließ nur noch mein innerer Schweinehund weiterlaufen und er brachte mich auch dazu nicht wesentlich langsamer zu werden. Nun ja, die Pace ging auf den letzten 3k schon Richtung 5:00 und drüber, aber gehen ging gar nicht, also Zähne zusammen beißen und durch.

Nach ein paarmal links und rechts kam endlich das Brandenburger Tor in Sicht.

Kein Kilometer mehr, jetzt hieß es die letzten paar 100 Meter noch zu genießen. Bei so einem Marathon durch das Brandenburger Tor zu laufen hat schon was.

Berlin Marathon 2017 #11

Und dann war es auch schon vorbei, nach 3:22:01 hatte ich die 42,195 Kilometer in Berlin bewältigt. Das eigentliches Ziel die alte PB 3:31:26 zu eliminieren war erreicht, doch irgendwie nicht zu 100% happy. Nach den guten Trainingseinheiten der letzten Wochen und den super ersten 10k hatte ich auf eine Zeit unter 3:20 gehofft. Doch somit habe ich weiteres wieder ein Ziel für 2018 😜

Die ersten Meter nach dem Lauf ging ich wie auf rohen Eiern und ich gönnte mir erstmal mein erstes Erdinger Weißbier und eine Pause auf der Wiese vor dem Reichstag.

Berlin Marathon 2017 #12

Berlin Marathon 2017 #13

Nach einer Dusche Vorort und einem weiteren kühlen Erdinger ging es mir besser. Schnell noch die Urkunde abgeholt, die Medaille gravieren lassen und dann ab ins Hotel zum Umziehen.

Danach habe ich mir dann noch etwas Berlin gegönnt, eine echte Berliner Currywurst + Pommes und einem Bier gehörten auch dazu 😋.

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Das war Berlin 2017, ob ich wiederkomme weiß ich noch nicht. Aktuell liegen mir die kleinen Läufe doch eher und auch habe ich wesentlich lieber einen Trail unter meinen Laufschuhen und ein paar Höhenmeter dürfen es auch sein.

Wer von Euch war in Berlin und wie ist es Euch ergangen?

Ich freue mich über etwas Feedback und

Keep on Running

Rennsteig Marathon 2017 – Mehr als ein Marathon

Wie fasst man solche Erlebnisse/Emotionen zusammen?

Ich probiere es einfach mal und muss gleich mal gestehen, dass ich in diesen Lauf ohne spezielle Vorbereitung gegangen bin. Eigentlich bereite ich mich gerade auf den ZUT Base Trail XL und den Allgäuer Panorama Marathon (Ultra-Distanz) vor.

Jetzt sagen viele wenn sie solche Läufe in der Vorbereitung machen „… das ist ja nur ein Trainingslauf!“. Doch für mich ist jede Teilnahme an einem offiziellen Lauf ein Wettkampf, Trainingsläufe mache ich wenn ich trainiere. Und im Wettkampf will ich schon wissen was geht, auch wenn ich meine Ziele dann nicht ganz so hoch stecke.

Der Rennsteig Marathon war etwas, was ich einfach mal machen wollte. Der Lauf hat für mich einen gewissen Mythos, alle reden von ihm, sagen wie schwierig, wie hart er ist. Auf der anderen Seite soll er landschaftlich sehr schön sein und auf der Strecke eine tolle Atmosphäre herrschen.

Und deshalb habe ich mich angemeldet und  mich am 20.05.2017, um 5:45 Uhr in mein Auto gesetzt und bin die 190 km nach Neuhaus am Rennsteig gefahren.

Die Nacht vor dem Lauf war eine meiner schlechtesten der Woche und ich hatte aus irgendwelchen Gründen schon die ganze Woche beschissen Nächte … Angst vor dem Mythos des Rennsteig?!

Ich war auf jeden Fall hundemüde und fühlte mich nicht gerade fit genug um 42,195 km und positive 769 hm zu laufen! Zum Glück war auf der Strecke nichts los, war auch klar, den wer treibt sich schon um kurz vor 6:00 Uhr an einem Samstag auf der Autobahn rum.

Wie durch ein Wunder änderte sich meine Stimmung/Gefühlslage schon auf der Fahrt zum Positiven und als ich dann um 7:30 Uhr in Neuhaus am Rennsteig auf den noch sehr übersichtlich gefüllten Parkplatz direkt neben dem Start fuhr, spürte ich dieses Gefühl, diese sehr positive Nervosität und die Müdigkeit war wie weggeblasen.

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RACE-DAY … YES!!!!

Die Atmosphäre Vorort war total relaxed, die Startnummernausgabe war fast leer, nur 2 oder 3 andere Läufer holten sich gerade Ihre Unterlagen ab, erst als ich wieder aus dem Gebäude kam wurde es etwas voller. Gerade war einer der Bus, der die Läufer aus Schmiedfeld (dem Ziel unseres Laufes/One-Way-Run) abgeholt hatte angekommen. Ich machte mich wieder auf den Weg zu meinem Auto, um in Ruhe mein Drop-Bag zu packen und um mich umzuziehen.

So gegen 8:00 Uhr wurde es dann wirklich voller und ich dachte mir es wäre eine gute Idee jetzt nochmal das stille Örtchen aufzusuchen, bevor ich später endlos anstehen würde. Die Idee war gut und hatten auch viele andere und so stand ich trotz der viele Dixi- und anderen Toiletten glatte 15 Minuten an. Gut die Zeit verging schnell, da man sofort ins Gespräch kam, doch ich war froh als auch dieser Step der Vorbereitung abgeschlossen war. Ich holte aus meinem Auto den Drop-Bag und brachte ihn zum bereitstehenden LKW, der für meine Startnummer bestimmt war.

Dann war es auch schon 8:40 Uhr und da ich nicht von ganz hinten starten wollte machte ich mich auf in die Startaufstellung, ich suchte mir einen guten Platz vor der Bühne denn jetzt gab es erst noch das Rennsteig Lied und den Schneewalzer. Ich bin ja eigentlich nicht der, der bei so etwas mitmacht, doch hier … keine Chance, da bist Du einfach dabei und es macht einen riesigen Spaß mitzusingen und zu Schunkeln.

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Dann endlich kurz vor 9:00 Uhr, jetzt wurde es ernst, schnell noch gemeinsam von 10 auf 0 runtergezählt und schon wurde die Meute/ die über 3200 Läufer auf die Strecke gelassen.

Gleich zu Beginn geht es in Neuhaus die Strasse hoch, gut 1km, das Feld ist eng, doch es gibt kein Gedrängel. Schon bei diesem ersten Kilometer bekommt man mit was es heisst am Rennsteig zu Laufen. Links und rechts von der Strasse stehen Zuschauer und puschen die Läufer die Steigung hoch. Oben angekommen geht es auf der breiten Bundesstrasse zuerst flach und dann bergab weiter. Das Feld hat sich schnell sortiert und als wir endlich den harten Asphalt verlassen und auf die Schotterwege des Thüringer Waldes abbiegen bleibt das Tempo in dem Feld in dem ich mich bewege recht hoch.

Eine 4:45 min/km Pace, ob dass so gut ist?

Habe ich doch so oft gelesen, man sollte sich seine Kraft auf dieser Strecke gut einteilen, da es am Ende hart und grausam wird. Ich war aber mal optimistisch und sage mir selber: „Na dann machst Du halt am Ende etwas langsamer, wenn’s läuft dann läufts!“

Ca. bei Kilometer 8 kam die erste Steigung, nichts böses, nur einfach langsam Bergauf, zuerst ein kurzes Stück Schotterpiste und dann ging es in einen Hohlweg über, der 1-2 Läufer nebeneinander platz ließ. Hier zeigte sich schnell wer sonst auch in hügeligem Gelände unterwegs war und wer doch eher zur Kategorie Straßenläufer zählte. Der Weg war gespickt mit Wurzeln und schon erwischte es vor mir einen Läufer der zu Fall kam, sich aber nichts weiter tat. Auf diesem Stück konnte ich gleich mal ein paar Läufer überholen, die mit dem Anstieg und dem Untergrund nicht ganz so gut zu Recht kamen. Es ging jetzt gute 3 Kilometer immer leicht bergauf und meine Pace lag bei ca 5:15 min/km also alles noch im grünen Bereich, auch wenn der Puls hier etwas anstieg.

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Auf diesem Stück kamen wir auch am Dreistromstein vorbei, an dem sich auch eine der Verpflegungsstationen befand. Kurz vorher nahm ich mein erstes Gel und griff mir an der Verpfelgungsstation schnell einen Tee und weit ging es.

Kurz darauf war auch diese längere Steigung mit 80hm genommen und es ging weiter über mal breitere mal schmalere Pfade wieder leicht bergab. Der Puls sank und die Pace pendelte sich bei 4:50 min/km ein, alles optimal, so konnte es weiter gehen. Auch der nächste Anstieg bei Kilometer 17 ließ sich gut Laufen, die wiederum 80hm waren nach 2 Kilometer gemeistert und zur Belohnung erreichten wir die nächste Verpflegungsstation den Turmbaude am Masserberg, einem wirklich tollen Bauwerk hier mitten im Thüringer Wald.

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An der Verpflegungsstation gönnte ich mir wieder einen Tee, ein Wasser und ein Gel, nahm diese aber im Laufschritt zu mir. Auch wenn ich die ganze Zeit konzentriert durchgelaufen bin habe ich mir zum einen immer Landschaft angesehen, die wirklich schön war und zum anderen habe ich mich bei allen bedankt die uns unterwegs zugejubelt haben und das waren nicht wenige. Gerade hier oben am Masserberg waren wieder sehr viele Zuschauer und feuerten uns an.

Kurz nach der Verpflegungsstation ging es auch mal kurz aus dem Wald heraus und es tat gut ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen, waren es doch nur knapp über 10 Grad.

Am Skilift von Masserberg war die hälfte der Strecke geschafft und mit einer knappen 1:45 war ich gut dabei. Jetzt ging es auf einen für mich der schönsten Teilabschnitte, hier konnte man dem Rennen auch den Stempel Trail-Rennen aufdrucken. Es ging auf schmalen Singeltrails bergab, technisch sehr anspruchsvoll und man merkte, dass sich viele mit diesem Gelände schwer taten. Ich genoß diese Strecke und konnte trotz des engen Weges immer wieder ein paar andere Läufer überholen.

Gutsmuths Rennsteiglauf 2017

Nach 1,5 Kilometern war der Spaß leider vorbei und wir mussten kurzzeitig wieder auf einer Bundesstraße laufen. Erst bei Kilometer 27 ging es wieder kurzzeitig in den Wald auf schmale Pfade immer leicht bergauf und bergab, bis jetzt keine bösen Steigungen, alles ließ sich sehr gut laufen.

Kurz nach Kilometer 28 erreichten wir Neustadt am Rennsteig und somit auch die nächste Verpflegungsstation. Hier machte ich leider den Fehler mit eine Apfelsaftschorle zu greifen, welche leider Kohlensäure hatte und so hatte ich noch den nächsten Kilometer etwas davon.

Der Kilometer 31 war der härteste für mich, ging es hier den Großen Burgberg hoch und dieser zwang mich wirklich dazu zu gehen. Es sollte das einzigste mal auf dieser Strecke sein, dass ich ging, doch ab und zu ist es einfach mal besser.

Beim Kilometerschild 32 wurde mir klar nur noch 10km, meine Beine fühlten sich immer noch ganz gut an, ich spürte die bereits hochgelaufenen Höhenmeter doch alles in allem war es ok. Noch 10km, 60 positive und 150 negative Höhenmeter waren es, die Pace lag im Schnitt bei 5:10 km/min, die Anstiege hatten etwas Zeit gekostet, doch ich lag mehr als nur Plan.

An der nächsten Verpflegungsstation am Großen Dreiherrenstein nahm ich mein letztes Gel, eines mit Cola-Geschmack und Koffein, der Bost für die letzten Kilometer.  Hier gab es auch den bekannten Stempel auf die Startnummer, den man sich als besonderes Andenken abholen konnte.

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Es ging die nächsten Kilometer immer leicht bergab und ich liess es einfach laufen, genoss die Landschaft und die herrliche Atmosphäre. Überall wurde man angefeuert, jeder sprach einem Mut zu, es sei doch nicht mehr weit.

Kilometer 37, wir erreichten Frauenstein, die letzte Verpflegungsstation, noch mal ein Wasser und dann ab auf die letzte 5 Kilometer. Jetzt merke ich aber langsam das meine Kraft schwindet, zeigte mein rechtes Bein doch immer mal wieder einen Schwächeanfall und knickte leicht ein. Ich hielt die Pace aber hoch und als ich nach 41 Kilometern den Wald das letzte Mal verließ lag Schmiedfeld vor mir. Hier ging es zuerst die Straße runter und ich versuchte etwas Kraft zu sparen, wusste ich doch, dass noch der letzte der harte Anstieg kommen würde.

Kurz bevor es den Berg hoch ging, schien ein Läufer gestürzt zu sein, sah nicht gut aus, doch mehrere Menschen kümmerten sich bereits um ihn.

Der letzte Anstieg, die letzten ca. 700 Meter bis ins Ziel und fast die schönsten, der gesamten Strecke. Das ganze Bergaufstück war gesäumt von Zuschauern, die einen den Berg hochpeitschten, es war ein wahnsinniges Gefühl.

Und dann die letzte Kurve, noch 100 Meter bis ins Ziel. Ich wollte dieses Stück eigentlich mit dem Handy filmen, meinte dies auch zu tun doch hatte dann wohl die Aufnahmetaste nicht richtig getroffen (schade). Ich hielt meine Handy mit der rechten Hand in die Höhe und mit der linken Hand forderte ich die Menschen auf lauter anzufeuern, was sie auch prompt taten, was eine Stimmung … Wahnsinn!

Die Uhr stoppte nach 3:37:05 und ich war mehr als happy, mein Ziel war es eigentlich nur unter 4:00 zu laufen, dass es so gut werden würde hätte ich nicht gedacht. Platz 235 von 2429 Finischern und 47er in meiner Altersklasse, garnicht schlecht für einen alten Sack im „Trainingslauf“ 😁

Eine der Helferinnen hängte mir meine Medailleum und ich suchte mir erst mal ein Stück Rasen auf dem ich mich niederlassen konnte, um mich etwas zu erholen und das Ganze zu verarbeiten.

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Im ganzen Gewühl traf ich noch auf Martin Grüning, er selber war nicht mitgelaufen hatte jedoch seine Frau auf den letzten 18 Kilometer der Supermarathon Strecke begleitet. Seine Frau belegte den 3ten Platz, was für eine Hammer Leistung!

Jetzt weiß ich was den Rennsteig aus macht und es ist wirklich was ganz spezielles!

Bevor ich mir wieder mein Drop-Bag holte gönnte ich mir noch ein Finisher Bier, was richtig gut tat.

Zuerst irrte ich etwas umher, war das treiben hier in Schmiedfeld etwas größer, doch dann fand ich die Wiese mit den Drop-Bags und machte mich auf meines zu suchen.

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Nachdem ich mich umgezogen hatte, auf das Duschen verzichtete ich bei den Massen von Läufern holte ich mir noch kurz meine Urkunde ab und machte ich mich direkt auf den Weg in Richtung Bus, denn die Fahrt nach Neuhaus sollte noch mal eine gute Stunde dauern.

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Der Bus sollte jede Stunde fahren und bei Bedarf auch öfters, der Bedarf war da wie sich zeigte doch der Bus kam erst zur vollen Stunde. Die Zeit an der Bushaltestelle verging aber sehr schnell, kam ich doch sofort mit einigen ins Gespräch.

Als ich endlich im Bus saß wurde ich hundemüde und war dem Busfahrer gar nicht böse, dass er noch den einen oder anderen Abstecher machte um andere Läufer abzusetzen.

Als ich im eigenen Auto saß war ich aber sehr froh und als ich nach insgesamt 12 Stunden wieder zuhause war, blickte ich auf einen super Tag zurück, dessen Erinnerung ich noch lange in mir tragen werde.

Und in 4 Wochen geht es schon weiter, da ruft dann der Bastrail XL des ZUT, wieder eine neue Erfahrung, wieder eine neue Herausforderung.

Einige der Bilder in diesem Bericht wurden von Norbert Wilhelmi und Stefa Weigelt zur Verfügung gestellt, danke dafür.

Ich möchte mich auf diesem Weg nochmal bei allen Helfern bedanken, Ihr habt einen super Job gemacht und mir einen tollen Tag beschert.

DANKE!!!

… and KEEP ON RUNNING