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Auf nach Marrakesch

Nachdem die Koffer endlich gepackt sind und der Alltag in weite Ferne rückt, ist es Zeit für ein neues Abenteuer. Endlich Urlaub – und endlich mal wieder die Gelegenheit, ein für uns völlig neues Land zu entdecken, das schon so lange auf unserer Wunschliste stand.

Vor uns liegen 15 Tage Marokko, inklusive Marrakesch. Eine halbe Ewigkeit, könnte man meinen, und doch viel zu kurz für all die Kontraste, die dieses Land bereithält. Wir haben uns bewusst viel Zeit genommen, um nicht nur die klassischen Sehenswürdigkeiten abzuhaken, sondern vor allem das Land, die Kultur und die Menschen hautnah kennenzulernen. Gleichzeitig soll es aber auch eine Reise werden, bei der wir einfach mal die Seele baumeln lassen können. Kommt mit auf den Beginn unserer Reise in ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht!


✈️ Die Anreise: Von Franken in den Trubel von Marrakesch

Unser Roadtrip-Abenteuer begann mitten in Franken. Mit dem Auto ging es von Erlangen zum Frankfurter Flughafen, von wo aus uns ein entspannter Direktflug mitten ins Herz Nordafrikas katapultierte. Die Anreise verlief absolut optimal und reibungslos. Schon beim Verlassen des Flugzeugs empfing uns diese ganz besondere, warme und leicht würzige Luft Marokkos. Am Flughafen Menara in Marrakesch wartete bereits unser organisierter Fahrer auf uns – ein perfekter Service, der uns den ersten Urlaubsstress direkt abnahm und uns sicher bis an den äußersten Rand der historischen Medina (der Altstadt von Marrakesch) brachte.

Flughafen Marrakesch

Wissenswertes am Rande: Der Flughafen Marrakesch-Menara gilt architektonisch als einer der schönsten Flughäfen der Welt. Die Kombination aus modernem, strahlend weißem Beton und den traditionellen arabischen Mustern an den Fassaden ist ein echter Hingucker und filtert das gleißende Sonnenlicht auf faszinierende Weise.

Orientierungslos im Labyrinth der Medina

Sobald man die Stadtmauern der Medina passiert, betritt man eine völlig andere Welt. Echte Autos sind in den engen, verwinkelten Gassen absolut tabu – und das aus gutem Grund! So stand am Treffpunkt bereits ein älterer, freundlicher Herr mit einem Handkarren für uns bereit. Er lud routiniert unser Gepäck auf und bedeutete uns, ihm zu folgen. Was dann folgte, war ein echter Crashkurs in Sachen Marrakesch: Wir hatten nach exakt zwei Minuten jegliche Orientierung verloren. Zwischen knatternden Mopeds, Eselkarren, bunten Marktständen und unzähligen Abzweigungen folgten wir brav und im Stechschritt unserem „Gepäck-Guide“. Und plötzlich, als wir dachten, wir finden nie wieder heraus, standen wir vor der unscheinbaren Tür unseres Zuhauses auf Zeit.


🇲🇦 Riad Numa: Unsere Oase der Ruhe

Hinter der schweren Holztür unseres Riad öffnete sich eine völlig neue Welt. Das Riad Numa ist eine absolute Oase inmitten des lauten, quirligen Trubels der Altstadt. Kaum ist die Tür zu, herrscht eine fast magische Stille. Das typisch marokkanische Innenhof-Design mit plätscherndem Wasser und viel Grün lässt den Puls sofort heruntersinken.

Zur Begrüßung gab es direkt die traditionelle marokkanische Gastfreundschaft: einen frisch gebrühten, süßen marokkanischen Minztee (der hier scherzhaft auch „Berber-Whisky“ genannt wird) und köstliches Gebäck. Mauro, unser fantastischer Gastgeber, nahm sich unglaublich viel Zeit für uns. Mit einer Engelsgeduld erklärte er uns auf der Karte die wichtigsten Highlights, Geheimtipps und Verhaltensregeln für die nächsten Tage.

Dinge, die vielleicht nicht jeder weiß: Das Wort „Riad“ stammt vom arabischen Wort für „Garten“ (riyāḍ) ab. Traditionell haben diese Häuser keine Fenster nach außen zur Straße, sondern alle Räume öffnen sich zu einem zentralen Innenhof mit einem Garten oder Innenpool. Das schützte die Privatsphäre der Familien vor Blicken und sorgt zudem für ein angenehmes, kühles Mikroklima im heißen Sommer.

Erste Entdeckungen rund um den Place des Épices

Viel Zeit zum Ausruhen wollten wir uns aber nicht gönnen. Für den restlichen Nachmittag stand zumindest noch ein kleiner, vorsichtiger Rundgang durch den nahegelegenen Teil der Medina auf dem Plan. Natürlich immer mit der leisen Hoffnung im Hinterkopf, den Rückweg zum Riad ohne fremde Hilfe wiederzufinden! 🗺️

Unser Weg führte uns schnell zum berühmten Place des Épices (dem Gewürzmarkt). Hier schlagen einem die Düfte von Kreuzkümmel, Zimt, Safran und frischer Minze direkt entgegen. Der Platz ist etwas überschaubarer und entspannter als der riesige, weltbekannte Djemaa el Fna, versprüht aber einen ganz besonderen, authentischen Charme.

Insider-Tipp: Die Dachterrassen der kleinen Cafés und Restaurants rund um den Platz sind ein absoluter Traum! Wir haben uns im berühmten Café des Épices niedergelassen. Von hier oben hat man bei einem kühlen Drink einen fantastischen, Logen-artigen Blick auf das wuselige Treiben der Händler und Handwerker unter uns, während im Hintergrund langsam die Sonne untergeht.


🍽️ Kulinarischer Höhepunkt über den Dächern

Das absolute Highlight des Tages erwartete uns jedoch am Abend. Wir hatten uns entschieden, auf der privaten Dachterrasse unseres eigenen Riads zu essen. Eigentlich dachten wir nur an eine kleine, leichte Stärkung nach der Reise – doch die Küche des Riads hat uns komplett umgehauen und mit einem traditionellen, mehrgängigen Festmahl überrascht.

Morocco Menu

Unser exquisites marokkanisches Menü sah so aus:

Morocco Menu

Tris of Moroccan salads: Eine Auswahl dreier traditioneller, fein gewürzter marokkanischer Salate (oft aus gekochtem Gemüse wie Auberginen-Zaalouk oder marinierten Karotten).

Tajine Kefta: Herzhafte Hackfleischbällchen, sanft geschmort in einer aromatischen Tomatensauce und perfekt pochierten Eiern obendrauf.

Moroccan Beef Tajine: Butterzartes Rindfleisch, raffiniert kombiniert mit der Süße von Pflaumen und dem Crunch von gerösteten Mandeln – eine absolute Geschmacksexplosion!

Vegetable Tajine: Frisches, knackiges Gemüse, abgerundet mit salzigen Oliven und eingelegten Salzzitronen.

Dessert: Ein süßer, fruchtiger Abschluss, der den Abend perfekt abrundete.

Was für ein absolut traumhafter und gelungener Start in diesen Urlaub! Mit vollen Bäuchen und dem sanften Ruf des Muezzins in den Ohren fielen wir erschöpft, aber glücklich ins Bett. Eines ist sicher: Morgen gibt es dann Sightseeing bis zum Abwinken!

My place to be

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