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Zwischen Alpenpässen und Inselglück: Ein Roadtrip durch das Herz Mitteleuropas

Nachdem unser großer Sommerurlaub nun hinter uns liegt und die Koffer wieder im Schrank verstaut sind, ist es Zeit, die Erlebnisse Revue passieren zu lassen.

Es war eine Reise der Kontraste und Entdeckungen, die uns durch das historische Herz Mitteleuropas geführt hat. Von den barocken Gassen in Graz über die antiken Mauern Splits bis hin zur magischen Altstadt von Dubrovnik – unser Roadtrip war eine Tour durch die Geschichte und die wilde Natur der Adria.

Über 2.500 Kilometer legten wir zurück, die uns von Erlangen über Österreich nach Kroatien, weiter zur Insel Korčula und schließlich über die grünen Landschaften von Ljubljana wieder zurück nach Hause führten. Ich nehme euch mit aufunser Abenteuer: den Weg von Franken bis tief an die glitzernde Adriaküste.


🇦🇹 Graz – Zwischen Uhrenturm, Murinsel und marokkanischen Träumen

Die ersten 500 km führten uns von Erlangen direkt nach Graz. Während unser Golden Retriever Didi die Autobahnkilometer eher skeptisch im Liegen verbrachte und deutlich machte, dass Autofahren nicht zu seinen Hobbys gehört, wurden wir bei der Ankunft mit herrlichstem Frühlingswetter belohnt. Unser erster Weg führte uns in den Augarten direkt an der Mur. Es war faszinierend zu beobachten, wie die Grazer nach dem Winter jede Sekunde Sonne aufsaugten – eine entspannte Atmosphäre, die uns sofort im Urlaub ankommen ließ.

Kulinarik-Tipp: Ein echtes Highlight war unser Abendessen im Ya Habibi. Die orientalischen Gewürze der Tajine Essaouira haben uns sofort in unseren eigenen Marokko-Urlaub zurückversetzt. Besonders herzlich: Der Chef persönlich begrüßte uns am Tisch, und Didi wurde mit Wasser und Streicheleinheiten wie ein kleiner König empfangen. 🐾

Die Stadt am Morgen: Stille über den Dächern

Dank Didis innerer Uhr startete der nächste Tag bereits um 06:40 Uhr. Ich nutzte die Gunst der Stunde für einen Lauf durch das noch schlafende Graz. Mein Weg führte mich entlang der Mur, vorbei an der futuristischen Murinsel – einer schwimmenden Plattform aus Stahl und Glas, die wie eine Muschel im Fluss liegt. Dann ging es hinauf zum Schlossberg:

  • Die Zisterne: Dieses tiefe Wasserbecken ist ein Meisterwerk der Renaissance-Ingenieurkunst. Am frühen Morgen, ohne Touristenströme, strahlt dieser Ort eine fast meditative Ruhe aus. 💧
  • Wahrzeichen & Ausblicke: Der Weg führte mich am Glockenturm (der „Liesl“) vorbei zum berühmten Uhrenturm. Von hier oben hat man den perfekten Blick über die roten Ziegeldächer der Grazer Altstadt, die zum UNESCO-Welterbe gehört.

Tipp für Entdecker: Den Abstieg über die Kriegssteige, die sich spektakulär am Felsen hinunterschlängelt, sollte man einmal zu Fuß gemacht haben. Später am Tag haben wir für den erneuten Aufstieg dann die Schlossbergbahn genutzt – mit 60 % Steigung ein echtes Erlebnis!


🏛️ Split – Ein lebendiges Museum an der Adria

Weitere 600 km später erreichten wir Split. Unsere Unterkunft war ein modernes Airbnb-Juwel – von außen ein typisch funktionaler Bau, innen jedoch ein geschmackvoll eingerichteter Traum und nur einen Kilometer von der Altstadt entfernt.

Streifzüge durch das antike Erbe

In Split ist die Geschichte nicht hinter Absperrungen, man lebt mittendrin. Wir ließen uns durch die labyrinthartigen Gassen des Diokletianpalasts treiben, der im 4. Jahrhundert als Altersruhesitz für den römischen Kaiser erbaut wurde. Dabei passierten wir das imposante Goldene Tor und bestaunten die riesige Statue von Gregor von Nin. Man sagt, das Reiben seines großen Zehs bringt Glück – wir es trotzdem nicht gemacht! 🏰

Für die Sportlichen unter euch: Ein Lauf auf den Marjan, den bewaldeten Hausberg, ist ein absolutes Muss. Die unzähligen Treppenstufen brennen zwar in den Waden, aber die spektakulären Ausblicke auf die Adria und den Hafen von Split sind jede Anstrengung wert. Unterwegs traf ich sogar einen Pfarrer, der in Innsbruck studiert hatte – solche zufälligen Begegnungen machen das Reisen erst aus. 🌲

Kulinarische Entdeckungen:

  • Das Eis der Gelateria Emiliana 🍦 wird in handgemachten Waffeln serviert und ist jeden Meter Umweg wert.
Gelateria Emiliana
  • Für den authentischen Geschmack Dalmatiens gönnte ich mir ein Burek (gefüllte Teigtaschen) bei ST Burek – deftig, ehrlich und gut.

⛴️ Der Weg ins Inselparadies: Korčula

Tag 5 stand ganz im Zeichen des Meeres. Wir wählten die malerische Küstenstraße, die uns über Omiš und Makarska bis zur neuen Pelješac-Brücke 🌉 führte. Das Bauwerk ist ein architektonisches Wunderwerk und erspart einem die Grenzformalitäten durch den schmalen Korridor von Bosnien-Herzegowina.

Von Orebić setzte die Fähre uns schließlich nach Korčula über. In unserer Villa Vita in Vela Luka angekommen, fiel der Reisestress sofort von uns ab. Die Terrasse mit Blick auf die tiefblaue Bucht ist der perfekte Ort, um mit der Familie die Seele baumeln zu lassen. Doch die Idylle hatte einen kleinen Schatten: Mein Mäppchen mit allen wichtigen Dokumenten und Kreditkarten hatte ich bei einem Stop zum Einkaufen auf dem Autodach liegen lassen… Eine Lektion in Gelassenheit, die erst am nächsten Tag eine Wendung nehmen sollte. 🌊


🏝️ Korčula – Wenn die Ruhe einkehrt und Wunder geschehen

An Tag 6 begann endlich der entspannte Teil unseres Urlaubs. Während zu Hause oft das „Heckgeschwür“ des Alltags den Morgen bestimmt, konnte ich hier die absolute Freiheit genießen. Eine ausgedehnte Runde mit Didi durch die erwachende Natur gibt einem einfach 100 % Energie zurück. Nach einem ausgiebigen Frühstück auf unserer Terrasse mit direktem Blick auf das glitzernde Meer zog es mich wieder in die Laufschuhe.

Gute 10 km standen auf dem Plan, um die nähere Umgebung zu erkunden. Es war ein Lauf wie aus dem Bilderbuch: absolute Stille, eine perfekte Strecke und immer wieder diese atemberaubenden Ausblicke. Unterwegs gab es eine besonders nette Begegnung mit einer Slowenin, die mit ihrem fünf Monate alten Golden-Retriever-Mädchen unterwegs war 🐾 . Der schönste Teil des Weges führte mich von Vela Luka entlang eines Küstentrails direkt am Wasser zurück zu unserer Unterkunft.

Die Reisegruppe ist komplett

Kaum zurück, hieß es auch schon: Warten auf Cara und ihren Freund Luca. Wir konnten die Fähre, die die beiden auf die Insel brachte, schon während unseres Mittagsspaziergangs ganz langsam in den Hafen einlaufen sehen. Didis Freude war grenzenlos, als er die beiden endlich begrüßen durfte. Ab jetzt sind wir zu fünft unterwegs! Cara und Luca hatten viel von ihrer beeindruckenden Gravel-Tour zu erzählen, die sie mit den Bikes von Österreich bis zu uns nach Dalmatien geführt hat. 🚲

Das „Wunder“ von Korčula

Mitten in die Nachmittagsidylle platzte dann der erlösende Anruf. Der Polizist, bei dem ich mich am Morgen erkundigt hatte, hielt Wort: Mein Mäppchen wurde gefunden! Und das Beste daran: Es war wohl noch komplett. Bargeld, alle Karten, Führerschein und Ausweis – alles soll noch da sein. Ein riesiges Dankeschön an die ehrlichen Finder und den hilfsbereiten Polizisten. Nächsten Dienstag, wenn wir die Insel verlassen, holen wir es bei der Station ab.

Mein Zitat des Tages: „Leben meint es im Moment wirklich gut mit uns!“✨


🌊 Klippensprünge und Lichtschatten an der Küste

Der heutige Tag startete besonders herzlich und entspannt. Während ich mit Didi die erste Gassirunde des Tages drehte, herrschte in der Küche unserer Unterkunft bereits reges Treiben. Cara hatte zum Vatertag ein komplettes Frühstück vorbereitet – ein perfekter Start in den Tag, den wir gemeinsam  genossen, bevor wir uns aufmachten, die Insel weiter zu erkunden. ☕🥐

Ein Sprung ins Ungewisse: Cliff Jumping bei Blato

Unser erstes Ziel führte uns an einen spektakulären Cliff Jumping Spot südlich von Blato. Die schroffen Felsen und das tiefblaue Wasser wirkten gleichermaßen einladend wie herausfordernd. Da wir den Spot komplett für uns alleine hatten, stellte sich uns eine ganz besondere Herausforderung: Unsere Badesachen lagen noch im Auto! Nach kurzem Zögern siegte jedoch die Abenteuerlust und wir wagten den Sprung im „Adamskostüm“. Das Wasser war zwar noch recht kühl, aber der Adrenalinkick und das glasklare Nass waren jede Überwindung wert. Ein echtes Gefühl von Freiheit! 💦

Žitna und Čara: Die zwei Gesichter der Insel

Beseelt vom Klippensprung steuerten wir die Bucht von Žitna an. Schon vom Parkplatz aus bot sich uns ein Postkartenmotiv, das uns viel erhoffen ließ. Doch am Strand angekommen, folgte die Ernüchterung: Überall lag Müll und Plastik trieb im Wasser. Es ist wirklich schmerzhaft zu sehen, wie wir Menschen mit solchen Naturjuwelen umgehen. Eigentlich wollte ich hier noch einmal ins Wasser springen, aber das habe ich mir angesichts des Zustands verkniffen. Es ist traurig, dass die Natur hier das ganze Jahr über leidet, nur weil der Dreck nicht weggeräumt wird. 😔

Unser letzter Stop führte uns nach Čara. Da wir uns noch in der Vorsaison befinden, wirkte der Ort fast wie ausgestorben. Wir schlenderten kurz durch die stillen Gassen, merkten aber schnell, dass das Leben hier wohl erst im Hochsommer so richtig erwacht.

So kehrten wir zurück in unsere Unterkunft – mit den Bildern des erfrischenden Morgens im Kopf, aber auch einem mahnenden Blick auf die Zerbrechlichkeit dieser wunderschönen Küste.


🏰 Korčula-Stadt: Ein Streifzug durch die Geschichte und Luxus im Hafen

So langsam bin ich im richtigen Urlaubsfeeling angekommen. Der Morgen startete wieder mit einer wunderbar gemütlichen Runde mit Didi. Das Meer schon in der ersten Morgensonne zu genießen, hat etwas unglaublich Beruhigendes – man lässt den Alltag endgültig hinter sich. Nach einem entspannten Frühstück beschlossen wir, den Osten der Insel zu erkunden: Das Ziel war Korčula-Stadt.

Ein praktischer Tipp für alle Roadtripper: Wenn man vom Westen der Insel kommt, kann man am oberen Kreisverkehr vor der Stadt kostenfrei parken. Von dort sind es nur wenige Gehminuten bis ins Zentrum. Wir starteten unseren Besuch mit einem Mittagessen nahe dem Plaza Luka Korčulanska. Für mich gab es – wie könnte es anders sein – ein hervorragendes Burek. Frisch gestärkt ließen wir uns durch die engen, fischgrätenartig angeordneten Gassen treiben.

Wissenswertes zur Stadt: Korčula-Stadt wird oft als „kleines Dubrovnik“ bezeichnet. Die Altstadt liegt auf einer Halbinsel und ist von massiven Mauern umgeben. Eine architektonische Besonderheit: Die Gassen sind so angeordnet, dass sie im Sommer Schatten spenden, aber den kühlenden Wind (Mistral) durchlassen. Und natürlich begegnet man hier überall dem Erbe von Marco Polo, der hier geboren sein soll.

Ein Hauch von Luxus: Die Emerald Kaia

Ein echtes Highlight erwartete uns am Hafen. Dort lag die Emerald Kaia vor Anker – eine brandneue Superyacht der Extraklasse, die erst vor kurzem (April 2026) ihre Jungfernfahrt feierte. Mit ihrem futuristischen Design und dem riesigen Beach Club ist sie ein absoluter Blickfang. Es ist schon faszinierend, diesen Kontrast zwischen den jahrhundertealten Mauern der Stadt und modernster maritimer Luxustechnologie zu sehen. 🚢✨


Sportlicher Ausklang: Trailrun zur Vela Spila

Am frühen Abend packte mich dann wieder die sportliche Lust. Gemeinsam mit Cara startete ich zu einem ca. 12 km langen Lauf. Zuerst ging es auf meinem aktuell Lieblingstrail entlang der Küste Richtung Vela Luka. Während Cara nach einiger Zeit den Rückweg antrat, setzte ich mir ein höheres Ziel: die Vela Spila (die „Große Grotte“).

Der Aufstieg zur Höhle, die etwa 130 Meter über Vela Luka liegt, war extrem zäh und fordernd. Doch oben angekommen, entschädigte der Ausblick über die Bucht für jede Schweißperle. Die Vela Spila ist eine der bedeutendsten prähistorischen Fundstätten Europas mit Funden, die bis zu 20.000 Jahre zurückreichen. Es ist ein ehrfurchtgebietendes Gefühl, an einem Ort zu stehen, der schon in der Steinzeit bewohnt war. Zurück ging es über einen schmalen Trail und mit ordentlich Pace entlang der Küste. 🏃‍♂️💨

Mein Zitat des Tages: „Die schönsten Wege im Leben sind die, auf denen man ins Staunen gerät – egal, ob vor einer jahrhundertealten Mauer, einer modernen Superyacht oder oben auf dem Gipfel vor einer prähistorischen Grotte.“

🌧️ Wenn das Wetter die Pause diktiert

Der neunte Tag unserer Reise ist schnell zusammengefasst. Bereits in der Nacht hatte es immer wieder stark, phasenweise fast unwetterartig geregnet. Dieses ungemütliche Wetter zog sich leider auch durch den kompletten Vormittag bis hinein in den frühen Nachmittag. Wir nutzten die Zeit einfach, um mal komplett abzuschalten.

Erst gegen 15:00 Uhr lockerte die Wolkendecke endlich auf und die Sonne kämpfte sich mühsam wieder heraus. Sandra und ich fackelten nicht lange, packten Didi ein und brachen zu einer größeren Wanderung in der Umgebung auf. Die Runde war am Ende gute 5 km lang und belohnte uns mit wunderschönen Ausblicken auf die versteckten Buchten und das hügelige Inselinnere. Auch wenn dieser Tag nicht mit den ganz großen Abenteuern glänzen konnte, war er doch unglaublich erholsam – und genau dafür ist der Urlaub schließlich da. 🌊🏡


☀️ Küstenpfade, der Gipfelsturm zum Hum und ein unvergessliches Abendessen

Der zehnte Tag unseres Urlaubs – ein Sonntag – startete dank Didis bewährtem Weckmanöver bereits um 7:15 Uhr. Der Blick aus dem Fenster entschädigte jedoch sofort für das frühe Aufstehen: Ein strahlend blauer Himmel und keine Wolke in Sicht! Nach einem ersten, ruhigen Kaffee mit Blick auf das noch still liegende Meer starteten wir mit einer entspannten Gassirunde in den Tag. Als wir zurückkamen, waren auch Cara, Luca und der Rest der Truppe aufgewacht und das Frühstück war schon gedeckt. Perfekt!

Zwischen Olivenhainen an der Nordküste

Frisch gestärkt zog es Sandra, Didi und mich wieder hinaus. Auf dem Plan stand eine kleinere, rund 7 km lange Wanderung an der malerischen Nordküste von Korčula. Unser Startpunkt war der kleine, idyllische Hafen von Prigradica. Zuerst führte uns der Weg sanft bergauf, mal über schmale Schotterpfade, mal ein kurzes Stück entlang der Straße. Nach etwa 500 Metern bogen wir jedoch wieder nach rechts ab und wanderten durch wunderschöne, alte Olivenbaum-Wälder, bis sich der Weg wieder hinunter zur Küste schlängelte. Die letzten zwei Kilometer direkt am Wasser entlang zurück zum Auto waren pures Urlaubsglück. 🫒🌿

Der Berg ruft: Trailrun zur Festung Hum

Nach einer kurzen Verschnaufpause in unserer Ferienunterkunft musste ich endlich ein Projekt in die Tat umsetzen, das mir schon die ganze Woche im Kopf herumging. Von unserer Terrasse aus hatte ich jeden Tag den Sendemast auf dem gegenüberliegenden Berg im Blick – genau dort befindet sich die alte Festung Hum (Hum utvrda). Die Festung selbst sieht man von unten zwar nicht, aber der Drang, dort hochzulaufen, war einfach zu groß.

Also schnürte ich die Laufschuhe für einen anspruchsvollen Trailrun von Vela Luka hinauf zur Hum-Festung, weiter zum Aussichtspunkt Greben Belvedere und zurück über Potirna. Am Ende wurden es 12 knackige Kilometer mit satten 500 Höhenmetern! Der Aufstieg zur Festung hatte es in sich: ein reiner Single-Trail, der unbarmherzig steil bergauf führte. Oben angekommen, war die Aussicht über die Inselwelt jedoch absolut grandios. Weiter ging es zum Greben Belvedere, dieses Mal teilweise über asphaltierte Straßen, bevor die letzten 300 Meter wieder über einen sehr steilen und steinigen Pfad führten. Der Rückweg verlief hauptsächlich über geteerte Straßen – was meinen Beinen allerdings ganz recht war, denn sie waren mittlerweile so platt, dass ich froh war, mich nicht mehr auf den Untergrund konzentrieren zu müssen. 🏃‍♂️⛰️

Gastfreundschaft pur in der Konoba Siloko

Da sich unsere Zeit auf Korčula langsam dem Ende neigt, wollten wir den Sonntagabend mit einem richtig guten Essen krönen. Bei meinen morgendlichen Gassirunden war ich immer wieder an der Konoba Siloko vorbeigekommen, und genau dorthin zog es uns heute. Da auf der Insel noch absolute Vorsaison herrscht, waren wir die einzigen Gäste und hatten die volle Aufmerksamkeit unseres Kellners Dragan, der einen absoluten Spitzenjob machte.

Wir brauchten nicht einmal eine Speisekarte, sondern vertrauten blind seinen Empfehlungen. Eine fantastische Entscheidung! Als Vorspeise servierte er uns ein sensationelles Thunfisch-Tatar, gefolgt von einem fangfrischen Fisch als Hauptgang, der absolut perfekt gebraten und geschmacklich ein Traum war. Begleitet wurde das Ganze von einem leichten, süffigen Hauswein. Zum krönenden Abschluss ließen wir uns noch zu einer Rožata überreden – dem traditionellen dalmatinischen Karamellpudding. Es war ohne Zweifel das beste Abendessen unseres bisherigen Urlaubs! 🐟🍷

Die Geschichte hatte nur einen kleinen Haken: Die Konoba akzeptierte an diesem Abend nur Bargeld, da das Kartengerät noch nicht aktiv war. Ein kurzer Blick ins Portemonnaie verriet uns, dass wir gerade einmal 20 Euro bar dabei hatten. Doch Dragan winkte lachend ab – in der Vorsaison läuft alles entspannter. Es war überhaupt kein Problem, er meinte einfach, wir sollen morgen vorbeikommen und bezahlen. Diese Herzlichkeit macht die Konoba Siloko zu einer echten Empfehlung!

Mein Zitat des Tages: „Manchmal ist das beste Rezept für einen unvergesslichen Abend, einfach die Speisekarte zuzuklappen und Vertrauen zu haben.“ ✨


🏰 Abschied von der Insel, ein gelöstes Rätsel und die Perle der Adria

Der heutige Tag begann mitten in der Nacht – zumindest gefühlt. Um pünktlich 5:15 Uhr schrillte der Wecker, damit wir sicherstellen konnten, dass Cara und Luca ihre Fähre um 6:20 Uhr erwischen. Nachdem das Weckkommando erfolgreich ausgeführt war und die beiden sich auf den Weg machten, kletterten Sandra und ich dankbar noch einmal zurück ins Bett, bis unser eigener Wecker uns um 7:30 Uhr endgültig in den Tag holte. Dann hieß es: Auto packen, Abschied nehmen von Vela Luka und ab zur Fähre von Korčula-Stadt hinüber nach Orebić.

Das Fährglück war auch heute wieder auf unserer Seite. Kaum hatten wir uns eingereiht, standen wir nach kurzer Wartezeit schon auf dem Schiff. So setzten wir bereits um kurz nach elf wieder unsere Reifen auf das kroatische Festland. Die Reise ging weiter, doch vor uns lag noch ein ganz besonderer Zwischenstopp.

Krimistimmung in Metković: Das Rätsel um das Mäppchen

Unser erster Weg führte uns zur Polizeistation in Metković, direkt an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina. Dort sollte ich endlich mein verlorenes Mäppchen wiederbekommen. Die Beamten vor Ort waren unglaublich nett und unkompliziert. Kurz darauf hielt ich es tatsächlich wieder in den Händen: Mein Führerschein, der Personalausweis und sogar 75 Euro Bargeld waren noch da! Das Kuriose allerdings: Alle anderen Karten (Kreditkarten etc.) fehlten spurlos. Ob sie jemand gezielt herausgenommen hat oder sie beim Sturz verloren gingen, bleibt wohl ein Rätsel. Der Zustand des Mäppchens spricht jedenfalls Bände: Es ist komplett demoliert und plattgedrückt, als wäre ein ausgewachsener LKW darübergerollt. 🚗💥

Als kleines Dankeschön hatte ich den Polizisten eine Packung Merci mitgebracht. Der Beamte erklärte mir zwar pflichtbewusst, dass sie keine Geschenke annehmen dürfen, aber irgendwie habe ich die Schachtel beim Gehen ganz „aus Versehen“ auf seinem Schreibtisch liegen lassen. Ein bisschen Karma-Punkte schaden ja nie!


Ankunft in Dubrovnik: Ein Zuhause für uns und das Auto

Frisch legitimiert ging die Fahrt weiter in den Süden nach Dubrovnik. Nach der Ankunft bezogen wir schnell unser Apartment, das etwa 20 Gehminuten von der berühmten Altstadt entfernt liegt. Die Unterkunft ist ein echter Glücksgriff: Schön groß, wunderbar geräumig, mit einem separaten Schlafzimmer und – was in Dubrovnik Gold wert ist – einem eigenen privaten Stellplatz für das Auto. Die Parkpreise hier in der Stadt sind nämlich absolut astronomisch, da ist ein sicherer Parkplatz inklusive der halbe Urlaubsgewinn.

Am späten Nachmittag zog erst einmal ein kräftiges Gewitter über die Stadt hinweg und kühlte die Luft ab. Als der Regen nachließ, nutzten wir die Gunst der Stunde für einen ersten Spaziergang hinunter zur Altstadt. Unser Golden Retriever Didi war von der neuen, wuseligen Umgebung allerdings mäßig begeistert. Er ist und bleibt eben ein echtes Landei und liebt seine Ruhe. Aber nach den vielen Stunden im Auto tat ihm die Bewegung sichtlich gut. 🐾

Kulinarischer Tagesausklang: Otto Street Food

Nach diesem langen Fahrtag hatten wir keine Lust mehr auf ein großes Restaurant-Gedöns. Das Abendessen fiel deshalb relativ unkompliziert, aber verdammt lecker aus: Wir haben uns Essen bei Otto Street Food geholt. Was soll ich sagen? Manchmal sind es die einfachen Dinge, die den Tag perfekt machen. Der Burger war absolute Spitzenklasse, die Pommes knusprig und der Caesar Salad knackig und frisch. Genau das Richtige, um den ersten Abend in dieser geschichtsträchtigen Stadt einzuläuten.

Mein Zitat des Tages: „Manchmal kehren Dinge zu uns zurück, um uns zu zeigen, dass Ehrlichkeit existiert – auch wenn sie dabei aussehen, als wären sie unter die Räder gekommen.“ ✨


🏰 Über den Dächern der „Perle er Adria“ und die Flucht in die grüne Oase

Unser erster richtiger Tag in Dubrovnik startete früh – leider etwas unfreiwillig. Didi hatte wieder eine sehr unruhige Nacht hinter sich und stand bereits um 5:00 Uhr sehnsüchtig an meinem Bett. Um 7:00 Uhr hieß es dann für uns alle: Aufstehen! Unser Plan war es, so früh wie möglich auf die berühmte Stadtmauer zu kommen, um der extremen Hitze und den Touristenmassen zu entgehen. Also drehte ich eine kurze Gassirunde mit Didi, machte einen schnellen Abstecher zum Bäcker, sammelte Sandra ein und kurz darauf saßen wir auch schon in einem Bolt-Taxi Richtung Pile-Tor (Pile Gate), dem Haupteingang zur Altstadt.

Zu dieser Uhrzeit war es vor den Toren noch angenehm leer. Wir hatten uns bereits am Vorabend den Dubrovnik Pass für zwei Tage gekauft. Mit rund 100 Euro pro Person tut das im ersten Moment zwar im Geldbeutel weh, aber es nimmt einem den Stress: Man muss nicht permanent überlegen, ob sich dieser oder jener Eintritt lohnt, sondern geht einfach rein. Dank des Passes konnten wir auch direkt und ohne jede Wartezeit die Stadtmauer besteigen.

Atemberaubende Ausblicke auf der 2-Kilometer-Runde

Schon bei den ersten Schritten unter strahlend blauem Himmel merkten wir, dass es ein verdammt heißer Tag werden würde. Die rund zwei Kilometer lange Runde auf der Stadtmauer ist jede Anstrengung wert, auch wenn es gefühlt unzählige Stufen rauf und runter geht. Die Ausblicke auf die berühmten roten Ziegeldächer der Altstadt auf der einen und das tiefblaue, glitzernde Meer auf der anderen Seite sind schlichtweg atemberaubend. Es waren zwar schon einige andere Frühaufsteher unterwegs, aber die Stimmung war total entspannt – man lief sich auf der Runde immer wieder über den Weg und grüßte sich fast schon vertraut.

Nachdem wir die Mauer wieder verlassen hatten, steuerten wir direkt die Festung Lovrijenac (Tvrđava Lovrjenac) an, die majestätisch auf einem Felsen außerhalb der Stadtmauer thront. Sie ist nicht nur geschichtlich extrem faszinierend, sondern auch ein absoluter Pilgerort für Popkultur-Fans: Hier wurden zahlreiche Szenen für die Serie Game of Thrones (als Roter Bergfried von Königsmund) gedreht. Der Blick von hier oben zurück auf die Stadtmauer ist phänomenal! 🎬⚔️


Zwischen Kreuzfahrt-Massen und einer Oase der Ruhe

Von der Festung zog es uns noch einmal zurück in die Gassen der Altstadt. Zum Glück fanden wir schnell ein paar Wege abseits der Hauptrouten. In den engen, schattigen Seitengassen konnten wir die kühle Luft und die historische Ruhe so richtig genießen. Ein absoluter Glücksgriff war unser Stopp in der Eisdiele und dem Café Gianni nahe dem Hafen. Es entpuppte sich als wahre Oase der Ruhe – und das Beste: Didi wurde hier wie ein Ehrengast behandelt, bekam sofort frisches Wasser und sogar ein paar Hunde-Cookies an den Tisch gebracht! 🐾🍦

Als wir danach jedoch wieder den alten Hafen und die Hauptstraße Stradun erreichten, traf uns fast der Schlag: Die Massen von den riesigen Kreuzfahrtschiffen waren mittlerweile in die Stadt eingefallen. Uns wurde es schlagartig zu wuselig, laut und eng. Zeit für uns, das Weite zu suchen und uns für eine ausgiebige Mittagspause in unser kühles Apartment zurückzuziehen.

Durchatmen im Waldpark Velika i Mala Petka

Da sowohl Sandra als auch Didi sichtlich k.o. von der drückenden Wärme und dem Trubel in der Altstadt waren, dehnten wir die Mittagspause bis in den Nachmittag aus. Um den Tag entspannt ausklingen zu lassen, suchten wir nach einem Kontrastprogramm zur steinernen Stadt und fanden es im Waldpark Velika i Mala Petka (Park šuma Velika i Mala Petka).

Sobald man die Stadt hinter sich lässt und diesen geschützten Wald betritt, fällt der Stress sofort ab. Es war eine unglaubliche Erholung, unter den schattigen Bäumen spazieren zu gehen. Vor allem Didi hat es sichtlich genossen, endlich wieder Waldboden unter den Pfoten zu haben und der lauten Umgebung der Stadt komplett zu entfliehen. Ein perfekter, grüner Abschluss für einen geschichtsträchtigen Tag.

Mein Zitat des Tages: „Die schönsten Orte verlangen oft, dass man früh aufsteht, um ihre wahre Magie zu sehen – und dass man weiß, wann es Zeit ist, sie wieder den Massen zu überlassen.“ ✨


🌊 Didis Badespaß vor großem Publikum, Trailrun und der perfekte (gratis) Sonnenuntergang

Unser zweiter Tag in Dubrovnik begann ganz entspannt. Nach einer kurzen Morgenrunde mit Didi und dem obligatorischen Abstecher zur Bäckerei, um uns mit frischen Leckereien zu stärken, ließen wir den Vormittag ruhig angehen. Erst gegen 10:00 Uhr machten wir uns auf den Weg, um die Stadt weiter zu erkunden. Um Didi und uns den morgendlichen Stress durch den Stadtverkehr zu ersparen, orderten wir wieder ein Bolt-Taxi.

Kultur im Test: Zwischen moderner Kunst und maritimen Enttäuschungen

Unser erstes Ziel war das MOMAD (Museum of Modern Art Dubrovnik / Umjetnička galerija Dubrovnik). Auch wenn Sandra und ich keine klassischen Kunstexperten sind, verspricht ein Museum für moderne Kunst eigentlich immer etwas Außergewöhnliches. Hier wurden wir allerdings enttäuscht: Weder Sandra noch mir hat die Ausstellung zugesagt.

Da Didi verständlicherweise nicht mit hineindurfte, teilten wir uns auf. Während Sandra zuerst die Kunst inspizierte, suchte ich mit Didi einen Zugang zum Meer – und fand den absoluten Jackpot-Platz! Abseits des Trubels konnte ich Didi von der Leine lassen. Er fackelte nicht lange, stürzte sich in die Fluten, tobte im glasklaren Wasser und fing sogar an zu tauchen. Das Beste daran: Direkt über uns auf der mächtigen Stadtmauer spazierten die Touristen entlang. Als sie Didi beim Tauchen entdeckten, blieben einige von ihnen stehen und amüsierten sich köstlich über unseren wasserverrückten Golden Retriever. Ein echter Social-Media-Moment in Echtzeit! 🐾💦 Danach wechselten Sandra und ich: Ich warf einen schnellen Blick ins Museum, während Sandra mit Didi bei einem nahegelegenen Café auf mich wartete.

Später wollten wir noch dem Maritimen Museum (Pomorski muzej) in der Altstadt eine Chance geben. Doch auch das war ein ziemlicher Reinfall. Im Grunde genommen war es nur ein einziger großer Raum. Nach gerade einmal fünf Minuten war ich durch – das kann man kaum als Museum bezeichnen. Unser Fazit: Die wahre Kunst und Geschichte Dubrovniks erlebt man definitiv draußen in den Gassen und nicht in diesen Ausstellungen.

Auf dem Rückweg zu unserem Apartment gönnten wir Didi noch einmal eine ausgiebige Abkühlung im Meer. Er genoss das Bad in vollen Zügen und zog wieder die Blicke von hunderten Touristen auf sich. Man hatte fast das Gefühl, die Menschen hier hätten noch nie einen Hund gesehen, der das Wasser so abgöttisch liebt!


Sportliche Motivation gegen die 30-Euro-Gondel

Nach einer erholsamen Nachmittagspause packte mich der sportliche Ehrgeiz. Ich wollte unbedingt auf den Hausberg von Dubrovnik, den Berg Srđ. Wenn man sieht, dass ein Ticket für die Seilbahn rauf und runter stolze 30 Euro pro Person kostet, motiviert mich das nur umso mehr, die Laufschuhe zu schnüren und die schmalen, steilen Trails aus eigener Kraft zu bezwingen!

Bei 25 Grad und purer Sonne wurde der Aufstieg zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Doch nach knackigen 400 Höhenmetern und einer Strecke von insgesamt 9 Kilometern hatte ich den Aussichtspunkt Dubrava (Dubrovnik vidikovac) erreicht. Der Trailrun hat unglaublich Spaß gemacht und die Aussicht auf Dubrovnik und die umliegende Inselwelt von hier oben ist einfach grandios.

Oben angekommen erlebte ich allerdings eine absolute Frechheit: Da zahlen die Leute schon 30 Euro für die Gondelfahrt nach oben, und dann wird am besten Fotospot noch einmal dreist eine Gebühr von 3 Euro verlangt, nur um ein Bild machen zu dürfen! Eine kommerzielle Abzocke, die man wirklich nicht unterstützen muss.

Das Highlight am Abend: Sonnenuntergang for free

Nachdem wir am Abend in einem kleinen, nahegelegenen Restaurant ganz einfach aber lecker essen waren, hatten wir eine zündende Idee: Wir setzten uns alle ins Auto und fuhren die Serpentinenstraße noch einmal hoch zum Aussichtspunkt Dubrava, um den Sonnenuntergang gemeinsam anzuschauen.

Was für eine Entscheidung! Der Sonnenuntergang war absolut spektakulär, die Atmosphäre friedlich und das Beste: Es hat uns keinen Cent gekostet. Die Fahrt mit dem eigenen Auto ist völlig unkompliziert und auch das Parken oben ist komplett kostenlos. Ein absoluter Geheimtipp für alle Dubrovnik-Besucher, die der Seilbahn-Abzocke entgehen wollen. 🌅✨

Zurück im Apartment hieß es dann: Koffer packen. Die Zeit in Süddalmatien geht zu Ende. Morgen wartet das nächste große Kapitel unseres Roadtrips auf uns: Es geht weiter Richtung Slowenien in die grüne Hauptstadt Ljubljana!

Mein Zitat des Tages: „Die schönsten Erlebnisse kann man nicht kaufen – man findet sie, wenn ein Hund glücklich im Meer taucht oder man aus eigener Kraft den Gipfel stürmt, während andere für die Aussicht bezahlen.“ 🌍 🥾


🇸🇮 Vom Süden in den grünen Norden – Willkommen im charmanten Ljubljana

Der heutige 15. Tag unseres Roadtrips startete extrem früh. Bereits um 6:00 Uhr schrillte der Wecker, denn vor uns lag die längste Etappe der gesamten Reise: Von Dubrovnik im tiefen Süden Kroatiens ging es hinauf nach Ljubljana, die Hauptstadt Sloweniens. Gute 660 Kilometer und rund 7,5 Stunden Fahrtzeit standen auf dem Programm. Natürlich haben wir unterwegs genügend Pausen eingelegt, damit sich Didi regelmäßig die Beine vertreten und im Schatten abkühlen konnte.

Es war faszinierend zu beobachten, wie sich die Landschaft veränderte: Kaum hatten wir die Grenze nach Slowenien überquert, wich die schroffe, mediterrane Küstenlandschaft Dalmatiens einem saftigen Grün. Mit den dichten Wäldern und sanften Bergen kamen wir uns fast schon vor wie in Österreich. In Ljubljana angekommen, steuerten wir direkt unsere Unterkunft an und hatten wieder einmal absolutes Glück: Ein wunderschönes, großes Ein-Zimmer-Apartment in einem komplett neu renovierten Haus, das alles bot, was man für zwei Nächte braucht. Auch die Lage war ein Traum – in einer ruhigen Nebenstraße und kaum 200 Meter vom berühmten Tivoli-Park entfernt.

Aufatmen im Tivoli-Park und slowenische Gemütlichkeit

Nachdem wir das Auto geparkt und kurz verschnauft hatten, lösten wir direkt unser Versprechen an Didi ein. Wir schnappten ihn und starteten zu einer großen, ausgiebigen Runde durch den weitläufigen Tivoli-Park. Nach dem stressigen Pflaster und den Menschenmassen in der Altstadt von Dubrovnik blühte unser Golden Retriever hier regelrecht auf. Man merkte ihm sofort an, wie viel wohler er sich im Grünen fühlte! 🐾🌳

Aber auch auf Sandra und mich sprang der Funke sofort über. Ljubljana hat uns vom ersten Moment an begeistert – eine unglaublich saubere, entspannte und angenehme Stadt, die eine wunderbare Ruhe ausstrahlt.

Kulinarische Entdeckungen: Deftige Küche und das beste Eis der Stadt

Zum Abendessen zog es uns ins Slovenska Hiša – Figovec. Hier wird traditionelle, deftige slowenische Küche serviert. Das Essen war absolut fantastisch und unglaublich lecker, allerdings auch so reichhaltig, dass es für den späten Abend fast schon zu viel des Guten war. Trotzdem durfte der krönende Abschluss bei Sandra natürlich nicht fehlen: Ein gutes Eis! Also spazierten wir weiter zum Vigò, wo es aktuell das unbestritten beste Eis in ganz Ljubljana geben soll. Was soll ich sagen? Die Gerüchte stimmen, es war ein absoluter Traum! 🍦✨

Auf dem Heimweg ließen wir uns noch ein wenig durch die wunderschön beleuchtete Altstadt entlang des Flusses treiben. Eine wirklich zauberhafte Stadt, die uns schon am ersten Abend komplett verzaubert hat.

Mein Zitat des Tages: „Manchmal tut ein Landschaftswechsel nicht nur der Seele gut, sondern zeigt uns auch, dass das größte Urlaubsglück oft im tiefen Grün eines Stadtparks und einer Kugel perfektem Eis liegt.“ 🌍🇸🇮


🏰 Asiatische Düfte, Dorfidylle in Krakovo und ein unvergesslicher Abschlussabend

Unser Tag in Ljubljana begann gegen 7:30 Uhr. Obwohl Sandra und ich beide nicht besonders gut geschlafen hatten, hielt mich nichts in den Federn. Ich schnürte die Laufschuhe für eine 5 bis 6 Kilometer lange Runde durch den Tivoli-Park. Sandra nutzte die Zeit für eine gemütliche Morgenrunde mit Didi im selben Park. Um diese Uhrzeit war es unter den Bäumen noch herrlich ruhig, und ich lief kreuz und quer, um ein paar Kilometer zu sammeln. Genau als ich um die letzte Ecke bog, um den Park zu verlassen, kamen mir die beiden entgegen. Kurzentschlossen brach ich meinen Lauf ab und genoss stattdessen noch einen gemeinsamen Spaziergang im morgendlichen Grün.

Nach einem schnellen Frühstück in unserem Apartment machten wir uns auf, die Stadt zu Fuß zu erobern. Unser erster Weg führte uns direkt zu den berühmten Drei Brücken (Tromostovje) und von dort weiter zur legendären Drachenbrücke (Zmajski most). Die steinernen Drachen an den Brückenköpfen sind wirklich genial und unglaublich detailliert gearbeitet – ein echtes Wahrzeichen! Gleich nebenan ließen wir uns über den lebhaften Wochenmarkt treiben. Zwischen den Ständen mit frischem Gemüse, reifem Obst, duftenden Kräutern und bunten Blumen herrschte ein buntes Treiben, dem man stundenlang einfach nur zuschauen könnte. 🧺🍎

Geheimtipps abseits des Trubels: Das historische Krakovo

Anschließend schlenderten wir ganz entspannt durch die Gassen zwischen Mestni trg und Stari trg (Stadtplatz und Alter Platz), die von vielen kleinen, charmanten Läden gesäumt sind. Ein absoluter Glücksgriff war unser Stopp in der winzigen Kaffeerösterei Mala Pražarna. Dort gönnten wir uns einen hervorragenden Cappuccino – ganz abseits des typischen Touristenstroms.

Die Rösterei liegt im wunderschönen, historischen Viertel Krakovo. Wenn man hier durch die engen Gassen spaziert, vergisst man sofort, dass man sich in einer europäischen Hauptstadt befindet – plötzlich fühlt man sich wie in einem kleinen, idyllischen Dorf. Auf dem Rückweg Richtung Zentrum hatten wir extremes Glück: Auf den Straßen fand zufällig das Festivasia (ein asiatisches Food-Festival) statt, kombiniert mit dem ARTish-Kunsthandwerksmarkt. Kein Wunder, dass die Stadt so voller Leben war! Wir ergatterten an den unzähligen Ständen ein fantastisches Mittagessen, bevor wir uns in der Unterkunft eine wohlverdiente Pause gönnten. 🍜✨


Der Schlossberg-Krimi und ein grandioses Final-Dinner

Nach unserer Pause wollten wir am frühen Abend eigentlich ganz entspannt mit der Standseilbahn auf das Laibacher Schloss (Ljubljanski grad) fahren. Da wir allerdings etwas spät dran waren – es war schon kurz vor sieben –, hatte die Bahn ihren Dienst bereits eingestellt. Also beschlossen wir, ganz dekadent ein Taxi zu nehmen.

Das erste Taxi kam auch nach fünf Minuten, doch als der Fahrer Didi sah, winkte er mürrisch ab und fuhr einfach ohne uns weiter. Also rief ich direkt bei der Taxizentrale an und schilderte die Situation. Das zweite Taxi war ein Volltreffer: Der Fahrer war selbst stolzer Hundebesitzer, super drauf und fuhr uns völlig tiefenentspannt den Berg hinauf zum Schloss. Nach der Besichtigung wollten wir eigentlich gemütlich den Berg hinunterwandern, allerdings war der erste Wanderweg wegen einer Sperrung dicht. Nach einem kleinen Umweg kamen wir schließlich um kurz nach 20:00 Uhr an unserem Ziel an: dem Restaurant Gostilnica 5-6 kg.

Dieses Restaurant war unserem letzten Urlaubsabend mehr als würdig! Es liegt wunderschön, wir konnten herrlich draußen sitzen und das Essen war absolute Spitzenklasse. Satt und glücklich wanderten wir zu später Stunde ein letztes Mal durch die beleuchtete Altstadt und durch den nächtlichen Tivoli-Park zurück zu unserer Unterkunft. 🍷🥩

Eine spontane Planänderung zum Wohl von Didi

Eigentlich hatten wir geplant, die Heimreise zu splitten, über Salzburg zu fahren und dort am Sonntag noch den Tierpark zu besuchen. Als wir jedoch sahen, dass der Wetterbericht für den Sonntag drückende 31 Grad vorhersagte, stand die Entscheidung sofort fest: Das ist viel zu heiß für uns und vor allem für Didi. Wir cancelten kurzerhand das letzte Hotel und beschlossen, am nächsten Morgen direkt durchzufahren nach Hause nach Erlangen. Ein Roadtrip der Kontraste geht zu Ende – erschöpft, aber mit einem Rucksack voller unvergesslicher Erinnerungen!

Mein Zitat des Tages: „Pläne sind dazu da, umgeworfen zu werden – besonders wenn es darum geht, den letzten Abend perfekt zu genießen und am Ende des Tages die beste Entscheidung für die vier Pfoten an unserer Seite zu treffen.“ 🐾🚗


🚗 Kilometerfressen ohne Stau und der Blick auf das nächste Abenteuer

Da wir am Vorabend beschlossen hatten, unseren geplanten Zwischenstopp in Salzburg der Vernunft und der extremen Hitze zu opfern, klingelte der Wecker heute Morgen um 7:30 Uhr. Das bedeutete als allererstes: Koffer zu, Apartment aufräumen und das Auto ein letztes Mal strategisch packen. Nachdem alles im Kofferraum verstaut war, nutzte ich die Zeit für eine letzte, gemütliche Abschiedsrunde mit Didi im Tivoli-Park.

Da heute Pfingstsonntag war – was auch in Slowenien ein hoher Feiertag ist –, standen wir allerdings vor einer kleinen Herausforderung: Fast alle Bäckereien in der Stadt hatten geschlossen. Zum Glück wurden wir nahe der Innenstadt an einem Stand fündig, der frisches Burek verkaufte. Genau der richtige Proviant für eine lange Autofahrt! Um Punkt 9:00 Uhr hieß es dann endgültig: Servus Ljubljana, ab nach Hause Richtung Erlangen.

Was soll ich sagen? Die Entscheidung, direkt durchzufahren, war goldrichtig. Nach sechs Stunden Fahrt kamen wir völlig entspannt und ohne einen einzigen Zentimeter Stau zu Hause an. Die knapp 600 Kilometer flogen fast wie im Flug an uns vorbei. Ein perfektes Ende für einen Roadtrip, der uns so viel geboten hat.


🌍 Das Fazit unserer Reise: Kontraste, Kilometer und pures Glück

Das war er also – unser erster großer Urlaub für dieses Jahr. Wenn ich die vergangenen 17 Tage Revue passieren lasse, bin ich einfach nur dankbar. Wir haben über 2.500 Kilometer zurückgelegt, haben die barocke Eleganz von Graz erlebt, sind durch die geschichtsträchtigen Gassen von Split und Dubrovnik geschlendert und haben auf Korčula ein kleines Inselparadies gefunden. Wir sind Trails gelaufen, haben prähistorische Grotten bestaunt und die unbezahlbare kroatische Gastfreundschaft abseits der Hauptsaison genossen. Und vor allem hat uns Didi mal wieder gezeigt, dass ein Urlaub im Grünen oder am Wasser mit Hund einfach unschlagbar ist.

Für uns beginnt jetzt erst einmal eine kleine „Urlaubs-Durststrecke“ im heimischen Franken. Doch der nächste Meilenstein steht schon fest im Kalender: Ende Oktober / Anfang November brechen wir auf zu unserem nächsten großen Abenteuer. Dann lassen wir das Auto stehen und es geht per Langstreckenflug in ein echtes Südseeparadies: Die Seychellen warten auf uns! Bis dahin zehren wir von den wunderschönen Erinnerungen an diesen unvergesslichen Roadtrip durch Mitteleuropa.

Danke fürs Mitreisen und bis zum nächsten Mal! 🏝️✈️

Meine finale Erkenntnis der Reise: „Die besten Reisen misst man nicht in Kilometern, sondern in den Momenten, in denen man alles um sich herum vergisst – und in der Gewissheit, dass das nächste Abenteuer immer schon am Horizont wartet.“ ✨