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Fast 10 km beim Baiersdorfer Krenlauf 2019

Der Halbmarathon beim Obermain Marathon in Bad Staffelstein ist gerade mal 3 Wochen her und schon ging es am vergangenen Wochenende zum nächsten schnellen 10 km Rennen nach Baiersdorf, in der Nähe von Erlangen.

Der Baiersdorfer Krenlauf fand dieses Jahr zum dritten Mal statt und verbuchte insgesamt über 750 Starter in den unterschiedlichen Distanzen. Ich startete hier mit 4 weiteren Arbeitskollegen als „Interflex Team“ und mein ganz klarer Auftrag war, einen meiner Kollegen (Kevin) unter die 45 Minuten Marke zu bringen.

Der Start sollte um 11:30 Uhr erfolgen und so trafen wir uns bereits um 11:00 Uhr für einen ersten Fototermin.

Interflex Running Team
(von links nach rechts: Rene,Barbara,Malik,Kevin, Johannes)
Interflex Running Team

Hier muss ich mich schon einmal riesig bei meiner Tochter Cara bedanken, die heute als Fotografin mit beim Lauf war. Es sind wirklich ein paar tolle Bilder entstanden!

Im Anschluss an die Fotosession liefen wir uns warm und kurz darauf war es auch schon Zeit sich in die Startaufstellung zu begeben. Ich reite mich mit Kevin relativ weit vorne ein, um von Anfang an die angestrebte Pace laufen zu können. Kaum war es kurz vor 11:30 Uhr wurde auch schon von 10 heruntergezählt und die Meute wurde auf die Strecke gelassen.

Die schnellen Jungs ganz vorne
… und die nicht ganz so schnellen etwas weiter hinten

Ich hatte mir fest vorgenommen den ersten Kilometer nicht zu schnell anzugehen, damit wir auch schnell unseren angestrebten Rhythmus finden könnten. Doch wie immer zog das gesamte Feld zu Beginn ordentlich an und die Pace lag sofort einiges unter 4:00 min/km. Wir ließen uns die ersten 200-300m mitreißen und nachdem sich das Feld etwas sortiert hatte, nahmen wir Speed raus und pendelten uns bei einer 4:15 min/km ein.

Jetzt hieß es gleichmäßig zu laufen, um Kevin gut über die 10 km zu bringe. Die Strecke verlief den ersten Kilometer durch ein Wohngebiet und nachdem wir wieder bei Start und Ziel vorbei kamen, ging es über die Bundesstraße raus aus der Ortschaft.

Nach 1,5 km konnten wir noch lachen

Nach 2 km ging es dann in Richtung des nahe gelegenen Baggersees, welchen es einmal zu umrunden galt. Der Untergrund wechselte von Teer zu Schotter und der Regen der vergangenen Nacht bescherte uns hier viele schöne große Pfützen. Kevin lief jetzt hinter mir und ich gab ihm durch Handzeichen immer wieder Hinweise, wo er laufen sollte, damit er nicht gleich nasse Füße bekam.

Der Weg um den Baggersee betrug gute 2 km und am Ende erreichten wir wieder die Bundesstraße, welche uns wieder Richtung Start/Ziel bringen sollte. Auf diesem Stück gab es eine kleine Brücke, die so manch einen Läufer etwas aus dem Lauf-Rhythmus brachte.

Wir hielten die Pace konstant und absolvierten die erste ~5 km Runde mit 20:53 Minuten. Die Beine fühlten sich bei mir immer noch sehr gut an und Kevin war immer noch direkt hinter mir. Alles schien wie geplant zu laufen.

Es ging auf die zweite ~5 km Runde, der Blick Richtung Himmel ließ nichts Gutes erahnen. Die Wolken wurden dunkler und ich hoffte nur, dass der Regen bis nach dem Lauf warten würde. Als ich mich 200m nach Start und Ziel wieder umblickte, klaff plötzlich zwischen mir und Kevin eine größere Lücke. Gerade war er noch an mir dran und jetzt lagen ca. 20m zwischen uns. Ich drosselte etwas die Pace, doch er kam nicht näher ran. Ich blickte mich immer wieder um, der Abstand blieb gleich und ich überlegte was ich tun sollte.

Er hatte eigentlich genug Polster, um locker unter den 45:00 Minuten zu bleiben und sollte es auch schaffen wenn wir nicht mehr direkt zusammen liefen. So nahm ich meine Pace wieder auf und machte mich alleine auf die letzten 4 km.

4 km to go

Es ging jetzt wieder raus in Richtung des Baggersees und die Wolken wurden immer dunkler. Bei mir lief die zweit platzierte Frau und wir wechselten uns immer wieder mit dem Windschattenspenden ab. Als wir den nördlichsten Punkt der Strecke erreicht hatten, begann es zuerst zu Regnen und dann ging dieser in Graupel über. Nicht gerade angenehm, aber es waren nur noch knapp 2 km bis ins Ziel.

Bis es wieder auf die Bundesstraße ging lief ich weiter mit der zweiten platzierten Frau und einem anderen Läufer. Als es dann von der Brücke herunter ging, zog ich die Pace noch einmal an. Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass sich Beide dran hängen würden, doch der Abstand wurde schnell größer. Voll gepumpt mit Adrenalin, zog ich die letzten 250m durch und erreichte die Ziellinie nach 42:02 Minuten.

Kurz vor dem Ziel

Mein erster Gedanke: „Wie geil ist das denn, eine neue PB über 10 km!“; doch dann stutzte ich. Meine Uhr zeigte nur 9,9 km an, hatte meine Garmin
wieder mal falsch gemessen? Es stellte sich aber schnell heraus, dass die Strecke wirklich nur 9,9 km war und somit war es auch nicht wirklich eine neue PB. aber es reichte zum 55ten Gesamtplatz und zum 5ten Platz in meiner Alterklasse.

Kaum hatte ich mich wieder sortiert, war auch schon Kevin im Ziel. Er hatte nur 30 Sekunden verloren und somit einen top Lauf hingelegt.

Kevin beim Zieleinlauf

Nach und nach trafen auch die anderen Kollegen ein.

Finisher!!!

Zuerst gab es das Finisher Bier und im Anschluss haben wir uns während der Siegerehrung noch Bratwurstbrötchen, Kuchen und Kaffee gegönnt … was will der Läufer mehr.

Jetzt schnell etwas ausruhen und in einer Woche geht es dann zum Halbmarathon des Bamberger Weltkulturerbe Laufs.

Bis dahin … keep on running!

Jahresausklang beim Nürnberger Silvesterlauf 2018

Wie schon die letzten Jahre zog es mich auch dieses Silvester wieder zum Jahresabschluß-10er nach Nürnberg. Mein Trainingsfokus lag im Vorfeld natürlich nicht auf der Absolvierung von einem schnellen 10er, sondern eher auf längeren Trailläufen mit Höhenmetern. Da ich aber in den letzten zwei Monaten auch immer brav meine Tempoläufe und Intervalltrainings absolviert hatte, hoffte ich das Beste. Wollen wir doch mal sehen was mit einem Körper, der seit heute 50 Jahre alt ist, noch geht

Der Start ist in Nürnberg immer erst um 13:00 Uhr, so kann man an Silvester schön ausschlafen, in Ruhe Frühstücken und sich dann ganz gemütlich auf den Weg zum Café Seehaus („Wastl“) am Wöhrder See machen, wo die Startunterlagen ausgegeben werden.

Das Einzige was bei dieser Veranstaltung etwas tricky sein kann, ist die Parkplatzsuche, da sie direkt in einem Wohngebiet liegt. Doch da hatte ich dieses Jahr wirklich Glück und habe in unmittelbarer Nähe zum Café einen Platz bekommen (ein Stressfaktor weniger).

Die Abholung der Startunterlagen verlief wie immer super schnell und so machte ich mich auf den Weg nach ein paar bekannten Gesichtern Ausschau zu halten. Gleich am Ausgang traf ich auf Steffen und kurz darauf gesellte sich Jörg noch dazu. Kurz etwas gequatscht und dann ab zum umziehen und Warmlaufen.

Mit über 1000 Läufern ist hier schon einiges los und es machte Sinn sich etwas weiter vorne einzureihen, wenn man den Lauf etwas schneller angehen möchte und nicht Kilometerlang im Zickzack laufen will. In der Startaufstellung traf ich dann noch auf Michael, der mit zwei weiteren Bekannten am Start war. Er peilte auf den ersten 1-2 Kilometern so eine 4:15 – 4:20er Pace an und so beschloss ich mich an seine Fersen zu haften, entweder es lief gut oder aber ich würde schnell abreißen lassen

Plötzlich ging alles ganz schnell und der Lauf wurde freigegeben, dabei hatte ich meine neue Fenix 5x Plus (Geburtstagsgeschenk meiner Frau :-)) noch gar nicht angeworfen. Also schnell herumgedrückt und … das scheiß neue, scheiß teure, hochtechnisierte Ding vibriert nur noch und ist eingefroren/abgestürzt. Alles Drücken half nichts, also bin ich erstmal so los gelaufen, denn der Softreset hat auch nicht gleich funktioniert.

Jetzt war es gut, dass ich mich an Michael orientieren konnte, so wusste ich zumindest, dass ich in meiner anvisierten Pace lief. Nach den ersten 300-400 Metern, nachdem sich das Feld etwas sortiert hatte, startete ich einen neuen Versuch die Uhr doch noch wieder in einen Normalzustand zu versetzen. Wenn man so mit einer 4:15er Pace unterwegs ist, ist so ein Softreset der Uhr gar nicht so einfach. Endlich beim dritten Versuch war die Uhr gnädig mit mir und startete neu und ich konnte die Aufzeichnung starten

Es lief erstaunlich gut und ich konnte die Pace ganz gut halten und nachdem wir die ersten Engstellen gemeistert hatten, konnte ich mich ganz darauf konzentrieren meinen Rhythmus zu finden.
Auf der Südseite des Whörder Sees musste ich Michael dann ziehen lassen und etwas Speed raus nehmen, 4:10 – 4:15 waren mir auf Dauer doch etwas zu schnell.

Kurz vor Ende der ersten Runde um den Whörder See, kommt eine Stelle die viele Läufer hassen, weil es kurz mal ein paar Meter nach oben geht. Hier hat man als Trailrunner dann so seine Vorteile und kann immer ein paar Läufer überholen.

Und schon war die erste von zwei Runden absolviert, wie immer waren im Start-Ziel-Bereich die meisten Zuschauer und die Stimmung war richtig gut. Die gute Stimmung setzte noch mal extra Energie frei und so war der nächste Kilometer wieder schneller. Irgendwie ist die zweite Runde bei diesem Lauf immer etwas kurzweiliger und so befand ich mich plötzlich schon auf den letzten 2 Kilometern. Ich horchte mal kurz in meine Beine rein, ob da noch etwas Tempoverschärfung gehen würde, doch die winkten dankend ab. So versuchte ich meine Pace zu halten und auch an dem schönen kleinen Anstieg nicht langsamer zu werden.

Und dann war es schon wieder vorbei und ich passierte nach 42:43 die Ziellinie. Bei Strava (Nürnberger Silvesterlauf 2018) sieht die Zeit und Streckenlänge etwas anders aus, da hier noch die ersten paar 100 Meter fehlen, währende denen meine Uhr noch nicht so recht Lust hatte etwas aufzuzeichnen.

Im nach hinein musste ich feststellen war dies meine dritt beste 10 km Zeit! Vielleicht sollte ich doch mal darauf trainieren unter die 40:00 Minuten zu kommen.

Doch für das Jahr 2018 war dies ein sehr guter Abschluss und 2019 kann kommen.

Bis zum nächsten Laufbericht in 2019 … keep on running!