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Abenteuer Island: Unser Roadtrip durch das Land aus Feuer und Eis

Island – ein Land, das uns mit seiner wilden Natur, den faszinierenden Vulkanlandschaften, tosenden Wasserfällen und dem ganz besonderen Charme seiner Städte von der ersten Sekunde an verzaubert hat. Unsere 16-tägige Reise wurde zu einem unvergesslichen Roadtrip, der uns von der quirligen Hauptstadt Reykjavík bis in die entlegensten Fjorde führte. Wir passierten majestätische Gletscher, wärmten uns an heißen Quellen und ließen uns den Wind an tiefschwarzen Sandstränden um die Nase wehen. In diesem Reisebericht nehmen wir euch mit zu den Highlights, die uns besonders tief beeindruckt haben – natürlich gespickt mit ein paar spannenden Funfacts und ganz viel Inspiration für eure eigene Island-Tour!

Island

🇮🇸 Reykjavík – Das pulsierende Herz Islands

Unser Abenteuer startete in Reykjavík, der nördlichsten Hauptstadt der Welt. Schon beim Verlassen des Flugzeugs und der ersten Landung spürt man diese ganz besondere, isländische Atmosphäre: Es ist eine faszinierende Mischung aus moderner, kreativer Stadt und der rauen, unberührten Natur, die direkt hinter den bunten Häuserzeilen beginnt. Die Stadt hat uns sofort in ihren Bann gezogen.

Hallgrímskirkja – Islands ikonisches Wahrzeichen

Die Hallgrímskirkja überragt stolz die Stadt und ist als echtes Wahrzeichen von Reykjavík absolut nicht zu übersehen. Mit ihren stolzen 74,5 Metern zieht sie alle Blicke auf sich. Uns hat das Design total begeistert: Inspiriert von den markanten Basaltsäulen, die man überall in der isländischen Landschaft findet, wirkt die Architektur fast wie ein futuristischer, versteinerter Vulkan. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, den Turm zu erklimmen. Von dort oben wird man mit einem grandiosen Panoramablick über die bunten Dächer der Stadt und das tiefblaue Meer belohnt! Ein kleiner Fact am Rande, der uns zum Staunen brachte: Wusstet ihr, dass die Kirche fast 40 Jahre Bauzeit verschlungen hat? Ein echtes Geduldsspiel, das sich aber definitiv gelohnt hat!

Harpa – Das gläserne Konzerthaus

Direkt am lebendigen Hafen von Reykjavík stießen wir auf die Harpa, ein wahres architektonisches Juwel. Die gigantische, gläserne Fassade ist so konstruiert, dass sie an filigrane Eiskristalle erinnert. Je nachdem, wie das arktische Licht einfällt, spiegelt es sich spektakulär in tausend Facetten wider – besonders zur goldenen Stunde im Sonnenuntergang ein absoluter Traum für jeden Fotografen! Das Gebäude ist aber weit mehr als nur ein reiner Konzertsaal. Es fungiert als lebendiger, kultureller Treffpunkt voller stylischer Cafés, toller Restaurants und wechselnder Ausstellungen, in denen man wunderbar verweilen kann. Funfact: Für diese grandiose Meisterleistung wurde die Harpa im Jahr 2013 mit dem renommierten Architekturpreis Mies van der Rohe Award ausgezeichnet.

Sun Voyager & Uferspaziergang

Bei unserem Spaziergang entlang der Küste durfte ein Stopp an der berühmten „Sun Voyager“ (isländisch: Sólfar) natürlich nicht fehlen. Diese elegante, moderne Skulptur aus glänzendem Stahl ist einem stilisierten Wikingerschiff nachempfunden. Sie soll jedoch kein Kriegsschiff darstellen, sondern symbolisiert vielmehr den zeitlosen Traum von unentdeckten Welten, Freiheit und Fortschritt. Direkt am Ufer gelegen, bettet sich das Kunstwerk in eine grandiose Kulisse ein. Der Weg eignet sich perfekt für einen ausgiebigen, entspannten Uferspaziergang, bei dem man den Blick über den rauen Atlantik und die schneebedeckten Berge im Hintergrund schweifen lassen kann. Für uns der perfekte Ort für eine kleine Verschnaufpause oder um einen magischen Sonnenuntergang zu genießen.

Laugavegur – Bunte Einkaufsstraße mit Charme

Wer das urbane Leben atmen möchte, muss auf die Laugavegur! Sie ist die pulsierende Lebensader und Haupteinkaufsstraße von Reykjavík. Wir haben es geliebt, an den herrlich bunten Holzhäusern vorbeizuschlendern, die der Straße so viel Charakter verleihen. Hier reihen sich süße, kleine Boutiquen, gemütliche Cafés und einladende Bars aneinander. Überall stolpert man über innovatives, isländisches Design und lokale Spezialitäten in einer herrlich unaufgeregten, entspannten Atmosphäre. Unser persönlicher Insider-Tipp: Schnappt euch unterwegs unbedingt einen der legendären isländischen Hot Dogs – mit den Röstzwiebeln und der speziellen Sauce ein absolutes kulinarisches Must-have, an dem kein Weg vorbeiführt! 🌭

Tjörnin-See & Austurvöllur-Platz

Ein wunderbarer Ort zum Durchatmen ist der kleine Tjörnin-See, der sich idyllisch mitten in der Stadt an die Häuser schmiegt. Er ist ein extrem beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher gleichermaßen. Rund um das Ufer kann man herrlich die Seele bammeln lassen, spazieren gehen und die unzähligen, lautstarken Wasservögel beobachten, die hier ihr Zuhause haben. Nur ein paar Schritte weiter liegt der geschichtsträchtige Austurvöllur-Platz. Er bildet das grüne Herz Reykjavíks, auf dem im Sommer bei gutem Wetter Straßenkünstler, Live-Musik und kleine Märkte für eine wunderbar ausgelassene Stimmung sorgen.

Weitere Eindrücke aus dieser wunderschönen Stadt


🚗 Auf in den Westen: Von Reykjavík nach Grundarfjörður

Nach den Stadteindrücken hieß es für uns: Koffer packen und ab in die Wildnis! Mit unserem treuen Suzuki Jimny starteten wir voller Vorfreude in Richtung Westen. Für uns zwei war der kleine Flitzer einfach ideal – kompakt, wendig, mit einem überraschend geräumigen Kofferraum für all unser Gepäck und natürlich voll geländetauglich. Je weiter wir uns von der Hauptstadt entfernten, desto dramatischer und ungezähmter wurde die Landschaft um uns herum. Ein Highlight jagte das nächste! Genau das richtige Terrain für unseren „Jimmy“, der sich schnell als das perfekte kleine Abenteuerfahrzeug für Island-Entdecker entpuppte.

Die skurrile Story hinter unserer „Bananenkiste“: Da wir auf unserer Islandreise als Selbstversorger unterwegs waren und quasi komplett aus dem Kofferraum lebten, brauchten wir dringend eine praktische, robuste Faltbox für all unsere Lebensmittel und den täglichen Kleinkram – eben so, wie man es klassisch aus deutschen Supermärkten kennt. Doch in Reykjavík gestaltete sich die Suche danach als echtes, kleines Drama! In den Läden schien niemand zu verstehen, was wir suchten. Als wir schließlich völlig verzweifelt in einem Supermarkt einen Mitarbeiter um Hilfe baten, schüttelte dieser nur lächelnd den Kopf – verschwand kurz im Lager und kam stolz mit einer massiven Bananenkiste aus Pappe zurück. Was sollen wir sagen? Diese simple Kiste begleitete uns treu über beeindruckende 2.700 Kilometer quer durch Island. Am Ende war sie stabiler, praktischer und charmanter als jede Plastik-Faltbox, die wir uns hätten wünschen können! Ein echter Roadtrip-Held. 🍌

🦭 Ytri Tunga Beach – Robbenbeobachtung hautnah

Unser erster großer Naturstopp führte uns zum Ytri Tunga Beach auf der wunderschönen Halbinsel Snæfellsnes. Der Strand ist weltberühmt für seine tiefenentspannten Seehundkolonien. Und tatsächlich: Wir hatten Glück! Die Tiere lagen herrlich faul im Sand und auf den von Algen bedeckten Felsen und schienen uns Besucher mit ihren großen Kulleraugen mindestens genauso neugierig zu beobachten wie wir sie. Ein absolut faszinierender Funfact, den wir gelernt haben: Robben können bis zu 30 Minuten am Stück unter Wasser bleiben! Um das in den eiskalten isländischen Gewässern zu schaffen, verlangsamen sie ihren Herzschlag drastisch, sparen so extrem viel Energie und können problemlos abtauchen. Was uns außerdem auffiel: Die Tiere am Ytri Tunga Beach haben ganz unterschiedliche Fellzeichnungen, von einem fast strahlenden Weiß bis hin zu einem tiefen Dunkelbraun. Ein unglaublich fotogenes Naturschauspiel, das uns restlos begeistert hat.

🏞️ Bjarnarfoss – Der majestätische, versteckte Wasserfall

Weiter ging es zum Bjarnarfoss, einem Wasserfall, der sich spektakulär an den Klippen hinabstürzt. Er wird komplett von eisigem Schmelzwasser gespeist, das direkt von den majestätischen, umliegenden Bergen und Gletschern kommt. Wir hatten das Glück, ihn in seiner vollen Pracht zu erleben: Besonders im Frühling und Sommer, wenn das Eis oben in den Höhen taut, schwillt der Fluss hinter den Kaskaden massiv an und sorgt für ein ohrenbetäubendes, kraftvolles Naturschauspiel. Das eiskalte, kristallklare Wasser bahnt sich seinen Weg über Jahrtausende altes, vulkanisches Gestein, was dem sprudelnden Bachlauf eine fast magische Reinheit verleiht. Für uns war der Bjarnarfoss ein perfektes Beispiel dafür, wie eng Islands ungezähmte Gletschermassen und die spektakuläre Vielfalt der Landschaft miteinander verwoben sind.

⛪ Búðakirkja – Die geheimnisvolle schwarze Kirche

Inmitten einer weiten, rauen Gras- und Lavalandschaft stießen wir auf die berühmte Búðakirkja. Diese kleine, pechschwarze Holzkirche auf der Halbinsel Snæfellsnes wirkt auf den allerersten Blick minimalistisch und fast unscheinbar, doch sie birgt eine düstere, mystische Vergangenheit. Im 17. Jahrhundert war die einsame Gegend rund um Búðir nämlich Schauplatz von harten Hexenverfolgungen – mehrere Frauen wurden hier damals der dunklen Magie bezichtigt und grausam hingerichtet. Bis heute hält sich unter den Isländern hartnäckig die Legende, dass die Kirche auf einem uralten, heidnischen Kultplatz errichtet wurde, was ihr eine unheimlich dichte, fast greifbare Aura verleiht. Manche Einheimische erzählen sich sogar flüsternd von mysteriösen, unerklärlichen Geräuschen und einem plötzlichen Gefühl der Beklemmung, wenn man sich in stockdunkler Nacht allein der Kirche nähert… Uns hat der Ort auf jeden Fall eine wohlige Gänsehaut verpasst!

🌊 Arnarstapi Cliff mit Gatklettur und Músagjá

Nächster Halt: Die dramatische Steilküste von Arnarstapi! Die Klippen dort haben uns mit ihren bizarren, perfekt geformten Basaltsäulen absolut den Atem geraubt. Das absolute Highlight ist die weltberühmte Felsbrücke Gatklettur, die sich wie ein monumentales, natürliches Tor mitten in die peitschende Meeresbrandung stemmt. Ein wunderschöner, poetischer Funfact: Der Name „Gatklettur“ bedeutet übersetzt schlicht „Lochfelsen“. Die Isländer sagen gern, dass man, wenn man ganz still ist und durch die Felsöffnung lauscht, den tiefen, alten Herzschlag der gesamten Insel hören kann – und ganz ehrlich, wenn der arktische Wind kraftvoll durch das Steintor pfeift, fühlt es sich genau so an! Nur ein paar Schritte weiter stießen wir auf die winzige, versteckte Schlucht Músagjá. Ihren kuriosen Namen („Mäuseschlucht“) verdankt sie angeblich den unzähligen kleinen Seevögeln, die in den Felsspalten nisten und deren Zwitschern wie ein lebendiges, fröhliches Konzert durch die Wände hallt. Wer hier entlangwandert, taucht tief ein in eine Welt voller isländischer Naturmagie.

🪨 Rauðfeldsgjá Gorge – Die geheimnisvolle Sagen-Schlucht

Zum Abschluss des Tages wartete noch ein echtes Mysterium auf uns: die Rauðfeldsgjá, eine extrem schmale, tiefe Schlucht, die wie ein gigantischer Schwerthieb mitten ins Berginnere führt. Wenn sich der isländische Nebel um die Felsen legt, wirkt der Ort fast unwirklich. Was viele Reisende gar nicht wissen und oft achtlos übersehen: Diese Schlucht ist der Schauplatz einer jahrhundertealten, dramatischen Island-Saga! Der Legende nach wurde hier vor langer Zeit der junge Rauðfeldur nach einem Familienstreit von seinem Onkel hineingestoßen und versteckt – eine Geschichte, die dem Ort eine herrlich schaurige Note verleiht. Der Weg hinein ist ein kleines Abenteuer: Es ist feucht, das Wasser plätschert am Boden und es kann stellenweise spiegelglatt werden. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind hier absolute Pflicht! Doch das fantastische, intensive Echo in den engen Höhlenwänden und die monumentalen Felsformationen über den eigenen Köpfen entlohnen für jeden rutschigen Schritt. Man kann die alten isländischen Geschichten beim Wandern förmlich spüren!

Nach diesem Tag voller unvergesslicher Eindrücke, Wind und rauer Natur hatten wir uns eine Belohnung redlich verdient. Zum krönenden, gemütlichen Abschluss des Tages genossen wir ein fantastisches Abendessen im Bjargarsteinn Mathús – einem unglaublich urigen Restaurant, das uns mit fangfrischen, traditionellen isländischen Spezialitäten und einer herzlichen Atmosphäre den perfekten Tagesausklang beschert hat.


Kirkjufell & Kirkjufellsfoss – Das meistfotografierte Naturwunder Islands

Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von Grundarfjörður – doch ein absolutes Weltklasse-Motiv lag quasi direkt vor unserer Haustür: der majestätische Kirkjufell. Mit seiner unverkennbaren, steil aufragenden und fast symmetrisch spitz zulaufenden Form zieht dieser Berg jeden Betrachter sofort in seinen Bann. Er gilt völlig zu Recht als einer der markantesten und am häufigsten fotografierten Berge des gesamten Landes. Direkt nebenan stürzt der malerische Wasserfall Kirkjufellsfoss in mehreren Stufen herab. Die Kombination aus dem rauschenden, kristallklaren Wasser im Vordergrund und der markanten Bergsilhouette im Hintergrund bildet eine absolut perfekte, Postkarten-reife Kulisse.

Besonders zur goldenen Stunde, wenn die Sonne tief steht, oder in den kalten Wintermonaten, wenn die magischen grünen Nordlichter den Nachthimmel über dem Gipfel erhellen, wird dieser Ort zu einem absoluten Sehnsuchtsort für Fotografen aus aller Welt. Und für alle Serien-Freaks unter euch haben wir noch einen genialen Funfact parat: Erkennen euch die eisigen Formen des Berges irgendwie bekannt vor? Kein Wunder! Der Kirkjufell diente nämlich in der weltberühmten Fantasy-Serie Game of Thrones als spektakuläre Kulisse und wurde dort als der mystische „Berg wie eine Pfeilspitze“ (Arrowhead Mountain) jenseits der Mauer unsterblich gemacht. Ein echtes Must-see, das live noch viel beeindruckender wirkt als auf jedem Bildschirm! 🎬

Guðrúnarlaug Hot Spring – Ein warmes Bad inmitten lebendiger Geschichte

Wir verließen die Halbinsel Snæfellsnes und steuerten unseren Suzuki Jimny weiter in Richtung Norden. Nach einer längeren Fahrt durch die einsame, weite Landschaft war es Zeit für eine ganz besondere Belohnung: die Guðrúnarlaug. Diese winzige, unglaublich urige und liebevoll mit Natursteinen eingefasste heiße Quelle liegt herrlich idyllisch im Westen Islands. Das herrlich warme Quellwasser lädt sofort dazu ein, die Seele baumeln zu lassen, die kühle arktische Luft im Gesicht zu spüren und den Blick über die friedlichen, saftig grünen Hügel der Umgebung schweifen zu lassen. Ein absoluter Wellness-Traum mitten im Nirgendwo!Doch dieser magische Badeort ist weit mehr als nur ein schöner Hot Pot – er ist ein echtes, lebendiges Stück isländischer Kulturgeschichte. Die Quelle wurde nämlich nach der legendären Guðrún Ósvífrsdóttir benannt, einer der schillerndsten Hauptfiguren aus den berühmten isländischen Laxdæla-Sagas. Guðrún galt in den jahrhundertealten Überlieferungen als eine der klügsten, schönsten, aber auch stolzesten Frauen ihrer Zeit, deren dramatisches Liebesleben und schicksalhafte Entscheidungen die isländische Literatur bis heute prägen. Genau an diesem Ort soll sie vor über tausend Jahren schon gesessen und Kraft geschöpft haben. Wer also Ruhe, Natur und die tief verwurzelten Mythen Islands miteinander verbinden möchte, findet hier die perfekte, tiefenentspannte Mischung.

Kolugljúfur – Die wilde, vom Geist einer Riesin bewachte Schlucht

Gut aufgewärmt setzten wir unsere Reise fort und stießen tiefer im Norden auf ein echtes Naturmonument abseits der typischen Touristenpfade: die atemberaubende Kolugljúfur-Schlucht. Hier bricht sich der mächtige Fluss Víðidalsá mit einem ohrenbetäubenden, unbändigen Rauschen seinen Weg durch das tief aufgerissene, dunkle Gestein. Wenn man am Rand der Klippen steht und zusieht, wie die Wassermassen in mehreren tosenden Wasserfällen in die Tiefe stürzen, packt einen die raue, ungezähmte Kraft der isländischen Natur sofort.Wie so viele magische Orte in Island hat auch diese Schlucht eine wunderbar geheimnisvolle Entstehungsgeschichte, die auf alten Volkssagen basiert. Ihr Name stammt nämlich von der sagenumwobenen Riesin Kola. Der Legende nach war Kola eine unvorstellbar mächtige Riesenfrau, die tief in dieser Schlucht ihr Lager aufschlug. Sie soll die weiten Betten im Fels ausgehoben haben, um darin zu schlafen, und fing die Lachse im Fluss direkt mit ihren bloßen Händen. Die Isländer erzählen sich bis heute mit einem Schmunzeln, dass Kolas unbändige Wut und ihre magischen Kräfte die wilden, tosenden Strudel im Wasser verursachen – und manche schwören sogar, dass ihr Geist noch immer tief unten in den schattigen Felsspalten spukt. Wenn man den feinen Sprühnebel im Gesicht spürt und dem tiefen Grollen des Wassers lauscht, hinterlässt dieser Ort definitiv ein herrlich mystisches Kribbeln im Bauch!

Hvítserkur – Der versteinerte Fels-Drache an der Nordküste

Zum spektakulären Abschluss dieses Tagesausflugs zog es uns an die wilde Nordwestküste Islands, genauer gesagt an den einsamen Sandstrand der Halbinsel Vatnsnes. Dort ragt ein echtes geologisches Kunstwerk stolz aus den rauen Wellen des Atlantiks: der Hvítserkur. Dieser markante, stolze 15 Meter hohe Basaltfelsen besitzt eine absolut faszinierende Form. Je nachdem, aus welchem Blickwinkel man ihn betrachtet und wie viel Fantasie man mitbringt, sieht er für den einen aus wie ein riesiger, versteinerter Troll und für den anderen wie ein gigantischer Drache, der friedlich den Kopf senkt, um aus dem eiskalten Meerwasser zu trinken.Die alten isländischen Legenden erzählen sich natürlich eine ganz eigene, wunderbar schaurige Geschichte dazu: Demnach war Hvítserkur einst ein grausames, finsteres Monster aus den Bergen, das wütend das nahegelegene Kloster Þingeyrar mit dicken Steinen zertrümmern wollte. Doch der Troll achtete in seinem blinden Zorn nicht auf die Zeit – und als die ersten Strahlen der isländischen Morgensonne den Horizont durchbrachen, erstarrte das Ungeheuer augenblicklich zu ewigem Stein. Besonders atemberaubend ist der Anblick während eines feurigen Sonnenaufgangs oder bei stürmischem, mystischem Wetter, wenn die schäumende, weiße Gischt der Wellen unaufhörlich gegen das uralte Vulkangestein peitscht. Ein absolut magischer Ort, der einem einmal mehr zeigt, wie eng Naturphänomene und Sagen in diesem Land miteinander verschmelzen!


Ólafsfjörður & Umgebung – Zwischen Bergen, Tunneln und einsamen Fjorden

Die Weiterreise führte uns tief in den Norden in die wunderschöne, dramatische Region rund um Ólafsfjörður. Dieses kleine, idyllische Fischerstädtchen liegt absolut spektakulär eingebettet in einem tiefen, von steil aufragenden Bergmassiven umrahmten Fjord. Allein die Anfahrt hierher ist ein echtes Erlebnis für sich: Man passiert abenteuerliche, teils einspurige Tunnel, die direkt durch das massive Gestein der isländischen Berge geschlagen wurden. Wenn man auf der anderen Seite das Tageslicht erblickt, eröffnet sich einem eine fast unwirklich friedliche Kulisse.Die Gegend verzaubert sofort mit ihrer rauen, unberührten Einsamkeit – abseits der Hauptstraßen spürt man hier das authentische, vom Rhythmus des Meeres geprägte Island. Auf unserem Weg durch den Norden passierten wir außerdem wunderschöne Küstenabschnitte, an denen wir einfach anhalten, durchatmen und die grandiose Aussicht auf den endlosen arktischen Ozean genießen mussten. Ein perfektes Fleckchen Erde, um die unendliche Weite der Insel auf sich wirken zu lassen!

Fosslaug – Heiße Quelle mitten in der Natur

Nach so viel Kultur und Autofahrt stand uns der Sinn nach Entspannung – und Island wäre nicht Island, wenn es dafür nicht das perfekte, versteckte Abenteuer bereithalten würde: die Fosslaug! Dieser winzige, völlig naturbelassene Hot Pot liegt herrlich abgelegen im Norden Islands und ist ein absoluter Traum für alle, die das authentische Island-Feeling suchen. Das herrlich warme Quellwasser sprudelt hier direkt aus deähmten, wilden Naturkulisse drumherum hat uns absolut verzaubert – ein echter Geheimtipp, den wir so schnell nicht vergessen werden!

Torfkirche Gröf – Ein historisches, grünes Kleinod aus vergangener Zeit

Am Wegesrand stießen wir auf ein ganz besonderes, historisches Juwel: die Torfkirche Gröf (Grafarkirkja). Diese winzige, wunderschöne Kirche gilt als die älteste erhaltene Torfkirche des gesamten Landes und stammt in ihrer heutigen Form im Kern aus dem späten 17. Jahrhundert. Sie ist ein absolut faszinierendes Beispiel für die traditionelle isländische Bauweise, bei der Holzkonstruktionen kunstvoll mit dicken Wänden und Dächern aus Grassoden und Torf kombiniert wurden. Diese Bauart fügt sich nicht nur optisch perfekt und fast unsichtbar in die umgebende Natur ein, sondern schützte die Menschen damals auch optimal vor den eisigen arktischen Stürmen.Wenn man vor diesem liebevoll gepflegten, mit Gras bewachsenen Häuschen steht, fühlt man sich augenblicklich in eine ganz andere Zeit zurückversetzt. Die Kirche strahlt eine unbeschreibliche, ehrfürchtige Ruhe aus und erzählt auf ganz leise Weise viel über das harte, entbehrungsreiche Leben und die tiefe Gläubigkeit der frühen Isländer. Ein absolut magischer Ort, den man einfach gesehen haben muss!

Tröllaskagi – Die Halbinsel der Trolle, dramatischen Berge und Fischerdörfer

Unsere Route führte uns auf eine der spektakulärsten und am tiefsten vom rauen Atlantik geformten Regionen des isländischen Nordens: die Halbinsel Tröllaskagi. Ihr Name, der übersetzt so viel wie „Halbinsel der Trolle“ bedeutet, könnte kaum treffender gewählt sein. Wer diese Region durchquert, versteht sofort, warum die alten Siedler glaubten, dass in dieser mystischen, ungezähmten Bergwelt riesige Fabelwesen hausen. Die Landschaft ist geprägt von majestätischen, teils weit über 1.000 Meter hoch aufragenden Bergmassiven, deren Gipfel selbst im Hochsommer noch von tiefen Schneefeldern und kleinen Gletschern bedeckt sind. Zwischen den schroffen Felswänden schneiden sich immer wieder tiefblaue, malerische Fjorde in das Land.Tröllaskagi gilt völlig zu Recht als ein absolutes Eldorado für Outdoor-Enthusiasten und Naturliebhaber. Während im Sommer endlose, einsame Wanderwege zu spektakulären Aussichtspunkten über den arktischen Ozean einladen, verwandelt sich die Region im Winter in ein weltweit bekanntes Paradies zum Skifahren und Freeriden. Doch nicht nur die Natur fasziniert: Entlang der Küste thronen winzige, historisch gewachsene Fischerdörfer, die sich ihren authentischen, vom Rhythmus des Meeres geprägten Charme bis heute bewahrt haben. Orte wie das idyllische Hofsós – berühmt für seinen historischen Handelsplatz und das direkt in die Klippen gebaute Thermalbad – oder das charmante Siglufjörður prägen das unverwechselbare und wunderschöne Landschaftsbild dieser nordischen Halbinsel und laden dazu ein, die Uhren für einen Moment bewusst langsamer drehen zu lassen.

Siglufjörður – Charmantes Hering-Idyll und die besten Fish & Chips Islands

Ein absolutes Juwel an der wilden Nordküste der Halbinsel ist das charmante, kleine Städtchen Siglufjörður. Das malerische Fischerdorf liegt absolut spektakulär und tief versteckt eingebettet in einen engen, von steil aufragenden, majestätischen Bergen umrahmten Fjord. Heute strahlt der Ort eine wunderbare, farbenfrohe Ruhe aus, doch das war nicht immer so: Einst war Siglufjörður das absolute, pulsierende Zentrum der isländischen Heringsfischerei und erlebte im frühen 20. Jahrhundert einen regelrechten Goldrausch. Während des „Heringsbooms“ strömten Tausende Menschen hierher, und das Dorf wickelte zeitweise über 20 Prozent der gesamten Exporte des Landes ab. Diese goldene Ära hat den Ort tief geprägt und hinterließ eine reizvolle Kombination aus unberührter Natur, lebendiger Geschichte und einer überraschend reichen Kulturszene mit bunten Holzhäusern und liebevoll gestalteten Museen.Ein Spaziergang durch die gemütlichen Straßen macht aber natürlich auch hungrig – und hier hält Siglufjörður ein ganz besonderes, kulinarisches Highlight bereit: Hier gibt es schlichtweg die **Best Fish & Chips** der gesamten Region! Der Fisch kommt fangfrisch direkt von den Kuttern im Hafen in die Küche, wird in einem federleichten, herrlich knusprigen Teigmantel ausgebacken und zusammen mit perfekt frittierten Pommes serviert. Außen wunderbar kross, innen saftig und zart – dieses einfache, aber absolut meisterhafte Gericht vor der Kulisse der im Fjord spiegelnden Boote und schneebedeckten Gipfel zu genießen, war ein absoluter Gaumenschmaus. Wer den isländischen Norden bereist, sollte diesen charmanten Ort und den kulinarischen Zwischenstopp keinesfalls verpassen!


Whale Watching Hauganes – Gin idyllisches Küstendorf im Zeichen der sanften Riesen

Unsere Reise führte uns weiter in das kleine, charmante Küstendorf Hauganes, das idyllisch an den Ufern des Eyjafjörður liegt. Der beschauliche Ort hat sich in den letzten Jahren völlig zu Recht als einer der beliebtesten Geheimtipps für Whale-Watching-Touren im Norden Islands etabliert. Von dem urigen Hafen aus starten regelmäßig liebevoll geführte Bootsausflüge hinaus auf den weiten Fjord, um nach den sanften Riesen der Meere Ausschau zu halten. Und die Chancen stehen hier fantastisch!Die tiefen, kalten Gewässer rund um Hauganes sind extrem nährstoffreich und bilden den perfekten Lebensraum für eine Vielzahl faszinierender Meeressäuger. Regelmäßig werden hier majestätische Buckelwale gesichtet, die mit etwas Glück spektakulär ihre Fluken aus dem Wasser strecken, sowie flinke Zwergwale und neugierige Delfine. Sogar die gigantischen Blauwale verirren sich gelegentlich in den Fjord! Begleitet wird das maritime Abenteuer oft von unzähligen, drolligen Papageientauchern, die elegant über die Wellen gleiten – ein absolutes Paradies für jeden Tierfreund!

Goðafoss – Der geschichtsträchtige „Wasserfall der Götter“

Unser Weg führte uns weiter zu einem der bekanntesten und geschichtsträchtigsten Wasserfälle Islands: dem imposanten Goðafoss. Auf einer Breite von rund 30 Metern stürzt das strahlend blau-türkise Wasser des Flusses Skjálfandafljót in einem weiten, elegant geschwungenen Halbkreis etwa 12 Meter in die Tiefe. Das majestätische Bild, das sich uns bot, war absolut atemberaubend und versprühte eine unbeschreiblich erhabene Ruhe.Doch der Goðafoss ist weit mehr als nur ein wunderschönes Fotomotiv – er ist eng mit einem der wichtigsten Wendepunkte der isländischen Geschichte verknüpft. Um das Jahr 1000 nach Christus stand Island vor einer Zerreißprobe: Die Entscheidung über die offizielle Staatsreligion stand an. Der weise Althing-Gesetzessprecher Þorgeir Ljósvetningagoði zog sich daraufhin für einen Tag und eine Nacht schweigend unter eine Decke zurück, um eine friedliche Lösung zu finden. Er entschied, dass das Christentum fortan die offizielle Religion sein sollte, das Ausüben des alten, heidnischen Glaubens im Geheimen jedoch erlaubt blieb. Um diese Entscheidung symbolisch und unumkehrbar zu besiegeln, ritt er auf dem Heimweg zu diesem Wasserfall und warf seine alten, geschnitzten Holzstatuen der nordischen Götter – darunter Odin, Thor und Freyr – mitten in die tosenden Fluten. Genau dieser legendären Geste verdankt der „Wasserfall der Götter“ bis heute seinen mystischen Namen.

Aldeyjarfoss – Das brachiale Hochland-Naturwunder im schwarzen Basaltkleid

Zum krönenden und absolut atemberaubenden Abschluss dieses Roadtrip-Kapitels wagten wir uns abseits der Ringstraße tiefer in Richtung Hochland vor, um ein echtes Monument der Naturgewalten zu besuchen: den Aldeyjarfoss. Hier stürzt das mächtige, weiß schäumende Wasser des Flusses Skjálfandafljót – einem der längsten und wasserreichsten Flüsse des Landes – mit einer unbändigen, brachialen Kraft gut 20 Meter tief in ein gigantisches Auffangbecken. Das ohrenbetäubende Tosen der Wassermassen vibriert förmlich im ganzen Körper, wenn man am Rand steht.Was den Aldeyjarfoss jedoch zu einem der unbestritten fotogensten und faszinierendsten Wasserfälle in ganz Island macht, ist seine einzigartige geologische Kulisse: Das herabstürzende Wasser ist komplett umrahmt von perfekt geformten, tiefschwarzen, symmetrischen Basaltsäulen. Diese erstarrten, uralten Lavaformationen wirken wie ein monumentales, von Meisterhand geschaffenes Amphitheater der Natur. Die Umgebung hier oben ist wild, karg und absolut unberührt. Wichtig zu wissen: Da der Aldeyjarfoss bereits am Rande des isländischen Hochlands liegt, ist die Anfahrt über die unbefestigten Schotterstraßen holprig und anspruchsvoll. Ein geländegängiges Allradfahrzeug wie unser treuer Suzuki Jimny ist hier absolut unverzichtbar! Doch für jeden Abenteurer und Fotoliebhaber ist dieses versteckte Hochland-Juwel ein absolutes, unvergessliches Highlight der gesamten Island-Tour!

Hverir (Námafjall) – Das zischende und kochende Tor zur Unterwelt

Zum Abschluss des Tages tauchten wir ein in eine Welt, die spektakulärer nicht sein könnte: das Geothermalgebiet Hverir am Fuße des Berges Námafjall. Schon bei der Annäherung lag der intensive, typische Schwefelgeruch (nach faulen Eiern) in der Luft – doch was das Auge hier erblickt, lässt einen den Geruch sofort vergessen. Die Erde kocht, blubbert und zischt hier sprichwörtlich an jeder Ecke!Die Landschaft schimmert in den wildesten Farben von Ocker über Tiefrot bis hin zu Schwefelgelb und Graublau. Überall brodeln riesige Schlammtöpfe voller grauer, kochender Masse, während aus steinernen Fumarolen mit ohrenbetäubendem Druck kochend heißer Wasserdampf in den Himmel schießt. Wenn man auf den markierten Pfaden durch diese Szenerie wandert und den feuchten Dampf im Gesicht spürt, fühlt man sich wie auf einem völlig fremden, unbewohnten Planeten. Die unbändige, rohe Energie, die hier direkt unter der Erdoberfläche pulsiert, ist gleichermaßen einschüchternd wie faszinierend und macht Hverir zu einem absoluten Must-see auf jeder Island-Rundreise!

Die vulkanische Aktivität macht Hverir zu einem faszinierenden Ort, um die rohe Kraft der Erde hautnah zu erleben. Der Geruch von Schwefel liegt in der Luft, und dampfende Erdspalten sorgen für eine fast außerirdische Atmosphäre. Gut angelegte Wege und Stege ermöglichen es Besuchern, das Gebiet sicher zu erkunden.

Hverarönd ist ein absolutes Highlight für Naturfreunde, Geologie-Interessierte und Fotografen und bietet spektakuläre Eindrücke der isländischen Vulkanlandschaft.

Krafla – Vulkanisches Kraftzentrum im Norden Islands

Krafla ist ein aktives vulkanisches Gebiet in der Nähe des Mývatn-Sees im Norden Islands. Es gehört zu den bekanntesten geothermischen Regionen des Landes und beeindruckt mit einer vielfältigen Landschaft aus Kratern, Lavafeldern, heißen Quellen und dampfenden Fumarolen.

Das Gebiet rund um den Krafla-Vulkan bietet zahlreiche Wanderwege, die zu beeindruckenden Sehenswürdigkeiten wie dem Krater Víti, einem mit türkisfarbenem Wasser gefüllten Explosionstrichter, führen. Die vulkanische Aktivität der Region ist auch Grundlage für geothermische Kraftwerke, die nachhaltige Energie erzeugen.

Krafla ist ein faszinierendes Ziel für alle, die sich für Vulkanismus, Geothermie und die rohe Kraft der Natur interessieren. Die Landschaft wirkt fast außerirdisch und bietet spektakuläre Fotomotive.

Hot Spring Shower – Die wohl kurioseste Dusche Islands

Nur ein kurzes Stück weiter wartete ein absolut skurriles und unvergessliches Highlight am Wegesrand auf uns: die berühmte Hot Spring Shower! Mitten im Nirgendwo, umgeben von karger Lava- und Geotermal-Landschaft, ragt hier einfach ein Duschkopf samt Armatur aus einer alten Rohrleitung nach oben – und das Beste daran: Es kommt das ganze Jahr über dampfendes, herrlich warmes Thermalwasser direkt aus der Erde! Dieses kleine, feine Outdoor-Abenteuer ist ein absoluter Spaß und zeigt einmal mehr, wie allgegenwärtig die vulkanische Energie in dieser Region ist. Wer mutig genug ist, schlüpft kurz in die Badesachen und genießt eine herrlich warme Dusche unter freiem Himmel, während der kühle isländische Wind vorbeizieht. Ein echtes Unikat für die Bucket List!

Ob nach einer Wanderung oder als erfrischende Pause unterwegs – die Hot Spring Shower ist ein kleines, aber feines Abenteuer in der isländischen Natur.

Skútustaðagígar – Die faszinierenden Pseudokrater am Mývatn-See

Am wunderschönen Mývatn-See angekommen, stießen wir direkt am Südufer auf eine geologische Besonderheit, die auf den ersten Blick wie eine Kraterlandschaft auf dem Mond wirkt: die Skútustaðagígar. Auch wenn sie täuschend echt wie echte kleine Vulkane aussehen, handelt es sich hierbei um sogenannte Pseudokrater. Diese entstanden vor rund 2.300 Jahren durch ein faszinierendes Naturschauspiel: Glühend heiße Lava floss über das feuchte Feuchtgebiet und die Sümpfe des Sees. Durch die extreme Hitze wurde das darunter liegende Wasser schlagartig zum Kochen gebracht, was zu gewaltigen Wasserdampfexplosionen führte. Diese Explosionen sprengten die perfekt geformten, kreisrunden Kraterkegel in die Landschaft, ohne dass jemals selbst Lava aus ihnen emporgestiegen ist.Heute sind die grasbewachsenen Pseudokrater hervorragend über schöne Wanderwege erschlossen. Beim Spaziergängen auf den Kraterrändern genossen wir atemberaubende Ausblicke über den weiten Mývatn-See und die umliegende Vulkanlandschaft. Zudem ist das Gebiet ein absolutes Paradies für Vogelliebhaber, da die geschützten Buchten unzähligen seltenen Entenarten als Heimat dienen.

Die Krater sind leicht zugänglich und bieten schöne Wanderwege mit spektakulären Ausblicken auf den Mývatn-See und die umliegende Vulkanlandschaft. Die Region ist auch bekannt für ihre reiche Vogelwelt und vielfältige Flora, was Skútustaðagígar zu einem beliebten Ziel für Naturliebhaber und Fotografen macht.

Ein Besuch der Skútustaðagígar ist ein faszinierender Einblick in die vulkanische Geschichte Islands und ein Highlight im Mývatn-Gebiet.


Hengifoss – Der zweithöchste Wasserfall Islands

Hengifoss ist mit einer Fallhöhe von etwa 128 Metern einer der höchsten Wasserfälle Islands und liegt im Osten des Landes, nahe dem Dorf Litlanesfjörður. Besonders beeindruckend sind die auffälligen roten Schichten in den Basaltfelsen, die den Wasserfall umgeben und ihm eine einzigartige, farbenfrohe Kulisse verleihen.

Der Wanderweg zum Hengifoss ist etwa 2,5 Kilometer lang (einfach) und führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit weiteren Wasserfällen, wie dem kleineren Litlanesfoss, der ebenfalls von Basaltsäulen umgeben ist. Die Wanderung ist gut markiert und bietet unterwegs tolle Ausblicke auf die umliegende Natur.

Hengifoss ist ein absolutes Muss für Wanderfreunde und Naturliebhaber, die Islands beeindruckende Geologie und Landschaft erleben möchten.

Seyðisfjörður – Das farbenfrohe Künstlerparadies im tiefen Fjord

Nach der Einsamkeit des Hochlands steuerten wir die spektakuläre Ostküste an, wo uns ein echtes Postkartenmotiv erwartete: das malerische Städtchen Seyðisfjörður. Allein die Anfahrt über eine steile Passstraße, die sich an majestätischen Bergen vorbeischlängelt, ist ein unvergessliches Erlebnis. Der Ort selbst liegt absolut idyllisch und geschützt am innersten Ende eines tiefen, von steilen Bergwänden und unzähligen kleinen Wasserfällen umrahmten Fjords.Seyðisfjörður hat uns sofort mit seinem ganz besonderen, charmanten Flair verzaubert. Bekannt für seine wunderschön erhaltenen, bunten norwegischen Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert, versprüht der Ort eine unglaublich lebendige und kreative Atmosphäre. Das absolute Markenzeichen ist die charmante, hellblaue Kirche, zu der ein weltberühmter, in Regenbogenfarben gestalteter Fußweg führt – ein absoluter Traum für jeden Fotografen! Neben der blühenden Kunstszene und den kleinen Galerien hat der Ort auch historische Bedeutung: Als wichtiger Fährhafen verbindet er Island direkt mit dem europäischen Festland. Ein Spaziergang durch die gemütlichen Gassen, vorbei an den im Fjord spiegelnden Bergen, vergisst man so schnell nicht.

Die Umgebung bietet zahlreiche Wanderwege, Wasserfälle und Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung. Das klare Wasser des Fjords und die idyllische Lage machen Seyðisfjörður zu einem beliebten Ziel für Naturliebhaber und Reisende, die Ruhe und Authentizität suchen.

Seyðisfjörður verbindet isländische Tradition mit moderner Kultur und ist ein Highlight im Osten Islands.


Öxi Pass & Schotterpiste 939 – Nervenkitzel und Offroad-Abenteuer pur im Osten

Ein echtes, fahrerisches Highlight und eine gehörige Portion Nervenkitzel erwartete uns im Osten der Insel: die Fahrt über den berühmt-berüchtigten Öxi-Pass. Diese spektakuläre Gebirgspassage führt mitten durch die ungezähmte Wildnis der isländischen Ostfjorde und gilt als eine der dramatischsten Abkürzungen des Landes. Die Passstraße verbindet die Region rund um die Ortschaft Djúpivogur auf direktem, aber steilem Weg mit Egilsstaðir und führt über eine extrem kurvenreiche, komplett unbefestigte Schotterpiste, die auf den Karten schlicht als Route 939 verzeichnet ist.Eine Fahrt über den Öxi-Pass ist ein echtes, unvergessliches Abenteuer für sich und erfordert höchste Konzentration sowie absolut vorsichtiges Fahren. Die Piste windet sich mit teils extremen Steigungen von bis zu 17 Prozent den Berghang hinauf, vorbei an tiefen Abgründen, tosenden, namenlosen Wasserfällen und schroffen Felswänden. Besonders bei den berüchtigten, isländischen Wetterumschwüngen – wenn plötzlich dichter Nebel aufzieht und die Sicht gegen Null sinkt oder kräftiger Regen den Schotter aufweicht – wird die Strecke zu einer echten Geduldsprobe. Ein spannender Funfact für Roadtrip-Planer: Obwohl die Piste fahrtechnisch anspruchsvoll ist, handelt es sich offiziell nicht um eine reine F-Straße, weshalb sie im Sommer auch ohne absolutes Hochlandfahrzeug befahrbar ist. Dennoch waren wir mehr als froh, am Steuer unseres treuen, allradgetriebenen Suzuki Jimny zu sitzen, der die steilen Schotterkurven mit Bravour meisterte!Die Mühe und das Adrenalin werden jedoch im Sekundentakt belohnt. Entlang der Passhöhe bieten sich immer wieder monumentale Aussichtspunkte und unzählige grandiose Fotomotive, die einfach zu Pausen einladen. Wenn man oben anhält, den Motor ausschaltet und den Blick über die schier endlosen Fjorde, die tiefen, grünen Täler und die wolkenverhangenen Berggipfel schweifen lässt, spürt man die raue, einsame Schönheit Islands so intensiv wie an kaum einem anderen Ort. Für uns war der Öxi-Pass und die Schotterpiste 939 das perfekte Ziel, um das echte Island abseits der asphaltierten Ringstraße zu entdecken – ein absolutes Must-Do für alle Naturliebhaber und Offroad-Fans!

Foldalafoss – Das unentdeckte Hochland-Juwel abseits der Massen

Unsere Reise führte uns wieder ein Stück abseits der klassischen Touristenpfade, hin zu einem echten Geheimtipp für Ruhesuchende und Entdecker: dem idyllischen Foldafoss. Dieser wunderschöne Wasserfall liegt eingebettet in die karge, ungezähmte und faszinierende Kulisse des isländischen Hochlands. Während an den bekannten Hotspots der Ringstraße oft reger Trubel herrscht, offenbart sich am Foldafoss die pure, unberührte Einsamkeit Islands.Das Wasser stürzt hier elegant über die rauen Felsstufen inmitten einer weiten, fast meditativen Stille. Für uns war dieser Ort ein perfekter Rückzugsort, um einfach auf den Steinen zu sitzen, dem gleichmäßigen Rauschen zuzuhören und die grandiose, raue Naturkulisse auf uns wirken zu lassen. Wer die ungezähmte Schönheit des Hochlands in absoluter Ruhe genießen möchte, sollte sich diesen magischen Ort nicht entgehen lassen!

Die Anfahrt zum Foldalafoss erfordert in der Regel ein geländegängiges Fahrzeug, da die Straßen ins Hochland oft rau und unbefestigt sind. Die Region bietet zudem zahlreiche Möglichkeiten für ausgedehnte Wanderungen und Erkundungen der wilden isländischen Natur.

Fauskasandur Black Sand Beach – Die mystische, unberührte Küste des Ostens

Auf unserem Weg entlang der rauen Ostküste stießen wir auf ein echtes, fast vergessenes Naturjuwel abseits der klassischen Touristenpfade: den faszinierenden Fauskasandur Black Sand Beach. Während die weltberühmten schwarzen Strände rund um das südisländische Vík oft von Scharen von Besuchern belagert werden, offenbarte sich uns am Fauskasandur eine vollkommen unberührte, tief friedliche Kulisse. Wer die magische Kombination aus tiefschwarzem Vulkansand und den ungezähmten Wellen des Nordatlantiks in absoluter Einsamkeit auf sich wirken lassen möchte, ist an diesem geheimnisvollen Küstenabschnitt genau richtig.Der Strand besticht durch seine dramatische Geologie und wird von schroffen, steil aufragenden Klippen und einer wilden, vom Wind gezeichneten Küstenlandschaft malerisch eingerahmt. Das absolute Markenzeichen von Fauskasandur ist jedoch eine monumentale, markante Basaltfelsnadel, die wie ein versteinerter Wächter direkt am Flutsaum aus dem pechschwarzen Sand emporragt und ein fantastisches Fotomotiv bietet. Wir nutzten den Zwischenstopp für einen ausgiebigen Spaziergang, atmeten die herrlich frische, salzige Meeresluft ein und beobachteten die zahlreichen Seevögel, die in den Spalten der umliegenden Felswände nisten. Für uns war dieser Strand ein absoluter Geheimtipp und der perfekte Ort, um die raue, stille Seele Islands ganz intensiv und abseits der großen Massen zu spüren!

Viking Village Stokksnes – Zeitreise in eine mystische Wikinger-Filmkulisse

Direkt an der dramatischen Halbinsel Stokksnes, im Schatten des weltberühmten und messerscharfen Vestrahorn-Berges, wartete ein ganz besonderes Highlight auf uns: das faszinierende Viking Village. Wenn man das hölzerne Eingangstor passiert, fühlt man sich augenblicklich um ein Jahrtausend in die Vergangenheit zurückversetzt. Überall stehen urige, wettergegerbte Holzhäuser mit dicken, saftig grünen Grasdächern, detailreichen Holzschnitzereien, schweren Zäunen und sogar einem tiefen Verlies, das unter einem künstlichen Felsbrocken angelegt wurde. Seit Kurzem liegt auf dem angrenzenden kleinen See sogar ein originalgetreuer Nachbau eines majestätischen Wikinger-Langschiffs vor Anker.Doch hinter diesem vermeintlich uralten Freilichtmuseum steckt eine absolut kuriose Geschichte: Es handelt sich hierbei nicht um eine echte archäologische Fundstätte, sondern um eine monumentale, verlassene Filmkulisse! Das Dorf wurde im Jahr 2010 mit extrem viel Liebe zum Detail und historischer Genauigkeit für ein geplantes Wikinger-Epos des berühmten isländischen Regisseurs Baltasar Kormákur errichtet. Wegen plötzlicher Finanzierungsprobleme wurde der Film jedoch niemals fertiggestellt. Statt das Set wieder abzureißen, ließ der ansässige Farmer die Gebäude einfach stehen. Der isländische Wind und das raue Wetter haben das Holz über die Jahre so perfekt verwittert, dass das Dorf heute absolut authentisch wirkt. Inzwischen diente die Kulisse sogar für namhafte internationale Großproduktionen wie die Netflix-Serie *The Witcher: Blood Origin*.Für uns war der Spaziergang durch die verlassenen Gassen, während im Hintergrund die düsteren Zacken des Vestrahorns in den Himmel ragten, ein unvergessliches und tief atmosphärisches Erlebnis. Es ist ein absolutes Traumziel für Geschichtsinteressierte, Familien und Fotografen gleichermaßen. Man bezahlt den Eintritt unkompliziert am gemütlichen Viking Café am Eingang der Halbinsel, wo man sich danach auch perfekt mit Kaffee und frischen Waffeln stärken kann. Dieses skurrile Stück Filmgeschichte rundet das gewaltige Naturerlebnis rund um die schwarzen Sanddünen von Stokksnes einfach perfekt ab!

Stokksnes & Vestrahorn – Das epische Paradies aus schwarzen Dünen und messerscharfen Bergen

Ein absolutes landschaftliches Meisterwerk und eines der wohl begehrtesten Fotomotive des gesamten Landes erwartete uns an der äußersten Südostküste: die atemberaubende Halbinsel Stokksnes. Schon bei der Annäherung stockt einem unweigerlich der Atem, wenn am Horizont der monumentale, tiefschwarze Berg Vestrahorn emporragt. Mit seinen schroffen, messerscharfen Zacken und steilen Flanken, die stolze 454 Meter senkrecht aus dem Atlantik in den Himmel schießen, wirkt das Bergmassiv wie aus einer anderen Welt. Die Kombination aus den endlosen, mit goldgrünem Gras bewachsenen schwarzen Sanddünen, dem wilden, tosenden Ozean und den düsteren Gipfeln macht Stokksnes zu einem absoluten Paradies für Fotografen, Künstler und Naturliebhaber gleichermaßen.Das absolute Phänomen und der Grund, warum dieser Ort weltberühmt ist, zeigt sich jedoch direkt am flachen Strand. Wenn die Flut zurückweicht, bleibt auf dem pechschwarzen, spiegelglatten Sand eine hauchdünne Wasserschicht zurück. Bei Windstille verwandelt sich die gesamte Küste in einen gigantischen, natürlichen Riesenspiegel, in dem sich die dramatische Silhouette des Vestrahorns perfekt verdoppelt – ein unbeschreiblicher Anblick von fast unwirklicher, meditativer Symmetrie! Wer dieses Naturschauspiel in Ruhe erleben möchte, sollte sich viel Zeit nehmen, um durch die weiten Dünen zu wandern und die salzige Gischt im Gesicht zu spüren. Da die Halbinsel auf privatem Grund liegt, bezahlt man am charmanten Viking Café eine kleine Gebühr für das Ticket, welches praktischerweise auch direkt den Zugang zum nahegelegenen Wikingerdorf beinhaltet. Für uns war Stokksnes ein absoluter Höhepunkt echten Island-Feelings abseits der klassischen Massen!

Otto Matur & Drykkur – Kulinarischer Hochgenuss in historischem Ambiente

Ein ereignisreicher Tag voller grandioser Eindrücke verlangt natürlich nach einem gebührenden Abschluss. Den fanden wir im fantastischen Restaurant „Otto Matur & Drykkur“. In einem liebevoll restaurierten, historischen Gebäude gelegen, kombiniert dieses gemütliche Lokal urigen Island-Charme mit einer exzellenten, modernen Küche.Hier wird allergrößter Wert auf frische, regionale Zutaten gelegt, die mit viel Liebe zum Detail zubereitet werden. Wir durften uns durch die hervorragenden Spezialitäten der Region probieren und waren schlichtweg begeistert. Von traditionellen Gerichten mit modernem Pfiff bis hin zu himmlischen Desserts – das Essen war ein absolutes Geschmackserlebnis und hat den Tag im Osten Islands perfekt abgerundet. Wer hier vorbeikommt, sollte sich diesen kulinarischen Zwischenstopp unbedingt gönnen!


Jökulsárlón & Diamond Beach – Das funkelnde arktische Märchen aus Eisriesen und Diamantenstränden

Unsere Reise führte uns im Südosten der Insel an einen Ort, dessen schiere, fast unwirkliche Schönheit einem unweigerlich Freudentränen in die Augen treibt: die weltberühmte Gletscherlagune Jökulsárlón. Direkt am Fuße des majestätischen Vatnajökull – Europas größtem Gletscher außerhalb der Polarregionen – erstreckt sich ein riesiges, tiefes Seebecken, das ein absolut atemberaubendes Panorama bietet. Die Lagune ist berühmt für ihre gigantischen, jahrtausendealten Eisberge, die sich mit lautem Getöse von der Breiðamerkurjökull-Gletscherzunge losreißen und anschließend wie eine lautlose, majestätische Prozession in Richtung Ozean treiben. Die Eisriesen leuchten dabei im arktischen Licht in den faszinierendsten Farben: von strahlendem Kristallweiß über tiefes, intensives Himmelblau bis hin zu dunklen Streifen aus vulkanischer Asche, die von vergangenen Eruptionen zeugen. Wer diese eisige Welt ganz intensiv spüren möchte, kann mit einem Amphibienfahrzeug oder einem Zodiac-Boot direkt zwischen den gigantischen Skulpturen hindurchmanövrieren, während neugierige Robben immer wieder elegant ihre Köpfe aus dem eiskalten Wasser strecken – ein absolut unvergessliches Highlight!Doch das magische Spektakel ist hier noch lange nicht vorbei: Direkt auf der gegenüberliegenden Seite der Ringstraße, wo die Lagune in den wilden Atlantik mündet, wartete der legendäre Diamond Beach (Breiðamerkursandur) auf uns. Die Gezeiten und die unbändige Brandung des Meeres spülen die kleineren, glattgeschliffenen Eisbrocken aus der Lagune zurück an den tiefschwarzen Vulkansandstrand. Wenn man diesen Küstenabschnitt betritt, versteht man sofort, woher der Strand seinen treffenden Namen hat: Unzählige glasklare Eisformationen liegen verstreut auf dem dunklen Untergrund und funkeln im Sonnenlicht wie Millionen von frisch geschliffenen, riesigen Diamanten. Der Kontrast zwischen dem pechschwarzen Sand, den glitzernden Eisjuwelen und den weißen Schaumkronen der heranrollenden Wellen ist von einer so dramatischen, poetischen Schönheit, dass es weltweit kaum einen vergleichbaren Ort gibt. Ein absolutes Paradies für Fotografen und ein tief bewegendes Erlebnis, das die ungezähmte, arktische Natur von ihrer spektakulärsten Seite zeigt!

Fjallsárlón – Die unberührte, magische Ruhe der treibenden Eisberge

Unsere Reise führte uns weiter in den tiefen Süden Islands zu einem Ort von fast unwirklicher, erhabener Schönheit: der Gletscherlagune Fjallsárlón. Während die weltberühmte Nachbarlagune Jökulsárlón oft Scharen von Touristen anzieht, offenbarte sich uns am Fjallsárlón eine wunderbar friedliche, fast andächtige Atmosphäre. Wer die majestätische isländische Gletscherwelt abseits der großen Massen in aller Ruhe auf sich wirken lassen möchte, ist an diesem magischen Fleckchen Erde genau richtig.Hier schiebt sich die gewaltige Zunge des Vatnajökull-Gletschers spektakulär den Berghang hinunter und mündet direkt in die Lagune. Auf dem stillen, spiegelglatten Wasser treiben unzählige, majestätische Eisberge, die im arktischen Licht in den faszinierendsten Nuancen von strahlendem Weiß über tiefes Himmelblau bis hin zu vulkanischem Ascheschwarz schimmern. Wenn man am Ufer steht und dem leisen, gelegentlichen Knacken des ewigen Eises lauscht, spürt man die unbändige Kraft der Natur ganz intensiv. Mit etwas Glück kann man im Wasser sogar neugierige Robben beobachten, die elegant zwischen den Eisriesen hindurchtauchen – ein unvergessliches Highlight, das uns tief beeindruckt hat!

Die Lagune ist leicht zugänglich und ein perfekter Ort für Fotografen und Naturliebhaber, die die majestätische isländische Gletscherwelt abseits der Massen entdecken möchten.

Svartifoss & Skaftafellsjökull – Das ultimative Wanderhighlight im Herzen des Vatnajökull-Nationalparks

Ein absolutes Muss für jeden Natur- und Wanderliebhaber führte uns tief hinein in das Skaftafell-Gebiet, eine grüne Oase inmitten des monumentalen Vatnajökull-Nationalparks. Unser erstes Ziel dort war der weltberühmte Svartifoss – der „Schwarze Wasserfall“. Schon der rund 45-minütige Aufstieg über einen wunderschön angelegten Wanderweg belohnt einen mit immer spektakuläreren Ausblicken auf die weiten Sanderebenen des Südens. Wenn man schließlich um die letzte Kurve biegt, offenbart sich ein Anblick von faszinierender, fast mathematischer Schönheit: Das Wasser stürzt hier rund 20 Meter tief über eine hufeisenförmige Klippe, die komplett aus pechschwarzen, hängenden Basaltsäulen besteht. Diese hexagonalen Gesteinsformationen entstanden vor Jahrtausenden durch das extrem langsame Abkühlen von Lavaströmen im Inneren der Erde. Ein genialer Funfact für Kulturliebhaber am Rande: Das einzigartige, geometrische Design des Svartifoss diente dem isländischen Staatsarchitekten Guðjón Samúelsson als direkte, visuelle Inspiration für die markante Fassade der berühmten Hallgrímskirkja in Reykjavík! Es ist ein zutiefst beeindruckender Ort, der perfekt zeigt, wie die Natur selbst zur größten Künstlerin wird.Nach diesem kulturell-geologischen Highlight setzten wir unsere Wanderung fort und steuerten den majestätischen Skaftafellsjökull an, eine gewaltige und unübersehbare Ausläuferzunge des riesigen Vatnajökull-Gletschers. Ein flacher, gut begehbarer Pfad führt direkt vom Besucherzentrum bis ganz nah an den Rand der lagunenartigen Gletscherzunge. Der Anblick, der sich einem hier bietet, ist schlichtweg monumental: Eine gigantische, zerklüftete Wand aus ewigem Eis schiebt sich unaufhaltsam aus den Bergen hinunter in das Tal. Wenn man am Aussichtspunkt steht, spürt man förmlich den eisigen Atem des Gletschers und sieht das faszinierende Zusammenspiel aus strahlend blauem Eis und dunklen Moränenstreifen aus Vulkanasche. Für Abenteuerlustige ist das Areal zudem der perfekte Ausgangspunkt, um sich mit Steigeisen und Eisaxt einer geführten Gletscherwanderung oder einer Eisklettertour anzuschließen. Das gesamte Gebiet rund um den Svartifoss und den Skaftafellsjökull war für uns ein absolutes Outdoor-Highlight, das die unbändige Vielfalt Islands auf engstem Raum perfekt erlebbar macht!

Lómagnúpur – Der sagenumwobene Felsengigant an der Ringstraße

Direkt an der Route 1, der isländischen Ringstraße, ragt plötzlich ein monumentales Naturdenkmal empor, das einem unweigerlich den Atem raubt: der Lómagnúpur. Dieser markante Tafelberg erhebt sich mit seinen extrem steilen, fast senkrecht abfallenden Klippen stolze 764 Meter über die weiten, kargen Sanderebenen des Südens. Seine gewaltige, unübersehbare Silhouette ist schon aus vielen Kilometern Entfernung ein absoluter Blickfang und gehört zweifelsohne zu den fotogensten Panoramen der gesamten Strecke.Der Lómagnúpur ist jedoch nicht nur geologisch faszinierend, sondern auch tief in der isländischen Mythologie verwurzelt. Er ist von zahlreichen alten Sagen und Legenden umwoben – so wird in der berühmten Njáls-Saga berichtet, dass im Inneren des Berges ein mächtiger Riese wohnt, der im Traum eines Propheten mit einem eisernen Stab heraustrat, um die feindlichen Geister Islands abzuwehren. Wenn man im Schatten dieses uralten Felsriesen steht und die raue, epische Kulisse auf sich wirken lässt, kann man die Magie dieser alten Geschichten förmlich in der Luft spüren!


Südliche Highlights rund um Vik & Umgebung

Fossálar Waterfall – Versteckte, moosbewachsene Schönheit an der Ringstraße

Auf unserem Roadtrip entlang der südisländischen Ringstraße stießen wir auf ein weiteres, wunderbar idyllisches Naturjuwel, das von den allermeisten Reisenden unbemerkt passiert wird: den malerischen Fossálar Wasserfall. Dieser verträumte, mehrstufige Wasserfall liegt etwa 16 Kilometer nordöstlich der kleinen Ortschaft Kirkjubæjarklaustur und ist ein absoluter Geheimtipp für alle, die eine kurze Pause abseits der überlaufenen Touristenmagnete suchen. Während die bekannten Riesen des Südens oft schon von Weitem im Fokus stehen, schmiegt sich der Fossálar fast schüchtern, aber ungemein fotogen in die umliegende Kulisse.Das Besondere am Fossálar ist seine herrlich friedliche Atmosphäre. Das klare Wasser des Flusses breitet sich hier über breite, sanfte Kaskaden aus und plätschert malerisch über uralte, dicht mit sattgrünem Islandmoos bewachsene Felsen. Die Umgebung wirkt wie aus einem skandinavischen Märchenbuch entsprungen. Ein kleiner, unbefestigter Parkplatz direkt an der Route 1 ermöglicht es, das Auto kurz abzustellen. Von dort aus führen kurze, gut begehbare Pfade am Flussufer entlang, die Naturfotografen immer wieder neue, wunderschöne Perspektiven auf das herabstürzende Wasser und die weite, raue Lavalandschaft der Region bieten. Für uns war dieser spontane Zwischenstopp perfekt, um tief durchzuatmen, die frische arktische Luft zu genießen und die unaufgeregte, stille Schönheit Islands ganz in Ruhe aufzusaugen!

Fjaðrárgljúfur – Die märchenhafte, tiefgrüne Schlucht der Elfen und Trolle

Ein absolutes landschaftliches Juwel im tiefen Süden Islands führte uns zu einem Ort, dessen Anblick so surreal schön ist, dass er direkt einem Fantasy-Film entsprungen sein könnte: die atemberaubende Schlucht Fjaðrárgljúfur. Dieser monumentale Canyon erstreckt sich über eine Länge von etwa zwei Kilometern und schneidet sich bis zu 100 Meter tief in die isländische Landschaft. Geformt wurde dieses Naturwunder vor rund 9.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit durch das unbändige Schmelzwasser der abziehenden Gletscher. Der Fluss Fjaðrá hat sich seither unaufhaltsam und beharrlich seinen Weg durch das weiche Palagonit-Gestein gegraben und dabei ein Labyrinth aus bizarren, geschwungenen Felsformationen hinterlassen.Wenn man oben am Schluchtkamm entlangwandert, bietet sich ein unvergleichliches Panorama: Die steilen, schroffen Klippen sind über und über von einem dicken, weichen Teppich aus sattgrünem Islandmoos bewachsen, während tief unten am Grund das glasklare, türkisfarbene Flusswasser malerisch durch die engen Felswindungen plätschert. Entlang des Canyons führt ein wunderschön angelegter, gut gesicherter Wanderweg zu mehreren Aussichtsplattformen, die spektakuläre Tiefblicke und grandiose Fotomotive bieten. Ein extrem wichtiger Reisetipp am Rande: Die Schlucht erlangte vor einigen Jahren durch ein Musikvideo von Justin Bieber weltweite Berühmtheit, was zu einem enormen Ansturm führte. Da das uralte Moos und die empfindlichen Böden unter den Menschenmassen stark gelitten haben, ist das Verlassen der offiziellen Holzstege und Pfade heute strengstens verboten (und wird rigoros überwacht). Wer sich an die Regeln hält, erlebt hier jedoch ein absolut unvergessliches Wanderhighlight, das die magische, fast verwunschene Seite der isländischen Natur perfekt verkörpert!

Die lutherische Kirche von Vík – Das rote Juwel hoch über dem schwarzen Strand

Unsere Fahrt führte uns schließlich in das malerische, weltberühmte Küstendorf Vík í Mýrdal. Schon von Weitem erblickt man das unbestrittene und wunderschöne Wahrzeichen des Ortes: die lutherische Kirche von Vík. Mit ihrer schlichten, strahlend weißen Fassade und dem markanten, leuchtend roten Dach thront sie majestätisch auf einem grünen Hügel hoch über dem restlichen Dorf.Die Kirche ist nicht nur ein spirituelles Zentrum der Gemeinde, sondern auch ein absoluter Traum für jeden Fotografen. Wenn man den Hügel hinaufsteigt, eröffnet sich einem ein absolut grandioser Panoramablick über die charmanten Häuser des Dorfes, den tiefschwarzen Sandstrand und den wilden, tosenden Atlantik, aus dem die markanten Basaltnadeln der Reynisfisdrangar ragen. Ein friedlicher und zutiefst isländischer Ort, der die enge Verbindung der Menschen hier mit der gewaltigen Natur ringsum perfekt symbolisiert!

Hálsanefshellir & Loftsalahellir – Faszinierende Höhlenabenteuer im vulkanischen Herzen des Südens

Die dramatische Region rund um das Küstendorf Vík í Mýrdal hält neben den endlosen Stränden auch zwei absolut spektakuläre Höhlensysteme bereit, die tiefe Einblicke in die feurige, vulkanische Vergangenheit der Insel gewähren: die Höhlen Hálsanefshellir und Loftsalahellir. Direkt am weltberühmten, pechschwarzen Sandstrand von Reynisfjara stießen wir auf die monumentale Hálsanefshellir. Diese gewaltige, natürliche Basalthöhle ist ein absolutes geologisches Meisterwerk, denn ihre Decke und Wände bestehen komplett aus perfekt geformten, tiefschwarzen Basaltsäulen, die wie eine gigantische, steinerne Orgel aussehen. Wenn das Licht in einem bestimmten Winkel in die Höhlenöffnung fällt, entstehen hier einzigartige, mystische Stimmungen – ein absoluter Traum für jeden Fotografen! Aber Achtung vor den Gezeiten: Da die berüchtigten Sneaker-Waves des Atlantiks regelmäßig mit unbändiger Wucht direkt in die Höhle schlagen, sollte man sie nur bei absoluter Ebbe und mit einem wachsamen Auge aufs Meer betreten.Nur ein kleines Stück weiter westlich, verborgen in den steilen Klippen nahe der Halbinsel Dyrhólaey, wartete mit der Loftsalahellir ein echter historischer Geheimtipp auf uns. Diese markante Tuffstein-Höhle thront erhöht in einer Felswand und ist über einen kurzen, knackigen Pfad erreichbar. Die Loftsalahellir diente den Isländern in früheren Jahrhunderten als geschützter Versammlungsort für das regionale Gericht (Dyrhólaþing). Wenn man im schützenden Inneren der felsigen Öffnung steht und den Blick nach draußen schweifen lässt, eröffnet sich ein absolut atemberaubender Panoramablick über die weiten, schwarzen Sandstrände, die grünen Marschländer und die tosenden Wellen des Ozeans. Beide Höhlen sind unglaublich faszinierende, leicht zugängliche Erkundungsziele, die das Abenteuer an der Südküste einfach perfekt abrunden!

Reynisdrangar – Die versteinerten Trolle im tosenden Atlantik vor Vík

Direkt vor der Küste des malerischen Dorfes Vík í Mýrdal ragt ein absolut monumentales und weltberühmtes Naturdenkmal spektakulär aus den schäumenden Fluten des Nordatlantiks: die Reynisdrangar. Diese markanten, tiefschwarzen Basaltnadeln schießen bis zu 66 Meter steil aus dem Ozean empor und bilden zusammen mit dem pechschwarzen Sandstrand eine der dramatischsten und melanchonischsten Kulissen der gesamten Insel. Geologisch gesehen handelt es sich bei diesen bizarren Felsformationen um die Überreste einer einstigen, weitaus größeren Klippenlinie, die über Jahrtausende hinweg den unbarmherzigen, anstürmenden Wellen und Kräften des Meeres trotzen musste, während das weichere Gestein ringsum längst weggespült wurde.Doch wie fast jeder magische Ort in Island, sind auch die Reynisdrangar tief in der isländischen Mythologie und dem Volksglauben verwurzelt. Der alten, spannenden Legende nach handelt es sich bei den Zacken in Wahrheit um ein versteinertes Trollvolk. Die Trolle versuchten in einer stürmischen Nacht verzweifelt, ein dreimastiges Schiff an Land zu ziehen. Da sie jedoch zu lange brauchten und die Arbeit unterschätzten, wurden sie vom ersten, gleißenden Strahl des Sonnenaufgangs überrascht und augenblicklich zu ewigem Stein verwandelt. Wenn man am Ufer steht, während der Wind peitscht und die Wellen lautstark an den Felsen zerschellen, kann man die Magie dieser alten Geschichten förmlich greifen. Ein absolut überlebenswichtiger Reisetipp für diesen Stopp: Die Brandung an diesem Küstenabschnitt gehört zu den gefährlichsten der Welt. Die berüchtigten, tückischen „Sneaker-Waves“ (Riesenwellen) tauchen völlig unvorhersehbar aus dem Nichts auf und haben schon mehrfach unvorsichtige Touristen ins eiskalte Meer gerissen. Daher gilt hier die goldene Regel: Niemals dem Wasser den Rücken zukehren und stets einen großen Sicherheitsabstand zur Flutlinie einhalten!

Arnardrangur & Papageientaucher-Beobachtung – Zu Besuch bei den charmanten Clowns der Meere

An der dramatischen Südküste, genauer gesagt am geschichtsträchtigen Kap Dyrhólaey ganz in der Nähe von Vík, stießen wir auf ein absolutes Highlight für jeden Tier- und Naturliebhaber: den majestätischen Arnardrangur. Dieser beeindruckende, freistehende Basaltfelsen ragt wie ein riesiger, dunkler Monolith direkt aus dem pechschwarzen Sandstrand empor. Sein Name bedeutet übersetzt „Adlerfelsen“ und geht auf eine Zeit zurück, in der hier tatsächlich noch wilde Seeadler nisteten. Heute ist die markante Felsnadel ein absolut begehrtes Fotomotiv und ein stolzes Symbol für die ungezähmte, raue Schönheit der südisländischen Küstenlandschaft. Von den Klippen oberhalb des Felsens hat man einen schier endlosen, atemberaubenden Blick über den tosenden Atlantik.Doch der wahre Grund, warum wir an diesem windgepeitschten Kap aus dem Staunen nicht mehr herauskamen, flatterte direkt vor unseren Augen: Dyrhólaey ist im Sommer die Heimat einer riesigen Kolonie von Papageientauchern! Die liebevoll „Puffins“ genannten Vögel sind die unbestrittenen Stars der isländischen Tierwelt. Besonders in den Sommermonaten während der Brutzeit kann man die kleinen Kerle mit ihren charakteristischen, leuchtend orange-roten Schnäbeln und dem eleganten schwarz-weißen Gefieder aus allernächster Nähe beobachten. Es ist ein absolut herzerwärmendes Schauspiel zu sehen, wie sie geschäftig aus ihren kleinen Erdhöhlen in den steilen, grasbewachsenen Klippen gucken, mit erstaunlicher Geschwindigkeit aufs offene Meer hinausschießen und kurze Zeit später mit dem Schnabel voller kleiner Silberfische im Zickzack-Flug zurückkehren. Für uns war dieser Stopp ein unvergessliches Erlebnis, das uns mit einem riesigen Lächeln im Gesicht zurückgelassen hat!

Sólheimasandur Flugzeugwrack – Mystischer Lost Place auf schwarzem Sand

Ein absolutes Kontrastprogramm zu den unberührten Naturwundern wartete an der südisländischen Küste auf uns: das weltberühmte Flugzeugwrack von Sólheimasandur. Mitten in einer endlosen, surreal wirkenden Wüste aus tiefschwarzem Vulkansand trotzt hier seit Jahrzehnten das verlassene und verrostete Gerippe einer US Navy DC-3 den rauen Elementen der isländischen Natur. Im Jahr 1973 ging der Maschine auf dem Flug der Treibstoff aus, was den Piloten zu einer Notlandung auf dem Strand zwang. Wie durch ein Wunder überlebten damals alle Insassen den Vorfall unbeschadet.Heute zieht dieser geschichtsträchtige Lost Place Fotografen, Musikvideoproduzenten und Abenteurer aus aller Welt magisch an. Da das Befahren des Strandes strengstens verboten ist, erreicht man das Wrack nur über eine rund 45-minütige Wanderung pro Strecke über die weite, völlig offene Ebene. Die Monotonie des Weges verstärkt das Gefühl der Isolation nur noch mehr. Sobald die silberne, vom Wind und Sand gezeichnete Silhouette des Flugzeugs schließlich am Horizont auftaucht, bietet sich ein unbeschreiblich dramatisches Bild. Ein absolut mystischer Ort, der perfekt zeigt, wie die Natur sich über die Zeit hinweg alles Menschengemachte einverleibt!

Skógafoss – Der donnernde Vorhang aus purem Gletschereis

Nur ein kurzes Stück weiter die Ringstraße hinauf stießen wir auf einen der unbestrittenen Giganten unter Islands Wasserfällen: den majestätischen Skógafoss. Auf einer beeindruckenden Breite von 25 Metern stürzt das Wasser des Flusses Skógá hier vollkommen schnurgerade und ohne Unterbrechung stolze 60 Meter in die Tiefe. Die schiere Kraft und das ohrenbetäubende Donnern, mit dem die Wassermassen unten aufschlagen, sind absolut respekteinflößend. Durch die enorme Gischt, die permanent in die Luft gewirbelt wird, bildet sich an sonnigen Tagen fast immer ein wunderschöner, leuchtender Doppelregenbogen direkt vor dem weißen Wasservorhang – ein absolut magisches Fotomotiv!Das Besondere am Skógafoss is, dass man sich ihm auf dem flachen Kieselbett fast bis auf wenige Meter nähern kann, um die Gischt im Gesicht zu spüren (Regenkleidung ist hier Pflicht!). Wer eine andere Perspektive sucht, kann über eine steile Holztreppe mit rund 400 Stufen an der rechten Flanke des Wasserfalls nach oben steigen. Von der dortigen Aussichtsplattform hat man nicht nur einen spektakulären Blick auf die Kante des herabstürzenden Wassers, sondern schaut auch weit über die weite Südküste bis zum Atlantik. Zudem startet hier der berühmte Fimmvörðuháls-Wanderweg, der quer durch das Hochland führt.

Skógar Museum – Eine faszinierende Zeitreise in Islands Vergangenheit

Direkt in der Nachbarschaft des donnernden Wasserfalls nutzten wir die Gelegenheit für einen Besuch im wunderschönen Skógar Museum. Dieses liebevoll gestaltete Regional- und Freilichtmuseum ist die perfekte Ergänzung zu den gewaltigen Natureindrücken, da es die bewegte Kulturgeschichte und das harte Überleben der Isländer über die Jahrhunderte hinweg greifbar macht.Das absolute Highlight des Museumsgeländes ist die historische Sammlung originalgetreuer Gebäude, allen voran die charmanten, mit grünem Gras bewachsenen traditionellen Torfhäuser. Beim Blick in die engen, urigen Räume wird einem erst so richtig bewusst, wie geschickt die Isländer Materialien wie Holz, Stein und Torf kombinierten, um sich gegen die eisigen arktischen Winter zu isolieren. Neben den Wohnhäusern gibt es eine alte Schule, eine wunderschöne Holzkirche sowie riesige Ausstellungen zu Handwerk, Seefahrt, Landwirtschaft und Technik. Ein unglaublich lohnenswerter und charmanter Zwischenstopp, der die Vergangenheit Islands auf wunderbare Weise lebendig werden lässt!

Der Bra Fence – Das skurrilste und bunteste Zaun-Mysterium an der Südküste

Neben all den monumentalen Gletschern, donnernden Wasserfällen und mystischen Höhlen hält Island am Straßenrand auch eine ganz andere, herrlich skurrile Überraschung parat: den legendären „Bra Fence“ (BH-Zaun). Unweit der kleinen Ortschaft Hvolsvöllur, direkt an einer Kurve der südisländischen Ringstraße, flattert an einem ganz normalen Weidezaun eine gigantische, kunterbunte Sammlung von Damenunterwäsche im kräftigen arktischen Wind. Es ist wohl einer der kuriosesten und am häufigsten fotografierten Zwischenstopps der gesamten Insel, der garantiert jedem vorbeifahrenden Roadtripper ein breites Schmunzeln ins Gesicht zaubert.Die Entstehungsgeschichte dieses Phänomens ist so einfach wie genial: Alles begann im Jahr 2012 als eine Handvoll Touristinnen (oder Einheimische – so ganz genau weiß das niemand mehr) als spontanen, witzigen Streich heimlich ein paar BHs an den Stacheldraht hängten. Der Besitzer des Zauns ließ sie einfach hängen. Es dauerte nicht lange, bis Reisende aus aller Welt von der Aktion erfuhren, das Ganze in den sozialen Medien viral ging und eine Eigendynamik entwickelte. Inzwischen ist die Sammlung auf weit über tausend Stück angewachsen – in allen erdenklichen Farben, Mustern und Körbchengrößen. Was jedoch als skurriler Scherz begann, hat heute einen zutiefst wunderbaren Zweck: Mittlerweile steht am Zaun eine offizielle Spendenbox, und die ungewöhnliche Tradition wird aktiv genutzt, um Gelder für die isländische Krebshilfe zur Erforschung und Bekämpfung von Brustkrebs zu sammeln. Ein absolut fantastisches, kleines Highlight auf unserer Route, das perfekt beweist, wie viel Humor, Kreativität und Herz in dieser rauen Insel stecken!

DC-3 Eyvindarholt – Das geheime „Zwei-Minuten-Flugzeugwrack“ an der Ringstraße

Jeder Island-Fan kennt die epischen Bilder des verlassenen US-Navy-Flugzeugwracks auf dem endlosen schwarzen Sandstrand der Südküste. Was jedoch die wenigsten wissen: Wer keine Lust hat, den stundenlangen, oft windgepeitschten und anstrengenden Acht-Kilometer-Fußmarsch (Hin- und Rückweg) zum überlaufenen Wrack von Sólheimasandur auf sich zu nehmen, findet unweit des berühmten Seljalandsfoss-Wasserfalls einen absolut genialen, geheimen Zwilling: das DC-3-Flugzeugwrack von Eyvindarholt!Hinter diesem markanten Flugzeug, das mit seinen olivgrünen und leuchtend orangefarbenen Akzenten an Nase und Heck sofort ins Auge springt, steckt eine faszinierende Geschichte. Es handelt sich um eine Douglas DC-3 (Militärversion C-47) der US-Navy, die im Sommer 1969 aufgrund von Triebwerksproblemen im fernen Nordosten Islands bei Sauðanes notlanden musste. Alle Insassen überlebten glücklicherweise unverletzt. Jahrzehntelang diente der Rumpf auf einer dortigen Farm als skurriler Unterschlupf für Schafe und Pferde sowie als Abenteuerspielplatz für die Kinder des Farmers. Da der Ansturm der Island-Touristen in der abgelegenen Region jedoch den landwirtschaftlichen Betrieb störte, wurde das historische Wrack kurzerhand gerettet, aufwendig transportiert und hier bei Eyvindarholt im Süden wieder aufgestellt.Für uns war dieser Stopp ein absoluter Volltreffer und der ultimative Roadtrip-Hack! Man biegt einfach von der Route 1 ab, stellt das Auto auf dem kleinen, gebührenpflichtigen Parkplatz ab und erreicht die majestätischen Überreste nach einem gemütlichen, gerade einmal 100 Meter langen Spaziergang. Die Kulisse aus dem rostenden, geschichtsträchtigen Metall und den saftig grünen Wiesen im Hintergrund ist unfassbar fotogen und strahlt eine ganz eigene, mystische Ruhe aus. Wer die Faszination eines „Lost Place“ hautnah erleben möchte, ohne wertvolle Stunden seiner Island-Rundreise auf einer Wanderung zu verlieren, sollte diesen genialen Zwischenstopp in Eyvindarholt keinesfalls verpassen!

Nauthúsafoss – Das verborgene Schluchten-Abenteuer unter Ebereschen

Abseits der stark frequentierten Hauptrouten des Südens stießen wir auf ein echtes, abenteuerliches Naturjuwel, das oft im Schatten der bekannteren Riesen liegt: den faszinierenden Nauthúsafoss. Dieser außergewöhnliche Wasserfall ist ein absoluter Geheimtipp für all jene, die den Nervenkitzel suchen und unberührte Wildnis hautnah erleben möchten. Das Besondere am Nauthúsafoss ist seine Lage, denn er versteckt sich tief im Inneren einer extrem schmalen, fast mystisch anmutenden Felsschlucht.Um überhaupt bis zum Fuß des Wasserfalls vorzudringen, muss man sich auf eine kleine, aufregende Kletterpartie einlassen. Der Weg führt direkt durch das plätschernde Bachbett der Schlucht, vorbei an feuchten, dicht mit sattgrünem Moos bewachsenen Felswänden. An den engsten Stellen balanciert man vorsichtig von Stein zu Stein und hält sich an ausgelegten Ketten fest, die an den Felsen verankert sind. Über den Köpfen der Entdecker formen wilde Ebereschen, die auf den Kanten der Klippen wachsen, ein natürliches, schützendes Dach. Belohnt wird das kleine Abenteuer am Ende der Schlucht mit dem atemberaubenden Anblick des Nauthúsafoss, dessen Wasserfall sich elegant durch eine Felsöffnung in ein klares Becken stürzt – ein Ort voller wilder Kraft und geheimnisvoller Magie!

Seljavallalaug Swimming Pool – Nostalgischer Retro-Charme im geheimen Tal

Nach so viel Action stand uns der Sinn nach Entspannung – und wo könnte man das in Island besser als in einem traditionsreichen, geschichtsträchtigen Hot Pot? Unsere Suche führte uns zum legendären Seljavallalaug Swimming Pool, einem der ältesten noch erhaltenen Schwimmbäder des gesamten Landes. Eingebettet in ein tiefes, grünes Tal direkt am Fuße des berühmt-berüchtigten Vulkans Eyjafjallajökull, versprüht dieser abgelegene Ort einen ganz besonderen, unberührten Retro-Charme.Das schlichte Betonbecken wurde bereits im Jahr 1923 von engagierten Isländern erbaut, um der damaligen Landbevölkerung – vor allem den vielen Fischern – das lebenswichtige Schwimmen beizubringen. Bis heute wird das Freibad auf völlig natürliche Weise mit herrlich warmem Quellwasser gespeist, das direkt aus der vulkanischen Erde an einer der Felswände in das beckensprudelt. Die Ausstattung ist spartanisch, die alten Umkleidekabinen sind verwittert, doch genau das macht die einzigartige, nostalgische Atmosphäre aus. Nach einer kurzen Wanderung durch die malerische Kulisse in das warme, dampfende Wasser einzutauchen, während ringsum die monumentalen Berghänge aufragen, ist ein absolut unvergessliches und authentisch isländisches Erlebnis!


Selfoss & Golden Circle

Seljalandsfoss – Das magische Abenteuer hinter dem 60 Meter hohen Gletscherschleier

Ein absolutes und weltberühmtes Highlight jeder Islandreise erwartete uns direkt an der Ringstraße im tiefen Süden der Insel: der majestätische Seljalandsfoss. Schon von Weitem sieht man die weißen Wassermassen spektakulär über eine steile, ehemalige Küstenklippe in die Tiefe stürzen. Der Wasserfall besitzt eine stolze Höhe von rund 60 Metern und wird vom Schmelzwasser des berühmt-berüchtigten Gletschervulkans Eyjafjallajökull gespeist – ja genau jenem Vulkan, der im Jahr 2010 mit seiner gigantischen Aschewolke den gesamten europäischen Flugverkehr tagelang komplett lahmlegte! Doch der Seljalandsfoss ist nicht einfach nur ein schöner Wasserfall zum Anschauen, er hält ein absolut einzigartiges, interaktives Abenteuer parat: Er ist einer der ganz wenigen Wasserfälle der Welt, die man komplett hintergehen kann!Ein schmaler, oft rutschiger und vom ewigen Sprühnebel nasser Pfad führt neugierige Entdecker direkt hinter den tosenden Wasserschleier in eine weitläufige, natürliche Felsgrotte. Wenn man dort steht, während die gigantischen Wassermassen nur wenige Meter vor einem mit ohrenbetäubendem Donnern in die Tiefe krachen, spürt man die unbändige, rohe Urgewalt der isländischen Natur in jeder einzelnen Faser seines Körpers. Besonders am späten Nachmittag oder während der magischen Stunden des Sonnenuntergangs, wenn die tiefstehende Sonne das herabstürzende Wasser in ein goldenes, fast überirdisches Licht taucht, entstehen hier atemberaubende Fotos von seltener Poesie. Ein überlebenswichtiger Insider-Tipp für diesen Stopp: Wer das Abenteuer hinter dem Wasserfall wagt, wird garantiert von oben bis unten nass! Packt also unbedingt eure komplette Regenbekleidung (inklusive Regenhose) ein und schützt eure Kameraausrüstung gut vor dem dichten, permanenten Sprühnebel. Für uns war dieser magische Spaziergang hinter die Kulissen der Natur ein absolut unvergesslicher Moment echten Island-Glücks!

Keldur Turf House – Auf den Spuren der Wikinger im ältesten Torfhof Islands

Zum Abschluss dieses erlebnisreichen Tages reisten wir weit zurück in die raue Vergangenheit der Insel und besuchten das geschichtsträchtige Gehöft Keldur. Es ist eines der ältesten erhaltenen Torfhaus-Ensembles Islands und ein absolut faszinierendes Meisterwerk traditioneller, isländischer Baukunst. Wer verstehen möchte, wie zäh und einfallsreich die Isländer über die Jahrhunderte hinweg lebten, sollte diesen historischen Ort unbedingt auf seine Bucket List setzen.Die Gebäude von Keldur wurden mit einer raffinierten Kombination aus Treibholz, schweren Feldsteinen und dicken, lebendigen Grassoden (Torf) errichtet. Diese einzigartige Bauweise bot den Menschen über Generationen hinweg eine optimale, natürliche Isolation gegen die eisigen, unbarmherzigen arktischen Stürme und Winter – ein cleverer Funfact am Rande: Diese traditionellen Torfhäuser isolierten so hervorragend, dass es in ihrem Inneren im Winter oft deutlich wärmer und gemütlicher war als in den ersten modernen Häusern der Insel! Keldur hat zudem eine tiefe historische Bedeutung, da es bereits in der berühmten Njáls-Saga namentlich erwähnt wird und einst der Sitz mächtiger Clanchefs war. Beim Spaziergang vorbei an den sanften, grasbewachsenen Dächern, die förmlich mit der umliegenden Hügellandschaft verschmelzen, fühlt man sich unweigerlich in die Epoche der Wikinger zurückversetzt.

Þjófafoss – Der geschichtsträchtige „Wasserfall der Diebe“ im Schatten der Hekla

Abseits der klassischen Touristenströme, eingebettet in die raue, weite Lavalandschaft des Merkurhraun-Feldes am Rande des malerischen Þjórsárdalur-Tals, stießen wir auf ein echtes, geschichtsträchtiges Naturjuwel: den Þjófafoss. Übersetzt bedeutet sein Name schlicht „Wasserfall der Diebe“ – und dieser Name ist kein Zufall, sondern geht auf ein düsteres Kapitel der isländischen Geschichte zurück. Der alten Überlieferung nach wurden im tiefen Mittelalter verurteilte Diebe und Verbrecher zu diesem Wasserfall geführt und zur Vollstreckung ihres Todesurteils von den schroffen Klippen direkt in die reißenden, eiskalten Fluten gestürzt. Diese historische, fast unheimliche Aura verleiht dem Ort noch heute eine ganz besonders geheimnisvolle und mystische Stimmung.Landschaftlich ist der Þjófafoss ein absolutes Meisterwerk und ein Traum für jeden Fotografen. Das milchig-türkisfarbene Schmelzwasser des mächtigen Flusses Þjórsá stürzt hier in einem breiten, kraftvollen und perfekt geformten Vorhang elf Meter tief in ein tiefblaues Becken. Umrahmt wird das Ganze von bizarren, dunklen Basaltformationen, die im Sommer von einem leuchtenden Meer aus lila Lupinen kontrastiert werden. Das absolute Highlight zeigt sich jedoch bei klarer Sicht im Hintergrund: Direkt hinter dem Wasserfall thront majestätisch die berüchtigte Hekla, einer der aktivsten und gefürchtetsten Vulkane Islands. Da der Þjófafoss nur über eine kurze Schotterpiste erreichbar ist, verirren sich nur wenige Reisende hierher. Wir hatten diesen magischen, geschichtsträchtigen Ort fast ganz für uns allein und konnten die ungezähmte Energie der isländischen Natur in absoluter Stille aufsaugen!

Hjálparfoss – Der Wasserfall der Hilfe

Hjálparfoss, was „Wasserfall der Hilfe“ bedeutet, liegt nur wenige Kilometer von Þjófafoss entfernt und besticht durch seine ungewöhnliche Form: Zwei Wasserfälle vereinigen sich hier in einem ruhigen Becken. Der Name soll darauf hinweisen, dass der Wasserfall einst als Orientierungspunkt für Reisende diente, die in der rauen Landschaft Hilfe suchten. Ein friedlicher und fotogener Ort, perfekt für eine kleine Pause auf der Fahrt.

Geysir Park – Die spektakuläre Heimat der sprudelnden Naturgewalten

Unsere Reise führte uns auf den weltberühmten Golden Circle, wo wir im geschichtsträchtigen Geysir Park Zeugen der unbändigen, geothermalen Kräfte Islands wurden. Dieses dampfende und brodelnde Thermalgebiet im Haukadalur-Tal ist weltbekannt, denn es beherbergt den Großen Geysir, der einst allen anderen Springquellen der Erde ihren Namen gab. Auch wenn der Große Geysir selbst heute nur noch extrem selten ausbricht, zieht das Areal Besucher aus aller Welt magisch an, da die Erde hier im Minutentakt ihre Muskeln spielen lässt.Das absolute Highlight des Parks ist der hochaktive, treue Nachbar namens Strokkur. Verlässlich alle paar Minuten kocht das Wasser in seinem tiefen Schlund tiefblau auf, formt eine faszinierende, gläserne Wasserblase und schießt dann mit einem ohrenbetäubenden Fauchen eine kochend heiße Wasser- und Dampffontäne bis zu 30 Meter in den isländischen Himmel. Wenn man am Absperrband steht und das rhythmische Brodeln beobachtet, spürt man die immense, glühende Energie direkt unter den eigenen Füßen. Der gesamte Park ist ein faszinierendes Freilichtmuseum der Geologie: Überall dampft es aus kleinen Erdspalten, schwefelgelbe Krusten säumen kochend heiße Schlammtöpfe und glasklare, türkisfarbene Quellen wie die Blesi-Quelle laden zum Staunen ein. Ein absolutes Must-see, das eindrucksvoll zeigt, warum Island den Beinamen „Insel aus Feuer und Eis“ trägt!

Gullfoss – Der goldene Wasserfall

Gullfoss, der „goldene Wasserfall“, ist einer der beeindruckendsten Wasserfälle Islands. Das Wasser stürzt in zwei Stufen mit enormer Kraft in eine tiefe Schlucht und erzeugt oft wunderschöne Regenbögen im Sprühnebel. Die Legende erzählt von einer mutigen Frau, die den Wasserfall vor dem Bau eines Kraftwerks rettete – heute ist Gullfoss ein Symbol für Naturschutz in Island. Ein absolutes Muss auf jeder Islandreise!

Bruarfoss – Der „blaue Wasserfall“

Bruarfoss ist ein verstecktes Juwel im Golden Circle und bekannt für sein unglaublich blaues Wasser, das fast schon surreal leuchtet. Der Wasserfall ist zwar nicht besonders groß, aber die intensive Farbe und die kleinen Kaskaden machen ihn zu einem echten Fotomagneten. Der Weg dorthin führt durch eine idyllische Landschaft und ist ein schöner kleiner Spaziergang abseits der großen Touristenströme. Funfact: Bruarfoss wird oft als „der schönste Wasserfall Islands“ bezeichnet – ein Geheimtipp, den man sich nicht entgehen lassen sollte!

Friðheimar Tomatenfarm – Kulinarischer Gewächshaus-Zauber mit grünem Flair

Direkt im Anschluss an die heißen Quellen erlebten wir eine kulinarische Überraschung, die man im kühlen, subarktischen Island wohl kaum erwarten würde: einen Besuch auf der einzigartigen Tomatenfarm Friðheimar. Mitten in einer rauen Vulkanlandschaft betritt man hier ein riesiges, lichtdurchflutetes Gewächshaus und findet sich plötzlich in einer südländisch duftenden, sattgrünen Oase wieder, in der Tausende von saftigen Tomaten an meterhohen Stauden reifen.Das absolut geniale Konzept von Friðheimar verbindet Landwirtschaft direkt mit einem erstklassigen Restaurant-Erlebnis. Man nimmt an rustikalen Holztischen mitten zwischen den grünen Pflanzenreihen Platz und darf sich durch eine Speisekarte probieren, auf der sich absolut alles um die Tomate dreht. Das unbestrittene Highlight ist die legendäre, unbegrenzte Tomatensuppe, die mit frisch gebackenem Brot, Saurer Sahne und frischem Basilikum serviert wird – ein absoluter Traum! Wer mutig ist, probiert ausgefallene Kreationen wie Tomateneis, hausgemachten Tomatenkuchen oder einen erfrischenden Tomaten-Cocktail. Ein spannender Funfact zur Technik: Damit die roten Früchte im kühlen Island das ganze Jahr über perfekt gedeihen, wird das Gewächshaus komplett mit umweltfreundlicher, geothermischer Energie aus eigenen Bohrungen beheizt und künstlich beleuchtet. Sogar Tausende importierte Hummeln fliegen frei durch die Hallen, um die Blüten ganz natürlich zu bestäuben. Ein absolut faszinierender und köstlicher Zwischenstopp abseits von traditionellem Fisch und Lamm, den man unbedingt rechtzeitig reservieren sollte!


Þorlákshöfn & Umgebung

Öxarárfoss – Der majestätische Graben-Wasserfall im historischen Þingvellir

Der krönende Abschluss unserer Golden-Circle-Tour führte uns in den geschichtsträchtigen Þingvellir-Nationalpark, ein UNESCO-Weltkulturerbe und die wahre Wiege der isländischen Nation. Hier, wo das älteste noch bestehende Parlament der Welt im Jahr 930 gegründet wurde, stießen wir auf den beeindruckenden Öxarárfoss. Dieser Wasserfall fasziniert nicht nur durch seine Schönheit, sondern auch durch seine absolut einzigartige, geologische Lage.Das Wasser des Flusses Öxará stürzt hier über eine markante, schnurgerade Kante direkt in die Almannagjá-Schlucht. Diese Schlucht ist nichts Geringeres als der sichtbare, gigantische Riss zwischen der nordamerikanischen und der eurasischen Kontinentalplatte, die hier jedes Jahr unaufhaltsam weiter auseinanderdriften. Der Anblick des weißen Wassers vor den tiefschwarzen, schroffen Basaltwänden ist von wilder, fast dramatischer Schönheit. Ein wunderschön angelegter Holzsteg führt Wanderer direkt durch die tektonische Spalte bis an das klare Auffangbecken des Wasserfalls. Geschichtsinteressierte aufgepasst: Alten Sagen nach wurde der Fluss Öxará vor Jahrhunderten von den Siedlern künstlich umgeleitet, um die Schlucht während der alljährlichen Parlamentsversammlungen (Althing) gezielt mit Trinkwasser zu versorgen. Ein magischer Ort, an dem Geologie und die bewegte Geschichte Islands auf spektakuläre Weise miteinander verschmelzen!

Kontinental-Spalte & Silfra-Spalte – Das magische Wandeln und Tauchen zwischen zwei Kontinenten

Ein absolutes geologisches Weltwunder und eines der faszinierendsten Highlights unserer gesamten Island-Rundreise erwartete uns im geschichtsträchtigen Þingvellir-Nationalpark: die Kontinental-Spalten. Das gesamte Tal liegt genau auf der aktiven Nahtstelle des Mittelatlantischen Rückens, wo die nordamerikanische und die eurasische tektonische Platte unaufhaltsam mit einer Geschwindigkeit von etwa zwei Zentimetern pro Jahr auseinanderdriften. Wenn man hier durch die monumentale Almannagjá-Schlucht wandert, befindet man sich buchstäblich im Niemandsland zwischen zwei Welten – links ragen die schroffen Felswände Amerikas empor, während rechts bereits Europa beginnt. Dieses Gefühl, zwischen den Kontinenten zu wandeln, ist von einer so gewaltigen, spürbaren Energie, dass es einem unweigerlich eine Gänsehaut verpasst.Doch das absolute Kronjuwel dieses geologischen Grabensystems liegt tief im glasklaren Wasser verborgen: die legendäre Silfra-Spalte. Diese wassergefüllte Erdspalte ist weltweit berühmt und gilt unter Tauchern und Snorklern völlig zu Recht als einer der absolut besten und spektakulärsten Tauchspots unseres Planeten. Das Wasser, das die Spalte füllt, ist geschmolzenes Gletscherschleier-Wasser vom nahen Langjökull-Gletscher, welches auf seinem Weg hierher jahrzehntelang durch dicke Schichten aus porösem Lavagestein gefiltert wurde. Das Ergebnis ist ein Wasser von so unvorstellbarer Reinheit, dass die Sichtweite unter der Oberfläche sagenhafte 100 Meter und mehr beträgt! Wenn man im dicken Trockentauchanzug durch diese schmale, tiefblaue Felsspalte schwebt, während das Sonnenlicht magische Muster an die Basaltwände wirft, fühlt man sich vollkommen schwerelos wie im Weltall. Für uns war das Erlebnis, die Nahtstellen unserer Erde sowohl an Land als auch im eisigen, kristallklaren Wasser zu erkunden, ein absolut unvergesslicher Gänsehaut-Moment!

Koma Auðar djúpúðgu (Audur’s Arrivals) – Auf den Spuren einer starken Wikinger-Pionierin

Zum Abschluss unserer geschichtsträchtigen Erkundungen im Þingvellir-Gebiet stießen wir auf ein ganz besonderes, spirituelles Kulturdenkmal: „Koma Auðar djúpúðgu“ (Audur’s Arrivals). Dieser geschichtsträchtige Ort erinnert an eine der faszinierendsten und einflussreichsten Persönlichkeiten der isländischen Besiedlungsgeschichte – Auður die Tiefsinnige (Auður djúpúðga).Als eine der wenigen weiblichen Anführerinnen der Wikingerzeit floh Auður nach dem Tod ihres Mannes und ihres Sohnes von den britischen Inseln, befehligte ihr eigenes Schiff und führte ihre Gefolgschaft sicher bis an die fernen Küsten Islands. Doch sie brachte nicht nur Mut und Entschlossenheit mit, sondern auch etwas für die damalige Zeit absolut Ungewöhnliches: Sie war überzeugte Christin. An diesem Ort, an dem heute ein schlichtes, aber tief beeindruckendes Steinkreuz sowie ein modernes Denkmal stehen, errichtete Auður einst einen privaten Gebetsplatz auf den Hügeln. Da sie keine Kirche besaß, betete sie unter freiem Himmel inmitten der gewaltigen, unberührten Natur. Ein faszinierender Funfact: Obwohl nach ihrem Tod viele ihrer Nachkommen zum alten heidnischen Glauben an die Thron- und Odinsgötter zurückkehrten, blieb die Erinnerung an ihren tiefen Glauben und ihre außergewöhnliche Klugheit über ein Jahrtausend lang lebendig. Ein zutiefst friedlicher Ort, der uns noch einmal vor Augen führte, wie stark die Menschen geprägt sein mussten, die dieses raue Land besiedelten.


Zurück nach Reykjavík (14.07.)

Zum Abschluss unserer Reise genossen wir noch einmal das Flair von Reykjavík, schlenderten durch die Straßen, besuchten den alten Hafen und die Skulptur Þúfa, die mit bunten Pflanzen bepflanzt ist – ein toller Ort für einen letzten Kaffee.

Leider Verpasst: Der Vulkan-Ausbruch bei Grindavík

Ein kleines Island-Märchen am Rande: Am 16. Juli 2025, also einen Tag nach unserer Abreise, brach der Vulkan bei Grindavík aus – der zwölfte Ausbruch seit 2021. Wir hatten eigentlich geplant, dort zu wandern, haben es aber wegen Zeitmangels gelassen. Vielleicht ein Grund mehr, bald wiederzukommen!


Fazit: Unser unvergessliches 2.700-Kilometer-Abenteuer auf IslandHinter uns liegen 16 Tage voller ungläubigem Staunen, unendlicher Weiten und Naturwunder, die sich kaum in Worte fassen lassen. Insgesamt haben wir mit unserem treuen Suzuki Jimny stolze 2.700 Kilometer auf der Ringstraße und entlegenen Pisten zurückgelegt. Von den quirligen, bunten Straßen Reykjavíks über die einsamen, tiefen Fjorde des Nordens bis hin zu den epischen Gletscherlagunen und schwarzen Sandstränden des Südens – Island hat uns vollkommen in seinen Bann gezogen.Dank unserer robusten und improvisierten Bananenkiste im Kofferraum waren wir als Selbstversorger völlig flexibel und konnten die raue Insel in unserem ganz eigenen Tempo entdecken. Natürlich mussten wir auf so einer langen Tour auch den einen oder anderen Kompromiss eingehen: Einige entlegene heiße Quellen und versteckte Highlights im rauen Hochland mussten wir schweren Herzens aufgrund von plötzlichen Wetterumschwüngen oder akutem Zeitmangel links liegen lassen. Doch wir sehen es positiv – das ist für uns einfach nur der perfekte Grund mehr, um ganz bald wiederzukommen!


Island hat uns mit seiner rauen Schönheit, den unbeschreiblich freundlichen Menschen und unvergesslichen Momenten tief beeindruckt. Wer einmal hier war und die frische, arktische Luft geatmet hat, während neben ihm ein Geysir ausbricht oder ein Wasserfall donnert, wird die Sehnsucht nach dem Land aus Feuer und Eis nie ganz los. Wir hoffen von Herzen, dass unser ausführlicher Reisebericht euch inspiriert, eure Koffer zu packen und selbst auf Entdeckungsreise zu gehen!Wenn ihr Fragen zu unserer Route habt, Tipps für den passenden Mietwagen braucht oder einfach mehr über das Leben aus der Bananenkiste wissen wollt, meldet euch gern bei uns – wir teilen unsere Erfahrungen und Island-Liebe mit großer Freude!Viel Spaß beim Träumen, Nachreisen und Planen eurer eigenen Island-Abenteuer!